Das Stadtmagazin für lesbische Frauen in Bielefeld

 

 

 

 

Immer ein Erlebnis

 

 

Interview per E-Mail mit

Steffi List

 

 

 

 

 

 

 

weird: Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deinem 3. Platz bei SSDS…! Wie zufrieden bist du selbst damit?

 

Steffi: Vielen Dank. Ich bin sehr zufrieden damit, es überhaupt unter die letzten 4 Finalisten geschafft zu haben. Die Erfahrung, die ich bei TV total machen konnte, kann mir keiner mehr nehmen. Ich habe die Zeit in Köln sehr genossen.

 

 

weird: Besonders in deiner Heimat (Unter)Franken hat man deinen Erfolg gefeiert und dir viel Aufmerksamkeit geschenkt. Wie bekannt warst du dort schon vorher als Musikerin?

 

Steffi: Durch verschiedenen Coverband-Projekte bin ich seit Jahren in Unterfranken unterwegs und deshalb vielleicht nicht ganz unbekannt gewesen. Das ist allerdings kein Vergleich zu dem, was jetzt los ist!

 

 

weird: 2003 hast du schon mal bei einem Stefan Raab Casting teilgenommen. Hast du noch andere ausprobiert? Warum jetzt wieder Stefan Raab?

 

Steffi: Ja, 2003 war ich schon einmal bei Stefan Raabs Casting. An anderen habe und würde ich auch nicht teilnehmen. Bei Stefan ist es möglich, man selbst zu sein und auch zu bleiben. Er setzt eben auf Qualität, und das ist mir persönlich sehr wichtig. Wir 4 Finalisten wären in anderen Castings vielleicht nie so weit gekommen.

 

 

weird: Was hast du dir von der Teilnahme versprochen? Du hast mal gesagt, dass dein Ziel die Hauptbühne bei Rock am Ring sei …

 

Steffi: Versprochen habe ich mir davon erst mal gar nichts. Ich hab natürlich gehofft, so weit wie möglich zu kommen. Dank der vielen Anrufer hat das ja auch geklappt und ich war unter den besten 4. Die Center Stage bei Rock am Ring wäre natürlich der Hammer, wer weiß, vielleicht demnächst ...? (lacht) … und den Song für die Damen-Fußball-WM in Deutschland gibt es ja auch noch nicht …

 

 

weird: Glaubt man den Angaben auf deiner Homepage, dann hast du offenbar schon immer so drei bis zwanzig Musikprojekte nebeneinander laufen gehabt und damit ganz Franken berockt (lacht). Worauf wirst du dich jetzt konzentrieren, womit deine Karriere weiter vorantreiben? Wird es eine neue Band geben oder machst du unter dem Namen Blond mit deiner alten Band weiter …?

 

Steffi: Entschieden ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts, auch wenn ich schon einige neue Projekte im Kopf habe. Nachdem ich aber ja noch nicht genau weiß, wie es jetzt weitergeht, werde ich erst mal noch etwas abwarten. Auf jeden Fall habe ich vor, ein paar Unplugged-Konzerte in ganz Deutschland zu spielen, um mich bei den tatkräftigen Anrufern für ihre Unterstützung zu bedanken. Sobald es neue Projekte von mir gibt, steht das natürlich auf meiner Homepage.

 

 

weird: Gibt es Interesse oder gar ein konkretes Angebot seitens einer Plattenfirma?

 

Steffi: Ein konkretes Angebot liegt noch nicht vor. Mein Ziel ist natürlich schon ein Plattenvertrag, darauf arbeite ich jetzt hin. Dazu zählen im Moment z. B. auch die Downloads zu meinem Song „Break The Silence“.

 

 

weird: Jetzt wollen dich vor allem auch alle live sehen. Wie stellst du das an?

 

Steffi: Ich bin zwischendurch immer noch mit meinen verschiedenen Cover-Projekten unterwegs. Außerdem gibt es auch Anfragen für mein eigenes Projekt BLOND, die ich natürlich auch so oft wie möglich wahrnehmen möchte, wenn der Kalender das zulässt. Live aufzutreten ist für mich immer ein Erlebnis!

