Mosaik     Notizen aus der Damenwelt

 

 

 

 

 

The Runaways

Joan Jett bringt Film in die Kinos

 

Joan Jett, Cherie Currie, Lita Ford, Sandy West und Jackie Fox waren die erste erfolgreiche All-Girl-Rock-Band der Musikgeschichte. Als The Runaways begann ihre Karriere 1975 schnell und heftig. In rockigen Outfits mischten die Teenager fortan vier Jahre lang international die Punk- und Rockszene auf. Nach Auflösung der Band 1980 war vor allem die queere Sängerin und Gitarristin Joan Jett (Foto) mit ihrer eigenen Band Joan Jett & The Blackhearts sehr erfolgreich. Ihr wohl größter Hit: „I Love Rock‘n‘Roll“. Joan Jett, 1975 war sie 16, 17, war für den Großteil des Songwritings der Runaways verantwortlich. U. a. schrieb sie den Hit „Cherry Bomb“. Der wurde nun neu aufgelegt, und zwar für den Soundtrack zum Film über die Geschichte der legendären US-Girlband. Die Hauptrollen von Joan Jett und Cherie Currie spielen Kristen Stewart und Dakota Fanning. Joan Jett und Cherie Currie hatten ein lesbisches Verhältnis, was auch im Film u. a. mit einer Kussszene thematisiert wird. Um die Runaways herum habe es aber nicht so einen verrückten Riesenhype gegeben, wie heute z. B. bei Lady GaGa, so Joan Jett bei der Filmpremiere im März 2010 zum People Magazine. Damals habe es diese Art Presserummel und „24-Studen-Medien-Welt“ nicht gegeben. Dafür wird der Film „The Runaways“ (www.runawaysmovie.com) nun von um so mehr Medienrummel begleitet. Der Film wurde von Joan Jett produziert und entstand in enger Zusammenarbeit auch mit Cherie Currie. Regie führte Floria Sigismondi. Am 19. März wurde der Film in den USA offiziell veröffentlicht. 2010 soll er auch in die deutschen Kinos kommen. Prädikat besonders weird!

 

 

 

 

Top lesbisch

Kelly McGillis‘ spätes Coming-out

 

Als ungeoutete Colonel Gillian Davis hatte sie eine Gastrolle in zwei Folgen der lesbischen Serie „The L Word“. Berühmt wurde die US-Schauspielerin Mitte der 1980er Jahre. 1985 agierte sie an der Seite von Harrison Ford in „Der einzige Zeuge“. 1986 lagen ihr weltweit die Männer zu Füßen als sie an der Seite von Tom Cruise die weibliche Hauptrolle in „Top Gun“ spielte. Im Frühjahr 2009 outete sich Kelly McGillis öffentlich als lesbisch. Zu ihrem Coming-out sagte sie der lesbischen US-Website shewired.com vor einem Jahr: „Ich denke, das war ein Prozess, der angefangen hat, als ich so zwölf Jahre alt war. Es war ein langer, harter Weg für mich. Mir sind viele Dinge passiert – und ich war davon überzeugt, dass Gott mich bestrafen wollte, weil ich lesbisch bin.“ McGillis wurde 1982 auf ihrem Nachhauseweg brutal vergewaltigt. Sie war zweimal verheiratet mit Kindern. „Das Leben ist eine wilde Reise und es geht darin darum, sich mit Veränderungen zurechtzufinden und sich damit abzufinden, wer und was man ist – und sich trotzdem selbst zu lieben.“ 2010 gibt es wieder Neues von ihr. Dazu gehören der Horrorfilm „Stake Land“ sowie die Brustkrebsdokumentation „1 a Minute“ von Namrata Singh Gujral. In „1 a Minute“ was soviel heißt wie „Eine pro Minute“ ist Kelly McGillis Sprecherin des Films. Die Doku soll 2010 in die Kinos kommen. Dokumentiert werden Schicksale von prominenten Frauen wie Musikerin Melissa Etheridge (Neues Album s. diese Archiv Ausgabe Nr. 30 April 2010) und Olivia Newton-John, die den Brustkrebs überlebt haben. Mit dabei u. a. auch die an Brustkrebs erkrankte Schauspielerin Lisa Ray, bekannt durch ihre lesbischen Rollen in „Die verborgene Welt“ und „I Can‘t Think Straight“ (Mehr s. Archiv Ausgabe Nr. 24 Oktober 2009).

