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In Berührung kommen

 

 

 

 

 

 

Interview

 

Lucy Spraggan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

weird: Am 27.1.17 erscheint dein neues drittes Album „I Hope You Don’t Mind Me Writing“. In Deutschland ist die CD offiziell ab dem 24. Februar 2017 erhältlich. Wie würdest du unseren Leser_innen bis dahin dein neues Album, die neuen Songs beschreiben?

 

Lucy Spraggan: Es ist ein sehr abwechslungsreiches Album – einige Songs sind super upbeat und handeln von den fröhlicheren Dingen im Leben and einige handeln von den nicht so glücklichen Dingen, die uns begegnen. Ich habe dieses Album ein bisschen als Dokumentation geschrieben, darüber, was in meinem Leben passiert, und hoffentlich wird es auch ein Echo bei anderen Menschen finden.

 

 

weird: Du hast gesagt, dass du sehr hart an deinem neuen Album gearbeitet hast. Wie lange hast du daran gearbeitet und warum war es für dich so wichtig daran besonders hart zu arbeiten?

 

Lucy Spraggan: Auf dem Album gibt es einen Song, den habe ich mit 15 angefangen zu schreiben und mit 24 beendet. Dazwischen war eine große Lücke und ich hatte den Song schon irgendwie vergessen, aber es war cool ihn wieder aufzugreifen und etwas aus der Vergangenheit zurückzuholen. Ich habe daran ein Jahr gearbeitet und ein bisschen an den restlichen Songs, zwei von ihnen habe ich erst kurz bevor das Album abgemischt wurde hinzugefügt … das ist ziemlich spät, um Songs hinzuzufügen, aber sie kamen mir einfach gerade in den Kopf!

 

 

weird: Dein Song „Dear You“ beschäftigt sich mit Mental Health Problemen. Du sagst selbst, dass Songs wie diese zu schreiben dir hilft mit deinen eigenen „Dämonen“ klarzukommen. Würdest du sagen, dass Musik so etwas wie eine Therapie für dich ist?

 

Lucy Spraggan: Das ist es definitiv. Die Musik hilft mir Gefühle auszudrücken, die ich sonst nicht abzubilden in der Lage wäre. Während meiner Auftritte kann ich sehr emotional werden, weil meine Songs für mich so viel bedeuten können. Ich denke, darum mag ich es, Alben mit fröhlichen und traurigen Songs in Balance zu halten; ich denke, das ist gut, um mit Emotionen, egal ob sie positiv sind oder nicht, in Berührung zu kommen.

 

 

weird: Du sagtest es schon. All die anderen Songs sind ebenfalls sehr persönlich, richtig!?

 

Lucy Spraggan: Das sind sie. Es gibt einen Song hierauf, der heißt „All That I’ve Loved (For Barbara)“. Barbara ist die Großmutter meiner Frau und hat Demenz. Ich schrieb den Song nachdem ich sie traf und die ganze Auswirkung der Krankheit sah. Das hat mich wirklich bewegt. Außerdem gibt es einen Song, der an meine zukünftigen Kinder adressiert ist. Das klingt alles etwas kitschig, aber ich hoffe, das ist es nicht!

 

 

weird: In dem Lied „Freddos Aren’t 10p“ lässt du die 1990er wieder aufleben. Verglichen mit heute. Du bist in den 90ern aufgewachsen. Denkst du, dass das nicht nur anders, sondern auch in gewisser Weise einfacher – was immer das auch bedeuten mag – war?

 

Lucy Spraggan: So viel einfacher. Wir hatten keine Handys, deshalb konnten wir tatsächlich, wenn wir das gerade brauchten, alleine sein. Wir hatten keine Angst vor all den Verbrechen und schlimmen Dingen, die uns so stark aufgedrängt werden. Ich denke, dass wir alle ein klein bisschen „freier“ waren, und ganz oft fühle ich mit den Teenagern heute, die mit so viel mehr zu kämpfen haben als mit der Pubertät und der Entscheidung, was sie anziehen sollen.

 

 

weird: Im März 2017 wirst du in Großbritannien auf Tour sein. Außerdem wirst du am 27.3.17 eine einzige Deutschlandshow in Berlin spielen. Bist du aufgeregt deswegen? Worauf freust du dich am meisten?

 

Lucy Spraggan: Ich kann es tatsächlich nicht erwarten. Ich war schon in Deutschland, aber niemals in Berlin und das stand auf meiner Liste schon immer ganz oben. Berlin ist die letzte Show auf der Tour, deshalb traue ich mich mal zu sagen, dass ich ausgehen werde, um das Bier vor Ort zu testen und die Gegend zu erkunden … Ich bin unglaublich aufgeregt. Ich hatte Deutsch in der Schule, also werde ich versuchen es aufzufrischen!

 

 

weird: Wie erstellst du die Setlists, also die Auswahl von Songs, die du bei einem Konzert spielen willst, für deine Tourneen? Beziehst du deine Fans mit ein?

 

Lucy Spraggan: Die Fans sind von Anfang an involviert. Ich mag die Möglichkeit, direkt von Beginn an mit jedem zu chatten und von jedem die Stimmung zu erfahren. Bei meinen Shows bin ich bekannt dafür, dass das Publikum viel singen muss und manchmal auch ein bisschen bellen wie ein Hund … Ihr werdet in Berlin sehen, was ich meine.

