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In ihrer Schuld

 

 

 

 

 

 

Interview mit

 

Kaki King

 

 

 

 

 

 

 

weird: Erst mal, auch wenn es schon fünf Monate her ist, herzlichen Glückwunsch zur Geburt deiner Tochter. In wie weit, denkst du, hat sie dein Leben bereits verändert oder deine Arbeit inspiriert?

 

Kaki King: Sie ist großartig. Einfach ein großartiges kleines Baby. Ich kann dir nicht sagen, wie mein Leben sich bisher verändert hat – ich bin sicher, ich werde erst fähig sein, das zu sehen, wenn ich in ein paar Jahren zurückblicke.

 

 

weird: Du hast gerade dein neues Album „Everybody Glows“ veröffentlicht mit Raritäten, B-Sides, Cover- und Livesongs. Wie hast du ausgewählt, welchen Song du aufs Album nehmen willst?

 

Kaki King: Ich nahm die, von denen ich dachte, dass sie die besten raren Tracks aus einer etwa 10-jährigen Periode auf alten Hard Drives und CDs, seien. Als ich sie katalogisierte, hatte ich Glück, dass sie von allen möglichen Quellen waren. Einige waren live, einige waren Demos und ich glaube, da ist auch eine alternative Aufnahme von etwas drauf. Es war eine diverse Auswahl, aber es schien als setzte sie sich wie ganz natürlich von selbst zusammen.

 

 

weird: Seit Frühjahr 2014 bist du mit deiner Installationskonzertshow „The Neck Is The Bridge To The Body“ auf Tour. Wie war das bisher?

 

Kaki King: Ich bin immer noch hart bei der Arbeit mit der Show (Aktuelle Showdaten Februar-Mai 2015 hier: www.kakiking.com/tour Anm. d. Red.) Alle haben die Show bisher geliebt, und ich freue mich sehr darauf, sie vor ein größeres Publikum zu bekommen. Es ist eine fantastische Show und ein wirklich cooles Konzept. Die technischen Aspekte waren die größte Herausforderung, doch jetzt, wo alles reibungslos läuft, habe ich großen Spaß am ganzen Ablauf.

 

 

weird: Was für eine Beziehung hast du zu deinen Gitarren? Einige Musiker_innen geben ihrer Gitarre Namen ... Wie ist es bei dir?

 

Kaki King: Ha, nein, ich gebe ihnen keine Namen. Ich habe zu diesem Zeitpunkt so einige und ich versuche einige loszuwerden. Ich denke, ich habe eine wichtige Beziehung zu 6-saitigen Gitarren generell. Das Instrument hat mich zu der gemacht, die ich bin, und mir ein unglaubliches Leben gegeben. Ich stehe sehr in ihrer Schuld.

 

 

weird: Wann hast du selbst dein Talent bemerkt und dass die Gitarre dein besonderes Instrument sein würde?

 

Kaki King: Ich habe begonnen Gitarre zu spielen als ich sehr jung war. So jung, dass ich mich nicht wirklich erinnern kann, keine Gitarre zu haben oder nicht zu wissen wie man spielt. Ich wuchs damit auf und sie war immer für mich da.

 

 

weird: Wie hast du eigentlich Dave Grohl von den Foo Fighters kennen gelernt? Er ist ja schon seit vielen Jahren ein großer Fan und ihr habt bereits zusammen gearbeitet.

 

Kaki King: Ich glaube, er hat mich durch einen Freund gefunden und angefangen mich auf YouTube zu gucken. Er lud mich ein, auf dem Foo Fighters Album zu spielen, und hat mich dann mit auf Australien-Tour genommen. Das war 2007-2008.

 

 

weird: Dave Grohl und viele andere , Fans, Kritiker_innen, nennen dich eine Virtuosin, Meisterin und sagen, dass du eine Klasse für sich bist. Wie fühlt es sich für dich an und wie gehst du damit um?

 

Kaki King: Ich ignoriere all das. Ich bin immer noch Studierende der Gitarre. Ich meine das wirklich. Ich lerne noch immer, jeden einzelnen Tag und ich will niemals damit aufhören. Es gibt Geheimnisse der Gitarre, die ich bislang noch nicht herausgefunden habe. Zu sagen, ich würde sie beherrschen, fühlt sich lächerlich an.

 

 

weird: Das passt zu deinem Song mit dem Titel „No True Masterpiece Will Ever Be Complete“ auf deinem letzten Instrumental-Studioalbum „Glow“ (2012). Bedeutet Musik für dich immer nach Vollkommenheit und Perfektion zu streben, mit dem Wissen, dass sie niemals erreicht werden kann?