 

 

weird: Bei dir scheint sich alles um die Musik zu drehen. Wofür interessierst du dich außer für Musik sonst noch?

 

Steffi: Bei mir dreht sich wirklich fast alles um Musik. Außerdem gehe ich gern ins Kino, treffe mich mit Freunden – zum Essen, Spieleabend oder einfach nur zum Quatschen.

 

 

weird: Was hast du zwischen deinen SSDS…-Auftritten gemacht? War da Zeit für irgendwas anderes oder war die Zeit von TV total verplant?

 

Steffi: Seit Ende Oktober verbrachte ich jede Woche in Köln und war nur am Wochenende daheim, um Auftritte zu spielen. Viel Zeit für andere Sachen war da also kaum, deshalb war es mir besonders wichtig in meiner freien Zeit, Fankontakte zu pflegen oder auch mal auszuspannen.

 

 

weird: Wer oder was hat dir in der ganzen Zeit am besten gefallen?

 

Steffi: Alles! Ich habe es sehr genossen, mit den Heavy Tones (die begleitende Band bei SSDS… Anm. d. Red.) zusammenarbeiten zu dürfen, der Kontakt zu den anderen Teilnehmern war immer freundschaftlich und die TV total Redaktion hat sich in der ganzen Zeit super um uns gekümmert. Das werde ich schon sehr vermissen ...

 

 

weird: War’s mehr Spaß oder auch Arbeit?

 

Steffi: Mir hat das alles so wahnsinnigen Spaß gemacht, das war auf keinen Fall harte Arbeit. Wie gesagt, ich habe das alles sehr genossen und mich rundum wohl gefühlt. Die Aufnahmen im Studio waren zwar anstrengend, doch ich habe sehr viel dabei gelernt und an Erfahrung mitnehmen können.

 

 

weird: Du wohnst vermutlich recht ländlich. Was schätzt du daran?

 

Steffi: (Lacht) Ich wohne recht ländlich, das ist richtig. Am „Landleben“ schätze ich vor allem die Natur, die mir in einer großen Stadt fehlen würde. Ich habe einen Garten mit Blick auf die Felder, in den ich mich zurückziehen kann. Außerdem ist die Ruhe wirklich erholsam, um mal abschalten zu können.

 

 

weird: Hast du ein Traumland, eine Traumstadt, wo es dich irgendwann mal hinziehen könnte?

 

Steffi: Ein konkretes Traumland habe ich nicht, aber wenn, dann ein Land in dem es ganzjährig über 20 Grad hat!

 

 

weird: Was willst du dieses Jahr unbedingt tun?

 

Steffi: Ich werde natürlich versuchen an meiner Musikkarriere zu basteln, so viele Auftritte wie möglich zu spielen und meine eigene Platte zu veröffentlichen.

 

 

weird: Und was ist für dich absolutes „no go“?

 

Steffi: Sich für die Karriere zu verbiegen. Das Wichtigste ist doch, dass man sich selbst treu bleibt.

 

 

 

 

Interview: Christine Stonat (16./17.1.08)

Fotos: TV total

Seit der ersten Ausgabe war Steffi List und ihre Teilnahme bei dem Pro7 Gesangscontest „SSDSDSSWEMUGABRTLAD“ im Rahmen von Stefan Raabs Sendung TV total bei weird ein Thema (s. auch Ausgabe 1, 2 und 3). Die Show ging am 10.1.08 zu Ende. Steffi wurde Dritte. Ein Interview war jetzt eigentlich die logische Konsequenz!? Und sie hat sofort zugesagt.

 

 

 

Steffi online:

www.blond-music.de (Alt)

www.steffi-list.de (Neu)

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Ausgabe Nr. 4

Februar 2008

Seite 1

Interview-Steckbrief

    in eigenen Worten ...

 

Name: Steffi List

Alter: 32

Beruf: Musikerin

Wohnort: Schweinfurt

 

 

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