Mosaik     Notizen aus der Damenwelt

 

 

 

 

 

Find A Girl, Get A Job

Beth Ditto & Gossip

 

Von vielen Medienmeldungen begleitet hat Gossip-Frontfrau Beth Ditto am 1.6.13 ihre Lebensgefährtin Kristin Ogata auf Hawaii geheiratet. Alle Gäste und das Brautpaar waren bei der Feier ganz in Weiß gekleidet. Mit 18 hatten sich die beiden kennen gelernt und wurden beste Freundinnen, vor drei Jahren schließlich ein Paar und beschlossen, wenn Beth Ditto 32 ist und Kristin Ogata 34, zu heiraten. Und so kam es nun. Jetzt da die Tour zu ihrem aktuellen Album „A Joyful Noise“ (Columbia, 2012, s. Archiv Ausgabe Nr. 55 Mai 2012 „Artefakt“) abgeschlossen war.

 

Nur wenige Tage vor der Hochzeit gaben Gossip Ende Mai 2013 noch ein Yahoo-Live-Konzert in Seattle. Videomitschnitte davon sind auf der Gossip-Website zu sehen. Ebenfalls auf der Gossips Website www.gossipyouth.com gibt es seit Juni 2013 den Song „Seems So Bad“ zum kostenlosen Download. Und Ende Juni wurde das neue Fanvideo zum Song „Get A Job“ fertig. Seit dem 25.6.13 ist es auf www.gossipyouth.com/de/videos zu sehen.

 

Ganz aktuell ist Beth Ditto außerdem in Blondies brandneuem tollen Elektro-Pop-Song „A Rose By Any Name“ zu hören. Darin heißt es u. a.: „If you‘re a boy or if you‘re girl, I love you just the same.“ Ein genaues Datum für das kommende Album von Debbie Harry und ihrer Kultband gibt es noch nicht, dafür aber den Albumtitel: „Ghosts Of Download“.

 

Ganz nebenbei fand Beth Ditto dann auch noch Zeit und gratulierte dem deutschen Lesbenmagazin „L-Mag“ zu deren 10-jährigen Jubiläum in der aktuellen Jubiläumsausgabe Juli/August 2013. Mehr dazu hat L-Mag-Chefin Manuela Kay weird erzählt im aktuellen Interview in dieser Ausgabe Nr. 69 Juli 2013.

 

Im November 2013 sind Gossip dann nach ihrer USA-Tour erneut in Deutschland, und zwar in Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart.

 

 

 

 

weird Folk Anarchie

Mary Ocher

 

Am 10.11.86 in Moskau geboren, wanderten ihre Eltern mit ihr im Alter von 4 Jahren nach Tel Aviv aus. Maria Ocheretianskay aka Mary Ocher ging hier, obwohl nicht religiös, auf eine jüdische Schule und studierte Film an der Kunsthochschule. Seit 2006 lebt die Musikerin, Künstlerin, Poetin, DIY-Anhängerin und DJane in Berlin. Am 14.6.13 erschien ihr zweites Album „Eden” (Indigo, s. diese aktuelle Ausgabe Nr. 69 Juli 2013 „Artefakt“) beim Hamburger Label Buback. Erste Single aus dem Album ist der Song „Baby Indiana“. Als weird Folk könnte ihre Sound bezeichnet werden. Folk, Elektronik, Indierock. Von opulent bis lo-fi. Sie will niemals gleich klingen. Und das gelingt ihr. Mary Ocher spielt selbst Gitarre und Piano, und wird auf Tour, sofern sie nicht solo auftritt von der Band Your Government musikalisch unterstützt. Zuletzt war sie in Deutschland und England auf Tour. Im Juli 2013 wird es noch mal zwei Termine in Deutschland geben: 12.7.13 - Karlsruhe, Kohi und 15.7.13 - Frankfurt am Main, Das Bett.

 

Mary Ocher begann in Berlin in kleinen alternativen Clubs und erspielte sich als Live-Musikerin einen Namen. Der kanadische Musiker, Produzent und Wahl-Berliner King Khan entdeckte Mary Ocher 2011 schließlich in einer Berliner Karaoke Bar. Es folgte ihr Debutalbum „War Songs“. Auch ihr kommendes zweites Album „Eden“ entstand zusammen mit King Khan. Mittlerweile gehört Mary Ocher zur festen Größe in der Musik- und Kunstszene und tourt durch ganz Europa. Sie tourte mit Autorin Sibylle Berg zu deren Roman „Vielen Dank für das Leben“ und ist Mitfrau im internationalen Kunstkollektiv Autodidakt. Mary Ochers alternatives politisches Engagement ist feministisch und auch queer. Ihr Handgelenkt ziert ein „A“-Tattoo, das für Anarchie steht. Handelte ihr Debutalbum noch von Nationalismus, beschäftigt sie sich auf ihrem zweiten Album vorwiegend mit dem Thema Religion. Die Songs hierzu sind zum Teil noch aus ihrer Teenagerzeit. Check auch www.maryocher.com.

 

 

 

 

Coming-out

Charice Pembengco

 

Die Philippinin Charice Pembengco sang erfolgreich auf YouTube, als sie 2007 im Alter von 15 Jahren von der offen lesbischen Moderatorin und Komikerin Ellen DeGeneres in ihre Show in die USA geholt wurde. Sie wurde von US-Moderatorin Oprah Winfrey als größtes Gesangtalent der Welt bezeichnet und veröffentlichte 2010 ihr erstes international erfolgreiches Album „Charice“, mit dem sie als erste asiatische Künstler_in in der Geschichte in den Top 10 der US-Billboard-Charts landete. Sie war Jurorin bei X-Factor Philippinen und hatte 2010-2011 als Sunshine Corazon eine Gastrolle in der US-High-Schoo-Musical-Serie „Glee“.

