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Das Stadtmagazin für lesbische Frauen in Bielefeld |

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Mosaik Notizen aus der Damenwelt
Großes Kino Mirja Boes in Bielefeld
Es war, man möchte fast sagen, ein unvergesslicher Abend. Am 24.11.07 gastierte Comedian Mirja Boes in Bielefeld. Und das mit 220 Gästen restlos ausverkaufte Zweischlingen war hin und weg. Auf der kleinen Bühne war Mirja Boes, die man sonst nur aus dem Fernsehen („Die dreisten Drei“, „Angie“ etc.) kennt, an diesem Abend ganz nah am Publikum. Und das machte beiden Seiten sichtlich Spaß. Gewohnt frech und noch ein bisschen natürlicher als bei ihren Fernsehauftritten plauderte sie munter vor allem aus Pubertätszeiten, sang Menstruationsdemonstrationslieder und spielte dazu auf ihrer coolen rosafarbenen Hello Kitty-E-Gitarre oder am Keyboard. Beim Musik machen könne man sich so richtig abreagieren, so Boes in ihrem mehr als zweistündigen Stand-up-Programm „Morgen mach ich Schluss! Wahrscheinlich ...“ So gut könne sie das sonst nur beim Auto fahren, erklärte sie: „Beim Auto fahren kommt meine männliche Seite durch. Wenn ich ins Auto steige, gebe ich meine Brüste ab.“ Die freundliche Option nach der Show, sich vor dem „weird-Mikrofon“ outen zu dürfen, lehnte eine überaus sympathische Mirja Boes jedoch ebenso freundlich ab: „Damit kann ich leider nicht dienen“, sagte sie und lachte und bewies, dass sie nicht nur Spaß macht, sondern auch Spaß versteht. (Text + Foto: Christine Stonat)
Jetzt ist es raus TV-Moderatorin Anne Will öffentlich out
Na, da mussten wir ja gar nicht lange warten. Aber dass es so schnell gehen würde, hatte auch keiner zu hoffen gewagt (s. auch „Mosaik“ Ausgabe Nr. 1). Die direkte Frage eines „Bild am Sonntag“-Vertreters, ob die 41-jährige Journalistin und Deutschlands ehemals jüngste Professorin Miriam Meckel liiert seien, beantwortete Anne Will am 17.11.07 nun mit einem klar und deutlichen „Ja, wir sind ein Paar.“ Und als hätte sie „Ich bin ein Berliner“ gesagt, hat ihr Ausspruch ein solchen Zuspruch seitens der Presse erhalten, dass er das Potenzial hat, zum geflügelten Wort oder gleich zum Wort des Jahres 2007 zu werden. Will und Meckel sind nach eigenen Angaben seit fünf Jahren ein Paar. Die beiden waren gemeinsam zu einer Ehrung u. a. Helmut Kohls ins Jüdische Museum in Berlin gekommen. Die 40-jährige Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel galt bereits öffentlich als lesbisch. Sie ist heute Direktorin des Institutes für Medien und Kommunikation in St. Gallen und Moderatorin bei n-tv. Anne Will hat ihre eigene Talkshow in der ARD. Immer wieder sah man die beiden in den letzten Jahren zusammen. 2004 schon „outete“ sich Meckel als Tagesthemen-Fan. Damals moderierte Anne Will. Eine lesbische Beziehung hatte Anne Will aber immer bestritten. Jetzt ist es endlich raus. Und das ist gut so. (Foto: Michael von Aichberger/GNU)
Ulrike Folkerts Courage-Preis 2007
Ende September bekam Schauspielerin Ulrike Folkerts den Courage-Preis 2007 vom Bad Iburger Komitee Courage verliehen. Die 5000 Euro Preisgeld stiftete sie einem Schulprojekt im afrikanischen Burundi. Nicht nur Folkerts Engagement für den Verein „burundikids“, auch ihr Einsatz für ein Verbot von Landminen aller Art und ihre Hilfe für Kinder mit Down-Syndrom wurden gewürdigt. „Sie nimmt Herausforderungen an und macht durch ihre Arbeit deutlich, dass Menschen die Verantwortung haben etwas zu ändern, anstatt sich ihrem Schicksal zu ergeben. Ihr Engagement besticht durch Ausdauer und einen langen Atem“, hieß es in der Laudatio. Bereits im Juni dieses Jahres hatte die 46-Jährige das Bundesverdienstkreuz für ihr soziales Engagement erhalten und zwar direkt aus den Händen des Bundespräsidenten Horst Köhler persönlich, was nicht unbedingt üblich ist. Der Courage-Preis wurde in diesem Jahr zum zwölften Mal in Folge verliehen. Zu den Preisträgern gehörten u. a. schon Hans-Dietrich Genscher und Sabine Christiansen. (Foto: SWR)
