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Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts

Mithu Sanyal in Bielefeld

 

Am Donnerstag, 10.12.09 war die Autorin und Journalistin Mithu M. Sanyal (Foto) zu Gast in Bielefeld. Zwei Stunden las sie im Bielefelder Frauenkulturzentrum aus ihrem Buch „Vulva - Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts“ (Wagenbach 2009). In einem bequemen roten Lehnsessel erzählte sie allerlei Interessantes zur Geschichte des weiblichen Geschlechts und beantwortete die Fragen der Besucherinnen. Mithu Sanyal arbeitet nicht nur für den WDR und die feministische Zeitschrift „Wir Frauen“, sie ist auch Doktorin der Kulturwissenschaften. Ihr „Vulva“-Buch ist eigentlich ihre Doktorarbeit. „Wir hatten nicht damit gerechnet, dass jemand das lesen wollte“, lacht Mithu Sanyal. Die erste Ausgabe des Buches war jedoch bereits nach wenigen Wochen vergriffen und die Resonanz der Leser_innen und auch der Presse groß. Sie sei zwar nicht die Erste, die sich mit dem Thema befasse, aber ihr Buch sei in dieser Form das erste Buch, das sich mit der Kulturgeschichte der Vulva auseinander setzt, so Sanyal. Viel gibt es zu dem Thema bislang jedoch nicht, das musste auch Sanyal bei ihren Recherchen feststellen. Umso wichtiger ihr Buch. Ein Buch, das Wissenslücken schließt und das weibliche Geschlechtsteil in das ihm angemessene Licht rückt. Was wir bisher wussten: Der Mann hat einen Penis. Und was hat die Frau? Keinen Penis. Jahrhunderte lang sei die Frau einzig am Mann gemessen worden, so Sanyal. Die Frau als minderwertige Ausgabe des Mannes. Ihr äußeres Geschlechtsorgan mit Klitoris und Schamlippen, fachlich Vulva genannt, wurde dabei nicht wahrgenommen, nicht einmal benannt. Und was man nicht benennen könne, darüber könne man auch nicht sprechen. Der Frau wurde somit Jahrhunderte lang die Fähigkeit für sich sprechen zu können aberkannt und einzige auf ihre Vagina, auf ein „Loch“ reduziert. Mal war es die Scheide für des Mannes Schwert, mal das Einfallstor für den Teufel. Sanyal zieht zahlreiche Mythologien heran, deckt verschiedenste Mythen auf und fand dabei aber auch die, in denen Göttinnen, Frauen oder andere ihre Vulven mit Vergnügen präsentierten. Sanyal erklärt Riten und Bedeutungen, dazu beleuchtet sie die Kunstszene, zieht einen Bogen von Freud bis Aristoteles, von den Griechen bis zum Christentum. „Früher dachte ich immer gleich bei jedem Kirchturm an ein Phallussymbol, heute bemerke ich auch die Vulva-Symbole in vielen Dingen“, resümiert Mithu Sanyal. Ziel ihres Buches sei es, dem weiblichen Geschlecht einen angemessenen Platz zu geben. „Wenn wir darüber reden, es benennen können, dann kann sich gesellschaftlich etwas ändern“, so Sanyal. Mithu Sanyal, geboren 1971, ist indisch-polnischer Abstammung und lebt mit ihrem Partner und Kind in Düsseldorf. Die Lesung war eine Veranstaltung des Frauenkulturzentrum in Kooperation mit dem Buchladen Eulenspiegel. (Foto: TS | 10.12.09)

Lesbisch sein in Bielefeld

 

Das Bielefelder Bürgerfernsehen Kanal 21 zeigt auf seinem Videoportal http://video.kanal-21.de am 11.1.2010 einen aktuellen Beitrag über lesbisches Leben in Bielefeld (Siehe „Videos“ - Hinzugefügt 11.1.2010). Die fast 19-minütige Sendung zum Thema „Homosexualität in Bielefeld“ in der Reihe „Bielefeld Sozial“ enthält u. a. auch ein Interview mit weird-Herausgeberin Christine Stonat. Mehr s. auch weird Ausgabe Nr. 27 Januar 2010 (Foto: Kanal 21-Kameramann bei den Dreharbeiten | TS)

Mehr Party

Magnus Party unter neuer Flagge

 

