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weirda                            Satire

 

Achtung schräg!

 

 

 

 

 

Identitätskomplexität

 

Girls will be girls will be boys will be women will be men will be all of this and none of that. Das ist kein neues Phänomen. Das ist so alt wie die Menschheit. Es haben sich dafür mit der Zeit vielleicht einfach nur mehr und neue Worte gefunden, um zu benennen, was Menschen immer schon waren und gefühlt haben. Und immer mehr Menschen nehmen sich dieses Recht auf Identitätsbenennung. Sie fordern und fordern ein. Zu meist von der Mehrheit Menschen, die das alles nicht verstärkt berührt, weil es sie persönlich nicht betrifft. Aber nur, weil es eine_n persönlich nicht betrifft, heißt es nicht, dass es für andere nicht Lebensrealität ist und akzeptiert werden muss. Identität ist individuell. Das gilt auch für geschlechtliche Identität. Sie ist niemals nur privat. Denn Personen interagieren in dieser Gesellschaft mit Personen. Identität ist. Immer.

 

An gesellschaftlich etablierten Geschlechterkategorien Frau/Mann zu kleben wie eine Fliege am Honig kann eins machen. Nur, warum andere Menschen, die keiner_m etwas tun, außer das nicht zu tunkönnenwollen, abwertenbenachteiligenübersierichten? Und es wäre nicht 2015, wenn es nicht Stimmen gäbe, die darin auch das Ende des Abendlandes sähen. Menschen, die ihre sexuelle Identität hinterfragenbenennen, wollen Geschlechter ganz abschaffen, heißt es, und sind so mal schuld am Untergang des Feminismus, mal am Untergang der Schulbildung der Kinder, mal am Untergang der ganzen Welt. Doch was an Komplexität ohnehin nicht zu übertreffen ist, kann wohl kaum komplizierter gemacht werden. Geben wir es doch zu: Wir steigen nicht mehr durch. Alles ist zu viel. Wir sehnen uns nach Einfachheit. Hassen das, was wir nicht verstehen könnenwollen. Haben beim vermeintlichen Geschlechterchaoswirrwarr den Überblick verloren. Ja, eigentlich sogar über unser Leben und die Welt und das Geschehen, dass uns tagtäglich neu an unsere Grenzen bringt. Schnell sind die verurteiltschuldausgegrenzt, die sich nicht oder weniger als wir selbst innerhalb der gesellschaftlich herrschenden Norm, von der wir uns letzte süße Sicherheit erhoffen, bewegen. Wir wollen Schubladen abbauen und machen die nächste große auf.

 

Wann nur, wann werden wir endlich vor der un_er_fassbaren Komplexität der Welt und unseres Daseins als a_sexuelle Wesen in dieser Welt kapitulieren, um sie zu akzeptieren? Mann, Frau, Trans, Inter, das reicht doch? Lesbisch, schwul, bi, damit ist alles gesagt? Oder nicht? Genau! Nicht! Es reicht nur denen, denen es reicht. Denen, denen es nicht reicht, reicht es nicht, weil es nicht reicht. Weil es nicht reicht, um die eigene Identität und Lebensrealität abzubildenzubenennen, ist so lange nicht alles gesagt, wie nicht alle, die ihre nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechenden geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung benennen wollenmüssen, gehört wurden und dafür Akzeptanz finden.

 

 

 

 

(TS)

Ausgabe Nr. 88

Februar 2015

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