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Das Stadtmagazin für lesbische Frauen in Bielefeld |

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Mosaik Notizen aus der Damenwelt
Erste Sahne Peaches im Dezember mit zwei Konzerten
Peaches gibt am 15.12. (Stollwerck, Köln) und am 16.12.09 (Columbiahalle, Berlin) mal wieder zwei ausgesuchte Konzerte in ihrer Wahl-Heimat Deutschland. Derzeit soll die Kanadierin, so hieß es, für einige Zeit in den USA weilen. Peaches ist die absolute Ikone für junge Lesben, Grrls und Queers. Die Musikerin Peaches hat mit ihrer abgefahrenen Electroclash-Musik nicht nur die Musikszene, sondern auch einen Teil der dritten Welle des Feminismus stark geprägt. Peaches, die überwiegend in Berlin lebt und arbeitet, ist megacool, total weird und rotz der Öffentlichkeit sich und ihre Ansicht der Dinge mitten ins Gesicht. Mit ihren betont sexualisierten Texten und Auftritten, in den sie u. a. halbnackt auf überdimensionalen Penissen reitet, setzt sie gleichermaßen auf Provokation, Unterhaltung und Spaß. Sie hat ihre radikale Form gefunden, sich gegen Diskriminierung von Frauen, Homosexuellen etc. in der Musik und in der Gesellschaft einzusetzen. Sie selbst bezeichnet sich eher als „multisexuell“. „Meine sexuelle Begierde ist nicht nur auf Männer und Frauen gerichtet, ich selbst fühle mich auch je nach Laune mal männlich und mal weiblich“, sagte die Kanadierin 2004 in einem Interview. Damals zu Zeiten als sie, und das hatte es so in der heutigen Musik noch nicht gegeben, Bart und Körperbehaarung an sich demonstrativ zur Schau stellte, zum Zeichen ihrer sexuellen Befreiung. Es sei ihr wichtig, zu zeigen, dass sie sich auf dem Höhepunkt ihrer sexuellen Kraft befinde, betonte sie. Ihr anfängliche sexuelle Unsicherheit habe sie u. a. auch durch ihre Musik überwinden können. Heute, fünf Jahre später, präsentiert sich Peaches mit ihrem aktuellen Album „I Feel Cream“ mit dem Singlehit „Talk To Me“, das im Mai 2009 erschien (s. auch Archiv Ausgabe Nr. 19 Mai 2009), nicht minder rebellisch und doch als Persönlichkeit und musikalisch gereift. Am 11. November 2009 wurde Peaches 41 Jahre alt. Optisch hat sie ihre Wuschelmähne gegen eine coole Frisur im Stil der 80er getauscht. Ihr Bart hingegen ist noch lange nicht ab!
In neuer Lesbenrolle Elizabeth Keener in Lesbenwebserie „Venice“
Serienstar Elizabeth Keener spielte die Lesbe Dawn Denbo in der fünften Staffel der lesbischen US-Kultserie „The L Word“. Ab dem 4.12.09 wird sie nun in der neuen Internetlesbenserie „Venice“ zu sehen sein (s. auch Regelmäßige Termine). Auf www.venicetheseries.com gibt es dann künftig mehrere Staffeln pro Jahr von und mit Crystal Chappell in der Hauptrolle. Natürlich nur im Original, also auf Englisch. Also, alle, schon mal, wenn nötig, das Englisch wieder auffrischen, die „Hochglanz“-Serie hat bestimmt einiges zu bieten. Übrigens auch für die Jungs … Elizabeth Keener ist die jüngere Schwester von Schauspielerin Catherine Keener (im Dezember mit „Der Solist“ im Kino s. diese Archiv Ausgabe Nr. 26 Dezember 2009 „Artefakt“). Nicht nur Catherine auch Elizabeth, beide haben in ihrer Karriere immer wieder lesbische Rollen gespielt. Elizabeth u. a. in „The L Word“, in der Serie „Felicity“, der Lesbenwebserie „3 Way“ (s. auch Regelmäßige Termine) oder in dem Kurzfilm „Getting To Know You“. Und ihre lesbischen Fans lieben sie dafür. Für sie sei allerdings ein guter Charakter und gute Arbeit wichtig. Ob es nun ein lesbischer oder heterosexueller Charakter ist, sei ihr da nicht wichtig, so Elizabeth Keener gegenüber einer L Word-Fansite. Mit allen Mädels vom L Word-Set sei sie übrigens gut befreundet. Leisha Hailey (Alice) (weird-Interview s. Archiv Ausgabe Nr. 23 September 2009) und auch Katherine „Kate“ Moennig (Shane) kannte sie bereits vorher.