Die „Magnus Party“, Bielefelds mit 16 Jahren älteste und größte lesbisch-schwule Party, wurde zum Jahreswechsel 2010 von den Machern von Gaypeople übernommen. Von Partys bis zum Magazin sind die schwulen Jungs seit Jahren in der Szene von Osnabrück bis Hannover aktiv. Ändern soll sich in Bielefeld ganz bewusst nicht viel, so Mircooh von Gaypeople. Die Party findet wie gehabt immer am 1. Samstag im Monat ab 22.30 Uhr in der Hechelei statt. Die Schlager-„Nacht des Grauens“ übernimmt weiterhin der frühere Veranstalter. Ansonsten sorgen neue DJs wie Kenny B. und Frau Hoppe ab sofort mit gepflegter Partymusik von Charts bis 80er Pop für Stimmung. So auch bei der letzten Party am 6.2.2010. Dies war die zweite Party unter der Schirmherrschaft von Gaypeople und zugleich die offizielle Begrüßungsparty für Medienpartner und Gäste. Ein gelungener Einstand. weird war mit der Kamera dabei: siehe weirds Kanal auf YouTube

(Foto: TS | 6.2.10)

weird mit eigenem YouTube Kanal

 

Ab sofort gibt es lesbische Kulturberichterstattung und Kultur nicht mehr länger nur in Wort und Bild, sondern auch mit Ton und bewegten Bildern. Nur auf dem weird Magazin Kanal auf YouTube (17.1.2010)

Unterschriftenaktion

Die Weberei vor Privatisierung?

 

Am 27.2.10 rockte die Musikerin Katrin Remmert (K‘s Life, Fortezza) aus Osnabrück den Gastroteil der Gütersloher Weberei. Nach Katrin Remmerts Konzert war kein Geringerer als Moguai an den Reglern und sorgte für eine gepflegte Electroparty. Und am 7.3.10 tritt hier die Musikkabarettistin Birgitta Altermann mit ihrem Simone de Beauvoir-Programm „Die Frau ist von Natur aus frei“ zum Internationalen Tag der Frau auf. Das hört sich gut an. Und das soll auch so bleiben. Das 1984 in historischen Fabrikgebäuden eröffnete Kultur- und Bürgerzentrum Die Weberei sieht sich momentan allerdings aufgrund von Sparmaßnahmen seitens Kommune und Land vor einer schwierigen Zeit, unter Umständen sogar, ginge es nach der Stadt, vor einer möglichen Privatisierung. Daher bittet Die Weberei aktuell auf ihrer Website um Unterschriften (www.die-weberei.de). Unter den Mitarbeitern der Weberei ist auch Gastronomiechef Carsten Münch, Bielefelder Partymacher der schwullesbischen Schlager-„Nacht des Grauens“ in der Hechelei. (Foto: Weberei)

CSD Bielefeld 17.7.2010

Das Programm steht

 

Seit dem 1.4.2010 steht das Programm für den Bielefelder Christopher Street Day 2010. Der findet in diesem Jahr am 17. Juli unter dem Motto „Leben ohne Maske - selbstverständlich lesbisch und schwul überall“ statt. Vor der Parade mit Straßenfest und anschließender Party - diesmal nur im Forum - steht die CSD-Kulturwoche vom 12. bis 16.7.10. Neben zwei lesbisch-schwulen Filmabenden im Filmhaus, einem ökumenischen Gottesdienst und einer Tagung mit dem Thema „Sexuelle Identität der Mitarbeiter(innen) als Ressource für den Unternehmenserfolg“ wird am Mittwoch auch der neue Blogstar Marcel aus seinem HIV-Blog 2.0 im Ratscafé KaffeeKunst lesen.

