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weirda                            Satire

 

Achtung schräg!

 

 

 

 

 

Ich liebte ein Mädchen

weird Bielefeld Remix Reloaded

 

2008 war es, da gab es eine dieser Fernsehsendungen, in der wurden die besten deutschen Comedysongs aller Zeiten gekürt. Einen Platz in der Top 10, den nicht Mike Krüger belegte, belegte Ingo Insterburg mit seinem Lied „Ich liebte ein Mädchen“. Ich wühlte daraufhin sofort in meinen alten Platten und fand die Originalsingle von Insterburg & Co. von 1974. Und ich wurde ganz nostalgisch. Mit der Melodie im Ohr ließ ich mein eigenes Liebesleben Revue passieren, woraus der Remix „Ich liebte ein Mädchen in Bielefeld“ entstand. Der Text erschien erstmals in der weird-Jubiläumsausgabe Nr. 13 November 2008 online sowie in der einmaligen Jubiläums-Printausgabe von damals. Im letzten Jahr hatte dann auch das HipHop-Trio Fettes Brot den Ingo-Insterburg-Song neu interpretiert. Alles in allem, Grund genug, um zum diesjährigen 8-jährigen weird-Jubiläum den weird-Klassiker „Ich liebte ein Mädchen in Bielefeld“ an dieser Stelle noch einmal herauszukramen und neu aufzulegen. Zwo, drei, vier ...

 

 

 

Ich liebte ein Mädchen am Jahnplatz,

das sagte zu mir immerzu: „Mein Schatz!“

 

Ich liebte ein Mädchen am Viadukt,

danach hat mir der Po gejuckt.

 

Ich liebte ein Mädchen im Bürgerpark,

das fanden besonders die Bürger stark.

 

Ich liebte ein Mädchen am Meierteich,

das war einem Geier gleich.

 

Ich liebte ein Mädchen am Landgericht,

das übte mit mir den Verzicht.

 

Ja, ich liebte ein Mädchen in Bielefeld,

das zeigte mir die ganze Welt.

 

Doch dann wurde es mir im Zentrum zu dumm,

und ich schaute mich in den Stadtteilen um.

 

Ich liebte ein Mädchen in Quelle,

das war besonders helle.

 

Ich liebte ein Mädchen in Vilsendorf,

das liebte Liebe zu Musik von Orff.

 

Ich liebte ein Mädchen in Jöllenbeck,

das lief schon nach zwei Tagen weg.

 

Ich liebte ein Mädchen in Hoberge,

und mit ihm noch sieben Zwerge.

 

Ich liebte ein Mädchen in Babenhausen,

da kriegte ich das kalte Grausen.

 

Ich liebte ein Mädchen in Milse,

da hab’ ich gedacht, ich will se.

 

Ich liebte ein Mädchen in Schildesche,

das machte mir die Schmutzwäsche.

 

Ich liebte ein Mädchen in Dornberg,

mit dem machte ich mich frisch ans Werk.

 

Ich liebte ein Mädchen in Oldentrup,

das sagte: „Nenn’ mich Jupp, mein Bub!“

 

Ich liebte ein Mädchen in Heepen,

das liebte griechische Epen.

 

Ich liebte ein Mädchen in Baumheide,

ein Stadtteil, den ich sonst meide.

 

Ich liebte ein Mädchen in Brake,

das war so dünn wie ‘ne Harke.

 

Ich liebte ein Mädchen in Senne,

das ging noch zur Penne.

 

Ich liebte ein Mädchen in Sennestadt,

das hatte ich schon nach zwei Stunden satt.

 

Ich liebte ein Mädchen in Windelsbleiche,

mit dem war es genau das Gleiche.

 

Ich liebte ein Mädchen in Großdornberg,

das gab ein großes Feuerwerk.

 

Ich liebte ein Mädchen in Uerentrup,

das hat sich als Talent entpuppt.

 

Ich liebte ein Mädchen in Theesen,

das war nicht lange gewesen.

 

Ich liebte ein Mädchen in Brackwede,

das kannte auf Partys schon jede.

 

Ich liebte ein Mädchen in Gellershagen,

bei dem musste ich nicht lange fragen.

 

Ich liebte ein Mädchen in Deppendorf,

das roch immer ganz leicht nach Torf.

 

Ich liebte ein Mädchen in Altenhagen,

mit dem konnte man mich jagen.

 

Ich liebte ein Mädchen in Eckardtsheim,

aber das hielt ich besser auch geheim.

 

Ich liebte ein Mädchen in Stieghorst,

mit dem entstieg ich dem Forst.

 

Ich liebte ein Mädchen in Lämershagen,

da hörte man die Lämmer klagen.

 

Ich liebte ein Mädchen in Ubbedissen,

das mit dem lief ehrlich gesagt total beschissen.

 

Ich liebte ein Mädchen in Sieker,

das hatte mich aufm Kieker.

 

Ich liebte ein Mädchen in Hillegossen,

da hat der Vater auf mich geschossen.

 

Ich liebte ein Mädchen in Ummeln,

das konnte beim Sex gut schummeln.

 

Ich liebte ein Mädchen in Kirchdornberg,

das schenkte mir einen Gartenzwerg.

 

Ich liebte ein Mädchen in Gadderbaum,

das hatte auf der Oberlippe einen Flaum.

 

Ich liebte ein Mädchen in Bethel,

das war naiver als Gretel.

 

Ich liebte ein Mädchen in Schröttinghausen,

das ließ mich einfach sausen.

 

Ja, ich liebte ein Mädchen in Bielefeld,

das hatte ich mir anders vorgestellt.

 

Darum wurde es mir in Bielefeld zu dumm,

und ich schaute mich noch woanders um.

 

Ich liebte ein Mädchen in Halle,

das spuckte Gift und Galle.

 

Ich liebte ein Mädchen in Werther,

danach war ich begehrter.

 

Ich liebte ein Mädchen in Paderborn,

mit der Nummer war ich da verlor’n.

 

Ich liebte ein Mädchen in Gütersloh,

das musste unentwegt aufs Klo.

 

Ich liebte ein Mädchen in Steinhagen,

wir liebten uns in ’nem Kleinwagen.

 

Ich liebte ein Mädchen in Asemisssen,

das werde ich sicher nicht vermissen.

 

Doch die Zeiten waren auch bald rum,

und ich schaute mich nur noch nach einer um.

 

Ich liebte ein Mädchen aus Dresden.

Das war’s.

 

 

 

 

 

Text: © Christine Stonat

Ausgabe Nr. 97

November 2015

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