Diesmal keine lesbische Rolle Evan Rachel Wood im neuen Woody Allen Film
Ob in der Serie „Once And Again/Noch mal mit Gefühl“ an der Seite von Mischa Barton oder an der Seite von Nikki Ried in dem Film „Thirteen/Dreizehn“, der ihr 2003 den endgültigen Durchbruch in Hollywood brachte - auch Schauspielerin Evan Rachel Wood spielt gut und gerne lesbische Rollen. Zuletzt überzeugte die erst 22-jährige US-Amerikanerin, die schon seit über zehn Jahren erfolgreich vor der Kamera steht, in dem bemerkenswerten Film „The Wrestler“ (2009, Foto) als lesbische Tochter von Protagonist Mickey Rourke. Evan Rachel Wood ist die Ex-Freundin von Marilyn Manson. Ihr widmete der Musiker den Song „Heart Shaped Glasses“. Wood gibt dennoch gerne zu, dass es ihr Spaß macht Frauen zu küssen. Ihr Mutter jubelte bereits. Sie wollte in ihrer Tochter gerne die nächste Jodie Foster sehen. Allenfalls schauspielerisch, denn: „Ich bin nicht lesbisch“, sagte Wood zum Film „The Wrestler“ in einem Interview. „Ich würde auch nicht soweit gehen zu sagen, dass ich bisexuell bin. Ich schlafe nicht mit Frauen. Aber ich schätze Frauen definitiv sehr und es gab Zeiten, in denen ich mich von einer Frau angezogen fühlte.“ Jetzt kommt der neueste Film der jungen Akteurin in die deutschen Kinos. Altmeister Woody Allen hat sie für seine neueste Komödie „Whatever Works“ engagiert (s. auch diese Archiv Ausgabe Nr. 26 Dezember 2009 „Artefakt“). Hierin spielt sie die junge Liebe eines alten und gescheiterten Physikprofessors. Am 3.12.09 ist Kinostart.
Posthume Ehre Laura Nyro für Hall Of Fame nominiert
Ihr Song „Emmie“ war das erste lesbische Liebeslied in der Popgeschichte. Der Song erschien 1968 auf ihrem zweiten Album „Eli And The Thirteenth Confession“. Die lesbische US-Jazz/Pop-Sängerin, Pianistin und Komponistin schrieb den Song schon Jahre früher für ihre Freundin Maria Desiderio. Damals waren beide erst 13 und 18 Jahre alt und mussten ihre Liebe daher nicht hauptsächlich weil sie lesbisch waren geheim halten. Und auch ihren späteren Song „Desiree“ widmete sie ihrer geliebten Lebensgefährtin. Nyro und Desiderio waren bis an ihr Lebensende zusammen. Sie starben beide nur einige Jahre nacheinander an Krebs. Laura Nyro, gestorben 1997, wäre am 18.10.09 62 Jahre alt geworden. Ihr letztes Album „Angel In The Dark“ erschien 2001, aufgenommen 1993/94. Jetzt 12 Jahre nach ihrem Tod, könnte Laura Nyro noch einmal eine große musikalische Ehre zuteil werden. Nyro galt nicht nur als ausgezeichnete Musikerin, sondern auch als eine der ersten Frauen im Jazz, die von der Komposition bis zum Arrangement alle Aufgaben von der Songwriterin bis zur Interpretin selbst übernahm und sich dadurch eine bis dahin unbekannte Unabhängigkeit schaffte. Ende September 2009 wurde die lesbische Musikerin zusammen mit 12 weiteren Rocklegenden von den Red Hot Chili Peppers bis ABBA in den USA für die legendäre Rock ‘n‘ Roll Hall Of Fame nominiert. Fünf GewinnerInnen werden von einer Expertenjury ausgewählt und am 15.3.2010 in New York bekannt gegeben.
MTV Music Award & Tour Matt & Kim
Das Zeug zum Lesbenidol hat auch Kim Schifino (Foto, links). Auch wenn sie nicht lesbisch ist. Die sexy Schlagzeugerin und ihr Lebensgefährte, Sänger und Keyboarder Matt Johnson (Foto, rechts), bilden das Indiepop-Duo Matt & Kim. Die beiden jungen MusikerInnen kommen aus Brooklyn. 2009 veröffentlichten sie nach ihrem selbstbetitelten Debut 2006 ihr aktuelles Album „Grand“ (Soulfood/Nettwerk). Ein Feuerwerk an fast britisch anmutendem Indiepop, der Mut zur Provokation und ihr charismatisches, lässiges Auftreten machen die beiden zum absoluten Geheimtipp - in Deutschland. In den USA, sind besonders die jungen Fans, längst verrückt nach ihnen. Für das Video zu ihrer Single „Lessons Learned“, in der sie sich mitten auf dem New York Times Square entblößten (Foto), erhielten sie im September 2009 den MTV Music Award als Breakthrough Video des Jahres. Ihre neue Single „Daylight“, erschien bei uns im Oktober ‘09. Der Song läuft nicht nur in der US-Bacardi Mojito-Werbung, sondern auch als De La Soul-Remix beim Computerspiel „NBA Live 2010“ und so weiter und so fort. Im Dezember sind Matt & Kim für fünf Konzerte in Deutschland u. a. am 5.12.09 in der Live Music Hall in Köln.
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Ausgabe Nr. 26 Dezember 2009 |
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Im Dezember 2009 in Deutschland auf Tour: Das Indie-Duo Matt & Kim aus Brooklyn. |
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Schrieb das erste lesbische Liebeslied der Popgeschichte: die lesbische Jazzmusikerin Laura Nyro (1947-1997). Jetzt, 12 Jahre nach ihrem Tod, wurde sie für die Aufnahme in die Rock ‘n‘ Roll Hall Of Fame 2010 nominiert. |
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22 Jahre und ein Star: Schauspielerin Evan Rachel Wood spielt immer wieder auch lesbische Rollen, zuletzt in dem Film „The Wrestler“ (2009, Foto). U. a. holte sich Altmeister Woody Allen jetzt die junge Schöne für seinen aktuellen Film „Whatever Works“, der am 3.12.09 in die Kinos kommt. |


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Und ewig lockt die Lesbenrolle: US-Schauspielerin Elizabeth Keener („The L Word“) diesmal in der neuen lesbische US-Internetserie „Venice“. Ab 4.12.09 auf www.venicetheseries.com |
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Die Pop-Ikone Peaches spielt im Dezember zwei Konzerte: 15.12.09 Köln, 16.12.09 Berlin. |
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