 

Der Paradentag beginnt am 17.7.10 in diesem Jahr am Alten Rathaus. Hier wird zunächst um 13 Uhr erstmals offiziell zusammen mit Bielefelds offen schwulem Oberbürgermeister Pit Clausen die Regenbogenfahne gehisst. Um 13.30 Uhr wird die Parade von der Trommelgruppe LesBenitas angeführt und zieht durch die Innenstadt und von dort erstmals über die Arndtstraße im Bielefelder Westen zum Siegfriedplatz. Hier erwartet die Besucher_innen ab 15.20 Uhr ein buntes Kulturprogramm mit Politik, Vertreterinnen der Schwestern der perpetuellen Indullgenz sowie Live-Musik der Rosenstolz-Coverband Rosenblond und der Band Corbeat u.v.m. Alle Infos auf der neu gestalteten Website www.csd-bielefeld.de. (Foto: csd-bielefeld.de)

Mein Freund aus Faro

Nana Neul bei den Frauenfilmtagen 2010

 

Am Sonntag, 7.3.10, 19 Uhr, war die Regisseurin Nana Neul zu Gast bei den 7. Frauenfilmtagen Bielefeld. Gezeigt wurde ihr Debutspielfilm „Mein Freund aus Faro“. Ein Film um eine junge Frau, die sich als portugiesischer Junge in ein 14-jähriges Mädchen verliebt, mit vielen bekannten und neuen Filmgesichtern. Ein tiefer wie frecher Film über die Suche nach sexueller Identität, Geschlechterrollen und der ersten Liebe. Nana Neul, Regisseurin und Autorin des Films, wurde in Werther geboren und ging in Bielefeld zur Schule. „Mein Freund aus Faro“ spielt ebenfalls ganz in der Nähe im Kreis Steinfurt und Münster. Nana Neul lebt heute in Berlin. Und obwohl „Mein Freund aus Faro“ auf vielen lesbischschwulen, queeren Filmfestivals lief, war ihre Intention, so sagte Nana Neul am Abend, jedoch keinesfalls queer, sondern viel mehr die filmische Umsetzung einer ersten großen Liebe. Die ist ihr sehr einfühlsam gelungen. Queeres und heterosexuelles Publikum findet sich „In mein Freund aus Faro“ gleichermaßen wieder. „Das Schöne daran ist, das man den Film lesen kann wie man will“, so Neul. Das Ende habe sie bewusst offen gelassen.

 

Die 7. Frauenfilmtage Bielefeld fanden vom 4. bis 8. März 2010 rund um den Internationalen Tag der Frau (8.3.) im Filmhaus Bielefeld statt. Mehr siehe Archiv Ausgabe Nr. 29 März 2010 und auf weirds YouTube Kanal (s. „Uploads“) (Foto: TS | 7.3.10)

Lassen die Bielefelder_innen schnalzen

Dota und die Stadtpiraten

Support: Katrin Remmert

 

Kein Zweifel, sie ist derzeit Deutschlands beste Liedermacherin, Dota Kehr aus Berlin (Foto). Am 30.4.10 war die junge Sängerin, Gitarristin und Songschreiberin einmal mehr mit ihrer spielfreudigen Band Die Stadtpiraten in Bielefeld. Gut gelaunt präsentierte sie ihr neues Album „Bis auf den Grund“ (s. Archiv Ausgabe Nr. 30 April 2010 ). Ebenso gut gelaunt war das zahlreiche, in Teilen auch lesbische, Publikum im Kamp, das nahezu all ihre Texte mitsingen konnte … Dota Kehr macht die seit langem besten deutschen Texte, intelligent, kritisch, charmant, komplex, augenzwinkernd. Dazu sind sie und ihre drei Jungs ausgezeichnete Musiker_innen, bei denen es nur so eine Freude ist, zu zu hören und zu sehen wie sie einen überaus vollen, lebendigen Bossa-, Balkan-, Reggae-, Liedermachersound auf die Bühne zaubern. Dota Kehr kann zudem rhythmisch schnalzen und gleichzeitig eine Melodie summen. Einmalig! Dann ließ sie das Publikum schnalzen. Foto + Text: Christine Stonat | 30.4.10

 

Im Vorprogramm spielte die offen lesbische Musikerin Katrin Remmert (K‘s Life) aus Osnabrück. Mehr zu ihrem Auftritt siehe weirds YouTube Kanal

Verrückt

Lena gewinnt ESC 2010 für Deutschland

 

 

29./30.5.10: Um kurz vor halb 1 Uhr deutscher Zeit stand es fest. Die deutsche Newcomerin Lena aus Hannover gewinnt den Eurovision Song Contest 2010 in Oslo mit deutlichem Vorsprung und eroberte die Herzen fast aller Europäer_innen im Sturm. Die ist der erste deutsche Sieg nach Nicole 1982. Nahezu fassungslos und ungläubig nahm sie die Siegertrophäe entgegen. Lena ist totally weird! Herzlichen Glückwunsch! Mehr zu Lenas erstem Album „My Cassette Player“ inklusive ihres Siegersongs „Satellite“ s. Archiv Ausgabe Nr. 31 Mai 2010

Happy Birthday!

