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Das absolut Beste

 

 

 

 

 

Interview mit

 

Heather Peace

 

 

 

 

 

 

 

weird: Dein zweites Album „The Thin Line“ erscheint am 9. Juni 2014. Eine Woche später ist dein Geburtstag. Also ist es so was wie ein Geburtstagsgeschenk!?

 

Heather Peace: Ha, nicht absichtlich! Es wäre ein ziemlich unsinniges Geburtstagsgeschenk für mich. Ich weiß, was es ist. Wo ist da die Überraschung?!

 

 

weird: Deine erste Single „We Can Change“ klingt recht jazzig, etwas retro. Wie ist es mit den anderen Songs des Albums? Würdest du sagen, dass es ein homogenes Album geworden ist, und wo variieren die Songs?

 

Heather Peace: „We Can Change“ wurde bewusst im Stile eines alten Dusty Springfield Songs geschrieben. Das komplette Album ist nicht wie dieser, aber es gibt einige durchgehende Linien. Das Gesangsmikrofon war wichtig, die Backing Vocals sind groß und der gesamte Sound des Albums ist organisch. Sogar die Synthesizerklänge wurden von einem alten analogen Synthesizer, einem Juno, produziert, es hat noch diese beweglichen Teile und Stückchen in sich, die durcheinander wirbeln, um die Sounds zu machen. Nichts auf dem Album ist digital oder von einem Computer produziert. Das macht mich glücklich; ich denke, das macht, dass das Album warm klingt.

 

 

weird: In wie fern unterscheidet sich das neue Album von deiner Arbeit für dein Debutalbum?

 

Heather Peace: Ich bin an das Schreiben anders herangegangen. Ich schrieb bewusst mehr Up-Beat-Tracks, weil ich daran dachte zu touren und wie sich ein neues Set anfühlen würde. Bei ein paar Tracks war ich außerdem Co-Schreiberin; der Input einer anderen Person kann sehr unterschiedliche Musik hervorbringen. Als Schreiber_innen hat jede_r einen Stil oder ein Muster, zu dem sie greifen, wenn sie improvisieren, und wenn du eine_n Co-Writer_in hast, bringt es dich einfach weg von deinen natürlichen und sich wiederholenden Trieb. Das ist wichtig.

 

 

weird: Studio oder Bühne, was bevorzugst du?

 

Heather Peace: Ich liebe beides, aber es ist natürlich die Bühne, denn ich ernähre mich wirklich vom Publikum. Meine absolute Lieblingsbühne ist die Albert Hall, London. Als Solokünstlerin hatte ich noch nicht das Glück dort auftreten zu dürfen, aber ich habe ein paarmal vor vollem Haus bei Wohltätigkeitsveranstaltungen gesungen. Es ist ein unglaublicher Ort. Auf diese Bühne rauszugehen, war mit nichts vergleichbar, was ich jemals erlebt habe.

 

 

weird: Du machst eigentlich schon Musik seitdem du ein Kind bist. 2012 konntest du dann dein erstes Soloalbum veröffentlichen. Wie hat sich das angefühlt?

 

Heather Peace: Wirklich cool. Unglaublich, wirklich. Aber nervenaufreibend. Du investierst so viel von dir selbst darin ein Album zu machen und dann bringst du es da raus, öffentlich für die Massen, damit sie was immer sie wollen darüber sagen. Ich habe keine Ahnung, warum irgendjemand so etwas wollen sollte. Aber ich tat genau das. Und ich tue es wieder und ich bin sehr aufgeregt, was „The Thin Line“ betrifft.

 

 

weird: Die lesbische BBC Fernsehserie „Lip Service“ (2010-2012) ist immer noch sehr beliebt und hat noch immer viele Fans. Fast ein bisschen wie die vorausgegangene US-Serie „The L Word“. Wie guckst du zurück auf deine Rolle und das Serienende?

 

Heather Peace: Für mich ist es jetzt schon sehr lange Zeit her. Meine Dreharbeiten waren 2011 beendet. Seither habe ich so viel getan. Filmisch gesehen, waren es nur zwei Filmdrehs à 3 Monate. Es hat Menschen viel bedeutet und dafür bin ich dankbar und total begeistert, dass ich daran beteiligt gewesen bin. Die Serie wurde nicht verlängert, was kann ich sagen? Es war nicht meine Entscheidung und hatte nichts mit mir zu tun, aber zu der Zeit war es enttäuschend, und es fühlt sich für mich an, als hätte das Publikum nicht das Ende bekommen, das es verdient hätte. Aber es ist vorbei. Es ist toll, zu sehen, wie derzeit im Vereinigten Königreich (UK) so viele lesbische Charaktere in Serien, Filmen und Soap Operas auftauchen. Das ist, was wichtig ist. Schwule und Lesben im gesamten Fernsehen repräsentiert.

 

 

weird: In deiner letzten Serienrolle spieltest du erneut eine lesbische Rolle in der erfolgreichen Serie „Waterloo Road“. Die 10. und wie im April 2014 bekannt gegeben wurde letzte Staffel wird gerade gedreht und soll 2015 laufen. 2014 wurdest du für deine Rolle der Nikki Boston als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Und jetzt?

 

Heather Peace: Ich habe die Serie im September (2013. Anm. d. Red.) verlassen. In den letzten beiden Staffeln spiele ich nicht mit. Es tut mir leid zu hören, dass die Show ausläuft, aber sie hatte einen Wahnsinnslauf. Meine Freund_innen aus der Show werden andere fantastische Arbeit machen, das ist, was mich am meisten kümmert. Sie sind der wundervollste Cast und die wundervollste Crew an Menschen. Ich hatte eine tolle Zeit, aber für mich ist es eh vorbei, so dass ich mich auf das bevorstehende Album konzentrieren konnte.