 

Kaki King: Nun, ja, das fasst es eigentlich ganz gut zusammen. Ich denke, Musik und Instrumentalmusik im Besonderen hat dieses gewisse Etwas-Element, das den Unterschied macht, ob ein Song funktioniert oder ein Song nicht so gut funktioniert. Aber Perfektion, nein, das ist außer Frage, und das Beste, was du tun kannst, ist etwas fast Perfektes loszulassen und am nächsten fast perfekten Ding zu arbeiten.

 

 

weird: Du machst die Installationsmusikshow, du arbeitest viel mit klassischen Musiker_innen, du hast u. a. auch schon in der legendären Carnegie Hall gespielt. Denkst du Musik noch in Genres, auch im Hinblick auf deine eigene Musik?

 

Kaki King: Ich mache mir um Genres und darin einen Platz zu finden, keine Sorgen mehr. Wenn mich Leute fragen, welche Art Musik ich mache, sage ich „Gitarrenmusik“ und das ist das Beste, was mir bisher einfiel, zu beschreiben, was ich mache. Selbst, wenn ich ein Stück visuelle Kunst oder Komposition auf einem anspruchsvollen Level mit talentierten Spieler_innen mache, arbeite ich immer noch von hinter der Gitarre aus.

 

 

weird: Du hast vor vielen Jahren auf der Straße gespielt. Was würdest du sagen, hast du dort für deine Arbeit heute gelernt?

 

Kaki King: Ich habe gelernt, niemals abgelenkt von etwas zu sein. Ich habe außerdem gelernt, dass die Schönheit und die Freiheit Musikerin zu sein, das Spielen und Schaffen selbst ist, ungeachtet dessen, ob irgendjemand dem Aufmerksamkeit schenkt oder nicht.

 

 

weird: Arbeitest du derzeit bereits konkret an neuen Songs für ein neues Studioalbum? Ggf. mit Gesang?

 

Kaki King: Ich sage immer „nein“ zu solchen Fragen, aber die Wahrheit ist, dass ich immer spiele und schreibe. Trotzdem bin ich oftmals die letzte Person, die weiß, wo die Musik hinführt.

 

 

 

 

 

 

Interview: Christine Stonat (1/2015)

Fotos: Shervin Lainez

Ausgabe Nr. 88

Februar 2015

Kaki King (35) ist Gitarristin, Komponistin und Sängerin aus Brooklyn, New York. Die offen lesbische Indiemusikerin begann ihre Musikkarriere auf der Straße, veröffentlichte 2003 ihr Debutalbum und wurde gut vier Jahre und zwei Alben später von Dave Grohl (Foo Fighters) auf YouTube für eine erste Zusammenarbeit und Tour entdeckt. Ihr letztes, sechstes Studioalbum „Glow“ erschien 2012. Im November 2014 veröffentlichte Kaki King ihr Album „Everybody Glows“ mit Raritäten, Coversongs, Livestücken und der Single „Tunnel“, einem bislang unveröffentlichten Song von 2004. Seit Frühjahr 2014 ist Kaki King, aktuell auch im Februar 2015, mit ihrer Installationsmusik-Show „The Neck Is The Bridge To The Body“ auf US- und Kanada-Tour. Bei dem spektakulären Liveprojekt, das sie gemeinsam mit der Visual Arts Company Glowing Pictures entwickelte und bei dem die Finger-Picking-Virtuosin sich auf eine spannende Entdeckungsreise der Gitarre begibt, dienen erstmals Gitarrenkörper und -hals als Projektionsfläche für visuelle Installationen, die in Zusammenhang mit den erzeugten Klängen entstehen.

 

Kaki King lebt mit Ehefrau Jessica King und Tochter Cooper Llewelyn in „Gay Gardens“, wie sie im unserem weird-Steckbrief (s. links unten) schreibt. Jessica Templin, heute Jessica King, und Kaki King sind seit 2012 verheiratet. Beide bekamen im Spätsommer 2014 ihr erstes Baby.

 

Kaki King wuchs in Atlanta auf. Seit ihrer frühesten Kindheit spielt sie Gitarre, Schlagzeug und Klavier. weird sprach im aktuellen Interview mit Kaki King über Musik, ihre Beziehung zur Gitarre und nie erreichte Perfektion.

 

 

Online: www.kakiking.com

 

 

 

Kaki King

„Everybody Glows: B-Sides & Rarities“

Out: seit 4.11.14

Single: „Tunnel“

Interview-Steckbrief

     - in eigenen Worten -

 

 

Name: Kaki King

Alter: 35

Profession: Gitarre

Wohnort: Gay Gardens

Meine weirdeste Eigenschaft: Ich habe ein weird (seltsam) geformten Schädel und ich fasse mir immer zu an den Kopf

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