4 Jahre Queers And Guitar

 

 

Vom 2. auf den 3. Juni feierten die vier Bielefelder Ladys von Queers And Guitar ihr vierjähriges Jubiläum mit einer ausgelassenen Party mit vielen kleinen Überraschungen für die zahlreichen Gäste. 4 Jahre Queers And Guitar heißt 4 Jahre alternative Party für Lesben und Schwule im Bielefelder Ostbahnhof. Alle 2 Monate laden Lucy Starlight , The Ninette, Cord Sofa und randale_a (v.l.) zur gepflegten Indieparty von Gossip, Tegan And Sara über Madonna, Lady Gaga und Placebo bis Muse. Das Besondere an der Jubiläumsparty 2010 war, dass auch eine der vier Queers And Guitar-Damen ihren Geburtstag feierte. Herzlichen Glückwunsch! Mehr zu den Partymacherinnen von Queers And Guitar s. Archiv Ausgabe Nr. 7 Mai 2008 (Foto: TS)

Lesbenpreisverleihung in Köln

Wächterin für Maren Kroymann

 

Die offen lesbische Schauspielerin Maren Kroymann (Foto Mitte) nahm am 27.6.10 in Köln den lesbischen Augspurg-Heymann-Preis 2010 entgegen. Der Augspurg-Heymann-Preis ist die einzige explizit lesbische Auszeichnung in Deutschland und wird 2010 zum zweiten Mal von der LAG Lesben in NRW in Gestalt der „Wächterin“ verliehen. Die Laudatio für Preisträgerin Maren Kroymann hielt Moderatorin Bettina Böttinger (Foto links neben Kroymann). Anwesend unter den geladenen weiblichen Gästen war auch die erste Preisträgerin von 2009, Autorin Mirjam Müntefering (Foto rechts neben Kroymann). Durch den festlichen Abend mit Preisverleihung und kulturellem Rahmenprogramm führte die lesbische Kabarettistin Cordula Völker (weird-Interview s. Archiv Ausgabe Nr. 29 März 2010 ) Mehr zum Augspurg-Heymann-Preis s. Archiv Ausgabe Nr. 32 Juni 2010   (Foto: LAG Lesben in NRW | 27.6.10)

LAG Lesben in NRW

Beste Fußgruppe beim CSD Köln 2010

 

Unter dem Motto „Stolz bewegt“ fand der Kölner CSD 2010 am Sonntag, 4.7.10 seinen Höhepunkt in der großen Parade durch die Innenstadt. Insgesamt 250 Gruppen und Wagen marschierten bei der Parade mit, ein Rekord in der Geschichte des Kölner CSD! Zum Vergleich: Ende Juni 2010 waren es in New York City mit 277 nur 27 Gruppen mehr. Als beste der über 100 Fußgruppen wurde in diesem Jahr die LAG Lesben in NRW ausgezeichnet. Mit der zugelosten Startnummer 17 zeigten sich die „stolzen Lesben“ der lesbischen Landesarbeitsgemeinschaft in Nordrhein-Westfalen in Köln mit den Konterfeis ihrer lesbischen Vorbilder und Plakaten mit der Aufschrift „Dich!“, „Mich! und „Uns!“ Die Gewinnerinnen durften sich beim abschließenden Fest am Abend zehn Minuten auf der großen CSD-Bühne auf dem Kölner Heumarkt feiern lassen. Im nächsten Jahr hat die LAG Lesben in NRW dann das Privileg sich einen Startplatz in der Parade aussuchen zu dürfen. „Für 2011 lassen wir uns auch wieder etwas Tolles einfallen und wollen dann eine richtig große Lesbengruppe sein!“, so Geschäftsführerin Gabriele Bischoff. (Foto: LAG Lesben in NRW | 4.7.10)

Regenbogen über Bielefeld

CSD Bielefeld 2010

 