 

Ihr öffentliches Coming-out hatte Charice Pembengco Anfang Juni 2013 in einem Interview im philippinischen Fernsehen. Moderator Boy Abunda hatte ihr die direkte Frage gestellt, ob sie lesbisch sei. „Ja, ich bin lesbisch“, hatte sie in einer bewegenden Antwort gesagt, wohl wissend, dass ihr Coming-out nicht nur in ihrer Heimat, sondern weltweit viel diskutiert werden würde. „Denen, die mich akzeptieren können, danke ich vielmals. Wir sind alle gleich, egal ob lesbisch, schwul oder hetero … Ich bin stolz darauf wer ich bin. An die Fans, die ich nun enttäuscht haben könnte: … Ihr wisst ich meine es ernst. Es tut mir von Herzen leid.“

 

Zuvor gab es bereits Spekulationen, als die 21-Jährige schon im letzten Jahr ihre langen Haare kurz schneiden ließ und auch ihren Kleidungsstil änderte. Außerdem wurde sie händchenhaltend mit einer Frau gesehen. Diese war Alyssa Quijano, ihre Partnerin. Alyssa Quijano ist ebenfalls Musikerin und spielt in der Band AKA Jam.

 

 

 

 

Vom Riot Grrrl zur erwachsenen Frau

Kaia Wilson

 

Die offen lesbische US-Musikerin Kaia Wilson ist ehemaliges Mitglieder der Frauenband Team Dresch. Die war ein wichtiger Bestandteil der feministischen, queeren US-Riot-Grrrl-Bewegung der 1990er und veröffentlichte 1994 und 1995 zwei Alben veröffentlichte. Kaia Wilson und Melissa York verließen danach die Band und gründeten The Butchies, die von 1998 bis 2004 vier Alben veröffentlichten. 1996 erschien zudem nicht nur Kaias erstes Soloalbum „Finally A Dyke Album For The Whole Family“, das auf dem Label Chainsaw Records von Donna Dresch erschien, 1996 gründete sie auch gemeinsam mit Tammy Rae Carland ihr eigenes Label Mr. Lady Records gegründet, auf dem u. a. auch die Riot Grrrl-Kultband Le Tigre veröffentlichte.

 

Donna Dresch, Jody Bleyle und die frühere Drummerin Marci Martinez sowie Neuzugang Amanda Kelly machten bis 1998 als Team Dresch weiter. 2004 gab es dann eine Reunion mit Kaia Wilson und Melissa York für bis heute immer wieder gemeinsame, wenn auch seltene Auftritte von Team Dresch bei Lady Festen etc. Ein Comeback der Band mit neuem Album will Kaia Wilson jedoch nicht ausschließen. „Ich könnte vielleicht in der Lage sein, meine alte Band, die Team Dresch Leute, zu überzeugen, mit mir gemeinsam mein nächstes Projekt zu machen“, so Kaia Wilson in einem Interview 2012. „Wir sind alle hier in Portland. Das wäre großartig. Und warum nicht? Es hätte einige Soundelemente, die ähnlich wären, wie wir‘s in den 90ern gemacht haben, aber es wäre ganz offensichtlich total anders, denn jetzt sind wir alt. Wir sind jetzt alle erwachsene Frauen.“ 2012 erschien Kaia Wilsons fünftes Soloalbum „Two Adult Women In Love“ (Jealous Butcher Rec.), in Deutschland u. a. über Amazon als Import zu bestellen.

 

Kaia Wilson ist Vollblutmusikerin, macht und schreibt immer neue Musik. Ihren ersten Song schrieb sie mit 9. Nebenbei verbindet Kaia Wilson eine lange Freundschaft mit Amy Ray von den legendären Indigo Girls. „Ich war schon immer ein großer Fan“, so Kaia Wilson in einem weiteren Interview. Und Amy Ray, die mit Daemon Records ebenfalls ihr eigenes Label hatte und bis heute hat, war ein großer Fan von Team Dresch. Kaia Wilson spielt bis heute in der Band von Amy Ray bei ihren Soloauftritten Gitarre.

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Prädikat besonders weird: Die russische Musikerin und Künstlerin Mary Ocher aus Tel Aviv, seit 2006 in Berlin, veröffentlichte am 14.6.13 ihr zweites Album „Eden“ (Indigo).

 

 

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Frontfrau von Gossip und Ikone einer ganzen queeren Community: Beth Ditto (Mitte). Seit Ende Juni 2013 gibt es den brandneuen Song „A Rose By Any Name“ von Blondie feat. Beth Ditto. Im November 2013 ist sie mit Gossip dann einmal mehr live in Deutschland.

 

 

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Offen lesbisch: Im Juni 2013 outetet sich der philippinische Superstar, Sängerin Charice Pembengco in einem Fernseh-Interview öffentlich als lesbisch.

 

 

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Eine Ikone der lesbischen Musikgeschichte: US-Musikerin Kaia Wilson (Team Dresch, The Butchies) mit ihrem aktuellen fünften Soloalbum „Two Adult Women In Love“.

 

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