 

 

 

Crying For Miss Rain

Paula Patton als lesbische Lehrerin

 

Hart aber kostbar, das ist die Geschichte, die der zweifach Oscar prämierte Film „Precious - Das Leben ist kostbar“ erzählt (Kinostart: 25.3.10 Mehr s. diese Archiv Ausgabe Nr. 30 April 2010). Eine der Neben- und dennoch Schlüsselfiguren im Film um das Leben der Außenseiterin „Precious“ ist die einfühlsame, anbetungswürdige lesbische Lehrerin Miss Rain gespielt von Paula Patton. Seit gut fünf Jahren zählt die sympathische 34-jährige US-Amerikanerin zu den schönsten Gesichtern Hollywoods. Ihren Durchbruch hatte sie 2005 mit dem Film „Hitch - Der Date Doktor“. 2005 heiratet sie auch Musiker Robin Thicke. Von ihm erwartet sie im Mai 2010 ihr erstes Kind, es soll ein Junge werden. Bei den Oscar-Feierlichkeiten im März 2010 präsentierte Paula Patton stolz ihren 7-Monats-Baby-Bauch in einem roten engen Kleid. Wenn sie für einige Zeit in ihre Mutterrolle schlüpft, sehen wir Paula Patton demnächst schon wieder im Kino. Die Sportromanze „Just Right“ u. a. gemeinsam mit Pam Grier („The L Word“, „Jackie Brown“) und der als, wenn auch nicht offen, lesbisch geltenden Schauspielerin und Musikerin Queen Latifah wartet noch auf die Leinwand (Kinostart USA: Mai 2010). Queen Latifah und Paula Patton sind übrigens befreundet. Erst im März 2010 schmiss Queen Latifah eine Babyparty für Paula.

 

 

 

TV-Blues in Rosé

Sylvia Knelles verfilmt Lesbenroman „Clara“

 

Der nur 92 Seiten starke Lesbenroman „Clara - Blues in Rosé“ erschien 1991 im eigenen Mysterious Women Verlag der Autorin Sylvia Knelles. Jetzt will die 50-jährige Hamburgerin die bei vielen Lesben bekannte wie beliebte Geschichte als Fernsehfilm herausbringen. Mit „Seelenmörder“ transformierte Sylvia Knelles bereits einen Krimi ins Fernsehformat. „Clara“ ist somit ihr zweites Drehbuch für die Mattscheibe. Die Drehbuchfassung des Romans hat sie dabei erweitert. So kamen Tanzszenen hinzu und zwei der Protagonistinnen Dani und Anna dürfen sich auf dem CSD austoben und in die Lesbenszene abtauchen. Und auch die älteren Protagonistinnen Sophie und Clara bekommen ihre Liebesszene. Und wenn‘s nach ihr ginge, dann hätte sie gerne prominente Lesben wie Hella von Sinnen, Ulrike Folkerts oder Maren Kroymann für eine der „älteren“ Rollen. Noch geht es aber um die Planung und Umsetzung des Projektes. Interessent_innen aller Seiten können sich über die Website www.blues-in-rose.de informieren und das Projekt unterstützen. Sylvia Knelles hat in ihrem Verlag bereits viele weitere eigene Bücher veröffentlicht. Ihr letzter Roman „Lena au Chômage“ erschien im November 2009. Knelles schreibt aber nicht nur (lesbische) Romane, sondern auch vielfältige (Enthüllungs-)Reportagen, Ratgeber und Reisebücher. Die Autorin ist begeisterte Motorradfahrerin und gibt Seminare u. a. zum Thema Schulden oder der „Suche nach der verfluchten Mitte“.

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weird

Ausgabe Nr. 30

April 2010

Umwerfend: Paula Patton als lesbische Lehrerin Miss Rain in dem 2010 Oscar prämierten US-Film „Precious - Das Lesben ist kostbar“, der am 25.3.10 in den deutschen Kinos anlief (s. auch diese Archiv Ausgabe Nr. 30 April 2010).

 

„Precious“ featured auf dem YouTube Kanal von weird s. Playlist „4/2010 Artefakt“

Joan Jett geht zurück zu ihren Anfängen: In ihrem Film „The Runaways“ wird die offen lesbische US-Rockikone von Kristen Stewart gespielt wie sie in den 1970ern mit der Girlband The Runaways internationale Erfolge feiert … und erste lesbische Erfahrungen sammelt. Einfach Hammer, die Frau!

 

„Cherry Bomb“ aus „The Runaways“ featured auf dem YouTube Kanal von weird s. Playlist „4/2010 Artefakt“

Lebt seit 2009 offen lesbisch: US-Schauspielerin Kelly McGillis, die 1986 an der Seite von Tom Cruise in dem Film „Top Gun“ berühmt wurde und zuletzt u. a. auch eine Rolle in der lesbischen Serie „The L Word“ hatte.

 

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