Am 17.7.10 fand der Bielefelder CSD statt. Bielefelds offen schwuler Oberbürgermeister Pit Clausen hisste am CSD-Tag erstmals in der Bielefelder Geschichte offiziell vor dem Rathaus die Regenbogenflagge. Und das nicht nur vor dem Alten Rathaus, sondern auch voller Stolz auf dem Wahrzeichen der Stadt, dem Turm der Sparrenburg (Foto). In seiner von viel Beifall begleiteten Eröffnungsrede ermutigte Clausen die Lesben und Schwulen der Region mit Stolz ein offen lesbisches, schwules Leben zu leben. Nur zwei Wagen, aber dafür umso mehr Lesben und Schwule, die sich spontan der Parade anschlossen, zogen dann um kurz nach 13 Uhr vom Alten Rathaus zur Altstädter Nicolaikirche und von dort durch die Fußgängerzone Richtung Bahnhof über die Arndtstraße zum Siegfriedplatz. Dort fand ab 15 Uhr das Straßenfest statt: mit einem Auftritt der lesbischen Trommelgruppe LesBenitas, die die Parade angeführt hatte, mit dem Politiker_innen-Talk, mit dem queeren Alternative-Duo Corebeat, der Rosenstolz-Coverband Rosenblond und natürlich zahlreichen Essens-, Getränke-, Verkaufs- und Infoständen. Am Abend dann schmiss DJane Ulli die offizielle CSD-Party im Bielefelder Forum. (Foto: TS | 17.7.10)

 

 

Fotos und mehr zum CSD Bielefeld 2010

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Deutschland - Nigeria

Finale U 20 WM der Frauen in Bielefeld ausverkauft

 

Die 5. FIFA U 20-Frauen-WM 2010 in Deutschland endet am 1.8.10 mit dem Spiel um den 3. Platz und dem Endspiel in Bielefeld. Südkorea kämpft gegen Kolumbien um 12 Uhr um Platz 3. Das Finalspiel, 15 Uhr, bestreiten Deutschland und Nigeria. Das Endspiel inm FIFA WM Stadion Bielefeld, auch bekannt als „Schüco Arena“ (Foto), ist bereits ausverkauft und wird zudem live auf Eurosport übertragen. OK-Präsidentin und Ex-Nationalspielerin Steffi Jones, die u. a. mit dieser Veranstaltung auch für die „große“ Frauenfußball WM 2011 in Deutschland wirbt, gab bei der letzten Pressekonferenz einen Zuschauerrekord von knapp 240.000 Zuschauer_innen in den vier Austragungsstätten Bochum, Dresden, Augsburg und Bielefeld bekannt. Dabei waren die Spiele mit deutscher Beteiligung in Bochum besondere Zuschauermagneten. Rund 21.000 Besucher_innen sahen im Schnitt die Spiele der deutschen Mädels. Mehr zur U 20-WM s. Archiv Ausgabe Nr. 33 Juli 2010 (Foto: TS)

Weltmeisterin Bielefeld

Deutschland gewinnt U 20 WM der Frauen

 

Die FIFA U 20-Frauen-WM 2010 in Deutschland endete am Sonntag, 1.8.10 mit einem weiteren deutschen Sommermärchen. Im Finale in Bielefeld setzte sich das deutsche Team von Trainerin Maren Meinert gegen Nigeria mit 2:0 durch. 24633 Zuschauer_innen sahen am Nachmittag im ausverkauften Bielefelder Stadion ein kampfbetontes Spiel, in dem die deutschen Frauen letztendlich aufgrund besserer Torchancen und Chancenverwertung verdient gewannen. Maßgeblich am Sieg beteiligt war auch die 19-jährige Kristina Gessat vom FSV Gütersloh 2009. Im Spiel um Platz 3 sicherte sich zuvor Südkorea mit 1:0 gegen Kolumbien in Bielefeld die Bronzemedaille. Die deutsche Spielerin Alexandra Popp wurde WM-Torschützenkönigin 2010 und zur besten Spielerin des Turniers gewählt. Die Siegerehrung führten u. a. Franz Beckenbauer, FIFA-Chef Sepp Blatter und OK-Präsidentin und Ex-Spielerin Steffi Jones durch. Außerdem unter den prominenten Gästen in Bielefeld eine begeisterte A-Nationaltrainerin Silvia Neid und Ex-Spielerin Doris Fitschen. Die Bielefelder_innen feierten den Sieg der U 20-Damen gebührend weltmeisterlich … mit Jubelstürmen und großem Feuerwerk im Stadion und einem Autocorso im Anschluss. Mehr zur U 20-WM s. auch Archiv Ausgabe Nr. 33 Juli 2010 (Foto: TS | 1.8.10)