 

 

weird: Was denkst du, gefällt dir an Berlin?

 

Lucy Spraggan: Wie ich bereits sagte, war ich noch nie in Berlin, aber ich weiß, dass dort gigantisch viel Kunst und Geschichte für sich selbst spricht. Ich kann es nicht erwarten, dort zu sein und mehr über Berlin zu erfahren. Wenn jemand mein Tourguide sein möchte, ich wäre liebend gern dabei?!

 

 

weird: Welche Musik von queeren Musikerinnen* horst du selbst aktuell? Hast du für 2017 irgendwelche Favoritinnen*?

 

Lucy Spraggan: Ich höre vor allem Musik, der ich auf ganz normalem Wege begegne. Ich kann nicht sagen, dass ich schon jemals etwas gehört hätte, weil sich jemand als lesbisch oder bi identifiziert hätte. Ich liebe Sam Smith, aber ich kann jetzt auch nicht gerade behaupten, dass ich super auf dem Laufenden wäre, was die Top 40 des modernen Pops betrifft. Ich liebe die alten Sachen von Erin Mckeown und Carrie Curtis.

 

 

weird: 2016 hast du deine Frau geheiratet. Was hat sich seitdem deshalb für dich verändert?

 

Lucy Spraggan: Ich trage die ganze Zeit einen Ring! Davon abgesehen nicht so viel. Wir haben schon vorher lange Zeit zusammengelebt, deshalb hat sich als solches nichts verändert. Ich fühle mich sehr stolz eine Ehefrau zu sein und hoffentlich bin ich darin ganz gut.

 

 

weird: Wie erlebst du das Leben in England nach der Brexit-Wahl?

 

Lucy Spraggan: Ich bin sehr enttäuscht, dass meine Land gewählt hat aus der EU auszusteigen. Am Tag nach dem Referendum bin ich aufgewacht und mir war nach weinen zu Mute. Ich möchte Teil der Welt sein und sie mit jedem teilen, und für mein Empfinden ist es für uns ein kompletter Schritt zurück.

Ich hoffe, dass nicht-britische Menschen, die in diesem Land leben, bleiben und weiterhin so großartige Freundschaft, Kunst, Kochkunst und Kultur geben und dass alle in der Lage sind, so frei zu reisen wie wir es jetzt tun.

The EU is supported in my home.

 

 

weird: Abschließend, wie geht es Steve?(Steve ist LucySpraggans über alles geliebter Boston Terrier. Anm. d. Red.)

 

Lucy Spraggan: Ihm geht es großartig. Und er ist so süß wie immer.

 

 

 

 

 

 

 

Interview: Christine Stonat (1/2017)

Fotos: Pressefotos

Interview-Steckbrief

- in eigenen Worten -

 

 

Name: Lucy Spraggan

Alter: 25

Beruf: Musikerin

Wohnort: Manchester

Meine weirdeste Eigenschaft: eine Sommersprosse auf meiner Lippe!

 

Die lesbische englische Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin Lucy Spraggan (25) hat seit ihrer Teilnahme 2012 bei der Castingshow X Factor UK eine sehr große und treue Fancommunity. In Großbritannien ist jetzt am 27.1.17 ihr neues, drittes Singer/Songwriterin-Pop-Album „I Hope You Don‘t Mind Me Writing“ auf ihrem eigenen Label Ctrl Records erschienen. Das kann an entsprechenden Stellen auch bereits in Deutschland als mp3 runtergeladen werden. Die offizielle Veröffentlichung des Albums ist hierzulande am 24.2.17.

 

Lucy Spraggan lebt ganz offen lesbisch, privat, auf der Bühne, in ihren Songs und Videos und setzt sich nicht zuletzt durch ihre kontinuierlichen Auftritte bei Prides für LGBTIQ-Rechte ein. Im Juni 2016 heiratete Lucy Spraggan ihre Freundin Georgina Gordon. Die beiden leben gemeinsam mit Boston Terrier Steve in Manchester. Ab dem 1.3.17 ist Lucy Spraggan auf Tour durch Großbritannien. Am 27.3.17 spielt sie außerdem eine einziges Deutschlandkonzert in Berlin.

 

Im aktuellen weird-Interview erzählt Lucy Spraggan warum sie sich auf ihr allererstes Konzert in Berlin freut, wie es für sie ist verheiratet zu sein und natürlich von ihrem neuen Album „I Hope You Don‘t Mind Me Writing“, wie persönlich die Songs sind, warum es für sie wichtig ist eine Balance aus fröhlicheren und traurigeren Songs zu schaffen, wie emotional sie auf der Bühne werden kann, wie wichtig ihr der Kontakt zu ihren Fans ist … und warum sich noch Leute bei ihr melden können, die ihr als Tourguide im März Berlin zeigen möchten.

 

 

Online: www.lucyspraggan.com

 

 

Live:

27.3.17, Grüner Salon, Berlin

Einziges Deutschlandkonzert!

 

Lucy Spraggan

„I Hope You Don’t Mind Me Writing“ (Ctrl/Alive)

Out: 24.2.17

Single: „Modern Day Frankenstein“

Weiteres weird-Interview mit Lucy Spraggan s. Archiv Ausgabe Nr. 79 Mai 2014

 

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