 

 

weird: In Deutschland warten wir noch immer auf unsere erste eigene lesbische Serie online wie im Fernsehen. Aber wir haben Europas größtes Lesben-Indoor-Festival. Im Mai 2014 fand das L-Beach zum fünften Mal statt. Du warst 2011 dabei. Wie war’s?

 

Heather Peace: Ich wurde fantastisch von der Crew und den Besucherinnen des Festivals aufgenommen, nur leider was mich betraf, war ich mitten in meiner Tour und ziemlich krank geworden und meine Stimme ging dahin. Ich habe nicht das Gefühl, das L-Beach das Beste von mir hatte und ich würde es liebend gerne wiederholen. Diese Mal mit dem absolut Besten von mir!

 

 

weird: Du gehst mit deinem Album auf Großbritannien-Tour. Am 6.9.14 kommst du zurück aufs europäische Festland für einen exklusiven Auftritt beim spanischen Lesbenfestival Ella in Palma de Mallorca (4.-8.9.14). Sind weitere Termine außerhalb Großbritanniens geplant?

 

Heather Peace: Bislang nicht. Ich würde liebend gerne, aber als Independent-Künstlerin ist es wirklich schwierig die Arbeit in Eigenregie zu machen.

 

 

weird: Musik machen, Schauspielen – gibt es für dich eine persönliche Gewichtung?

 

Heather Peace: Die Musik ist momentan, dieses Jahr, mein Hauptfokus. Darum habe ich WR (Waterloo Road, die Fernsehserie, s. o., Anm. d. Red.) verlassen. Ich konnte beides nicht mehr gleichzeitig bewerkstelligen. Mein Schreiben hat wirklich von meinem Aufhören profitiert. Schreiben braucht Zeit und Raum, um zu atmen und sich zu entwickeln.

 

 

weird: Gibt es auch eine „thin line“, einen schmalen Grat, zwischen beidem?

 

Heather Peace: Ha, ja, das ist lustig.

 

 

weird: 2013 bist du eine Eingetragene Partnerschaft eingegangen. Seit Ende März 2014 ist die Ehe in England (und auch Wales) offen. Was geschieht mit denen, die jetzt offiziell in einer Eingetragenen Partnerschaft sind, so wie du es bist? Wie wird das gehandhabt?

 

Heather Peace: Stonewall (LGB-Organisation in Großbritannien, Anm. d. Red.) und die Regierung arbeiten gerade daran. Es sollte uns möglich sein bis Jahresende ein Ehe-„Upgrade“ zu bekommen. Ansonsten müssten wir unsere Eingetragene Partnerschaft auflösen lassen bevor wir heiraten könnten, was ja einfach nur dumm ist!

 

 

 

 

 

 

Interview: Christine Stonat (5/2014)

Fotos: Andrew Whitton

Ausgabe Nr. 80

Juni 2014

Die offen lesbische englische Schauspielerin und Musikerin Heather Peace wird am 16.6.14 39 Jahre alt. Eine Woche zuvor, am 9.6.14, erscheint ihr zweites Album „The Thin Line“ mit der Single „We Can Change“. In Deutschland ist das Album über ihre Website oder als Import erhältlich.

 

Im Oktober 2011 veröffentlichte Heather Peace ihre Live-DVD „Tour Documentary“ mit allen Folgen ihrer Tour-Webserie 2011 inklusive Bonus-, Livematerial und vielem mehr. Nach ihrem Akustikalbum „This Is Me“ (2010) erschien im Frühjahr 2012 ihr erstes offizielles Studioalbum „Fairytales“. Zur gleichen Zeit etwa lief die zweite und zugleich letzte Staffel der lesbischen BBC Three-Serie „Lip Service“ in der UK an. Hierin spielte Heather Peace die offen lesbische Rolle der Sergeant Sam Murray. Die bis heute sehr beliebte Serie handelte von einer Gruppe lesbischer Frauen in Glasgow. In der ersten Staffel der Show war Heather Peace noch das einzige offen lesbische Mitglied des Casts.

 

Heather Peace ist so beliebt, sie hat eine eigene Heather Peace-Community und einen Heather Peace-Kalender. 2013 stieg sie aus der erfolgreichen Serie „Waterloo Road“ aus, um sich auf ihre Musik zu konzentrieren. Für ihre lesbische Rolle als Nikki Boston erhielt sie 2014 eine Auszeichnung als Beste Schauspielerin. Heather Peace lebt seit 2013 in einer eingetragenen Partnerschaft mit Partnerin Ellie.

 

Über ihr neues einmal mehr selbstproduziertes Album „The Thin Line“, L-Beach, die Möglichkeit für sie seit März 2014 offiziell in England heiraten zu können, ihre letzten Serienrollen, ihre Gewichtung von Musik und Schauspielerei und mehr sprach Heather Peace mit weird im aktuellen Interview.

 

 

Online: www.heatherpeace.com

 

 

 

Heather Peace

„The Thin Line“

Out: 9.6.14

Single: „We Can Change“ (out 9.6.14)

 

 

Live:

6.9.14, Ella - International Lesbian Festival (4.-8.9.14), Palma de Mallorca, Spanien, www.ellafestival.com

Interview-Steckbrief

- in eigenen Worten -

 

 

Name: Heather Peace

Alter: 38

Beruf: Schauspielerin/Musikerin

Wohnort: Brighton

Meine weirdeste Eigenschaft: Ich bin unglaublich empfindlich, was die inneren Mechanismen des Körpers betrifft.

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