3 Jahre ‚What You See Is What You Get‘

DJ see it feiert Geburtstag

 

Im Sommer 2007 initiierte DJ see it die erste Party unter dem Namen „What you see is what you get“. Damals noch im Underground, Bielefelds erster und einziger Frauendisco. Man bekommt, was man sieht … und das bezieht sich vornehmlich auf die Flyer zur i. d. R. einmal monatlich stattfindenden Party mit alternativer Musik und „curious stuff“ - heute jeden ersten Samstag im Pandoras, so heißt das Underground seit Ende 2009 und ist offen für Lesben, Schwule, Queers und Friends. Und so hatte DJ see it zu ihrer 3-jährigen Geburtstagsparty am 7.8.10 auch einige ihrer straighten Freunde eingeladen, die ihr u. a. an den Reglern aushalfen. Mehr zu DJ see it siehe Archiv Ausgabe Nr. 23 September 2009 „Lesbisch sein in … Bielefeld“ (Foto: TS | 7.8.10)

Wo Lesben Urlaub machen

10 Jahre Frauenfestival Skala Eressos

 

Am 4. September 2010 begann das „Internationale Skala Eressos Frauenfestival 2010“ www.womensfestival.eu. Bis zum 18.9.10 kommen Lesben aus aller Welt zusammen, um auf der griechischen Insel Lesbos im kleinen Küstenörtchen Skala Eressos Kultur, Party, Sonne und Strand zu genießen. Zahlreiche Partys, Musikacts, Kultur- und Sportangebote u.v.m. stehen auf dem Programm. Alle lesbischen Cafés und Läden des Dorfes, darunter auch das Tenth Muse (Foto) feiern mit. Erstmals findet in diesem Rahmen auch das schwul-lesbische Filmfestival Outview statt. Das Besondere: Das Internationale Women‘s Festival feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum (2000-2010). Mehr zu dem kleinen von Lesben „eroberten“ und Sappho-Sagen umwobenen Skala Eressos bei weird „Lesbisch sein in …“ Nr. 31 Mai 2010 (Fotos: TS)

 

10 Jahre International Women‘s Festival 2010 feat. auf weirds YouTube Kanal „9/2010 Artefakt …“

Innenstadtaktionen für Frauen und Mädchen

Wildwasser und Mädchenhaus Bielefeld

 

Mit einem Infostand in der Bielefelder Innenstadt machten am Samstag, 11.9.10, die Bielefelder Frauen- und Mädchenberatungs- und -zufluchtsstätten Wildwasser und Mädchenhaus auf sich aufmerksam. Während die einen Mitarbeiterinnen von Wildwasser in der Bahnhofstraße, Nähe Eingang City Passage an ihrem Stand zu ihrer Arbeit informierten, gingen die anderen mit einem Besen in der Hand (Foto links) unter die Passanten in der Fußgängerzone. Motto ihrer Aktion: „Sexualisierte Gewalt nicht wieder unter den Teppich kehren“. Unabhängig davon sammelten die Damen vom Mädchenhaus (Foto rechts) auf dem Jahnplatz Spenden für ihren Verein. Beide traditionsreichen Bielefelder Frauen- und Mädcheneinrichtungen zeichnen sich ganz nebenbei auch dadurch aus, dass Lesbisch und Queer sein bei ihrer Arbeit ganz selbstverständlich nicht „unter den Teppich gekehrt“ wird. (Fotos: TS | 11.9.10)

 

Mehr zu Wildwasser Bielefeld bei weird Nr. 23

 

Mehr zum Mädchenhaus Bielefeld bei weird Nr. 10

Live in Bielefeld

Lyndsey Cockwell

 

Die Londoner Singer/Songwriterin und Gitarristin Lyndsey Cockwell lebt seit Jahren in Berlin. Der Umzug nach Berlin, sei eine der besten Entscheidungen ihres Lebens gewesen, verriet die offen lesbische Musikerin weird bei ihrem Gastspiel am 24.9.10 im Bielefelder Falkendom. Eingeladen wurde sie von dem Bielefelder Verein für Frauen mit sexualisierter Gewalterfahrung Wildwasser. Der feierte im dritten Jahr seine Benefizveranstaltung mit anschließender Frauenparty mit zwei der Queers And Guitar DJanes. Rund 50 überwiegend lesbische Frauen sahen das Akustik-Konzert von Lyndsey Cockwell. Die stellte neben Filmsonginterpretationen ihres 2010/2011 kommenden Albums „Siren Songs“ u. a. auch ihren hitverdächtigen Song „Gossip“ vor, der übrigens von keiner Geringeren als Sheila Chipperfield, Bassistin der erfolgreichen ehemaligen Indieband Elastica, produziert wurde. Lyndsey Cockwell ist zudem Teil des Duos The Wooden Dresses an der Seite der Berliner Akkordeonspielerin Tanja Buttenborg. Ihr gemeinsames Debutalbum erschien 2009. (Foto: TS | 24.9.10)

 

 

Lyndsey Cockwell auf weirds YouTube Kanal Upload + Playlist „9/2010 Artefakt …“

Begeistern in der Neuen Schmiede

Just Different

 

Sie haben den „X Factor“ - die sympathischen Damen des Bielefelder Lesbenchors Just Different. Kein Chor ist wie dieser. Jede der gut ein Dutzend Frauen ist eine Bühnenpersönlichkeit, charmant, witzig, kreativ. Perfekt, nein perfekt sind sie nicht. Aber das müssen sie auch nicht sein. Just Different sind eben anders. Ihre gesangliche Performance getragen von ihrem Charisma, das jeder Einzelnen und das des Chores als Einheit, macht einfach nur Spaß. Gemeinsam singen, erzählen und „albern“ sie und sind dabei doch überaus ernst und engagiert, wenn es darum geht, Lesben und Feminismus, Frauengeschichten und Frauengeschichte sichtbar zu machen. Sein neues Programm 2010 mit dem Titel „Ladies First!“ präsentierte der Chor um Leiterin Birgit R. am 2.10.10 in der Bielefelder Neuen Schmiede. Vor wie immer ausverkauftem Haus mit rund 150 Lesben und einigen wenigen heterosexuellen Damen und Herren würdigten Just Different in ihrer neuen Konzertshow lesbische und nicht lesbische Frauen der Weltgeschichte von Claire Waldoff über Franca Magnani bis zu Astrid Lindgren. Eine besondere Hommage galt dabei Herta Heuwer, der Berliner Erfinderin der Currywurst; und so wurde aus „Kann denn Liebe Sünde sein?“ ein genüsslich-vergnügliches Loblied auf Fast Food, Currywurst, Pommes und Co. Alles in allem ein rundum gelungener Abend mit einem restlos begeisterten Publikum. (Foto: TS | 2.10.10)

11. Oktober

Coming Out Day 2010

 

Am 11. Oktober, ist „Coming Out Day“. Seit 1988 gibt es diesen Tag. Queere Menschen weltweit sind aufgerufen sich öffentlich zu zeigen. Entstanden ist der Coming Out Day aus Protestmärschen der lesbisch, schwulen, bisexuellen, trans*, inter, queeren Community in den USA. Anfang der 1990er schwappte der Coming-out Tag dann über die Schweiz auch nach Deutschland. Noch finden an diesem Tag hierzulande eher wenige Aktionen statt. 2009 initiierte der Verein Coming Out Day e.V. gemeinsam mit dem Jugendnetzwerk Lambda und dem Internetmagazin dbna.de mit „Outtakes“ einen großen Videowettbewerb für lesbische und schwule Jugendliche zum Thema „Coming Out“ (s. Archiv Ausgabe Nr. 24 Oktober 2009). Eine der Botschafter_innen für den Verein Coming Out Day e.V., der sich das ganze Jahr über für Projekte von und für lesbische und schwule Jugendliche engagiert, ist die offen lesbische Schauspielerin Maren Kroymann. (Foto: Coming Out Day e.V. www.coming-out-day.de)

geoutet

CSD Bielefeld 2011

 

Beim CSD Vorbereitungstreffen am 25.10.10 in Bielefeld wurde das Motto des CSD Bielefeld 2011 verabschiedet. „geoutet“ so wird das Bielefelder Motto 2011 lauten. (Foto: TS)

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