Neuer Tatort mit Maren Kroymann Angelina Maccarone dreht wieder für den NDR
Bis Mitte November liefen in Hannover und Umgebung die Dreharbeiten zu einem neuen Tatort. Regisseurin war Angelina Maccarone, die u. a. mit Lesbenfilmen wie „Kommt Mausi raus?“, „Fremde Haut“ oder ihrem aktuellen Film „Vivere“ bekannt wurde. Sie führte nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch. Im neuen NDR-Tatort spielt Maria Furtwängler die Kommissarin Charlotte Lindholm. Der Tatort mit dem Arbeitstitel „Erntedank“ soll in der ersten Hälfte des Jahres 2008 in der ARD ausgestrahlt werden. Außerdem in dem Tatort zu sehen, Schauspielerin Maren Kroymann als Andrea Klose-Sander. Kroymann, die mit ihrer Lebensgefährtin zusammen in Berlin lebt, spielte bereits in Maccarones Drama „Verfolgt“. Die beiden arbeiten aber nicht nur für Film und Fernsehen, die beiden sind auch gute Musikerinnen. Maccarones erster Tatort „Wem Ehre gebührt“, ebenfalls mit Maria Furtwängler, wird am 26.12. um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt. (Foto: MMM Film)
Adoption perfekt Madonnas Mission Malawi
Im Gucci-Store in der New Yorker 5th Avenue plant die US-Pop-Ikone für den 8. Februar 2008 eine große Benefizveranstaltung. Der Fashionevent, den Madonna selbst moderieren will, soll gut und gerne zwei Millionen Dollar einbringen. Das Geld soll Waisenkindern im afrikanischen Malawi zu Gute kommen. Madonna hatte 2006 ihre eigene Organisation „Raising Malawi“ gegründet. UNICEF ist bei der Fashionshow auch mit im Boot. Vielleicht will sie mit der Spendenaktion die Wogen glätten. Madonnas kleiner Adoptivsohn David, den sie vor einem Jahr aus Malawi geholt hatte, war nämlich kein Waise. Er hat noch einen Vater, der zu arm war, um für das Kind zu sorgen und es deshalb ins Kinderheim gab. Madonnas unkonventionelle Adoptions-Aktion, normalerweise müssen potenzielle Eltern 18 Monate vor Ort leben, löste viel Wirbel und Diskussionen aus, in Afrika, aber auch hierzulande. Hier, wo prominente Politiker im fortgeschrittenen Rentenalter Babys aus Russland adoptieren, während andere adoptionsbereite Eltern zwischen 35 bis 40 Jahren nach dem Gesetz keine Kinder im Babyalter adoptieren dürfen, homosexuelle Paare schon gleich gar nicht.
Jüngsten Berichten zufolge, wird Madonna David nach heftigem Gerangel nun jetzt wohl für immer behalten dürfen. Sie ist quasi in diesem Moment auf dem Weg, um die Adoption - mit dem Einverständnis des Vaters - vor Ort in Malawi perfekt zu machen. Man munkelt auch, dass dort eventuell schon ein weiteres Kind, diesmal ein Mädchen, auf Madonna warte. Madonnas leibliche Tochter Lourdes (11) soll übrigens in dem nächsten Harry Potter-Film „Harry Potter und der Halbblutprinz“ eine Rolle bekommen. (Foto: Adam Sammler)
Supporting Steffi Teil 2 SSDSDSSWEMUGABRTLAD
Bereits in der letzten Ausgabe haben wir sie an dieser Stelle vorgestellt. Und bemerkt, dass sie eine Stimme wie Gianna Nannini hat. Das fand jetzt auch Juror Carl Carlton. Mit Songs wie „Dear Mr. President“ und „Like The Way I Do“ sang sich Steffi (31) aus dem Kreis Schweinfurt Runde für Runde bei Stefan Raab nach vorne. Auch, wenn der zunehmend etwas zu kritisieren hatte, was aber wohl eher daran lag, dass er offenbar noch nie Melissa Etheridge gehört hat, wie giftig die lesbische Sängerin ihre vergleichende Hasstirade „Like The Way I Do“ Ende der 80er an ihre Ex herantrug. Besonders hart war jedoch zuletzt die Kritik an ihrem eigenen Song „Inside Out“ im Stile von „Maria“ von Blondie. Den fanden alle drei Juroren, darunter auch Gast Anke Engelke, die in der 3. Ausscheidungsshow am 29.11. den ganzen Abend leider so gar nichts Qualifiziertes beizusteuern hatte, schlecht, weil belanglos. Das konnten wir nicht finden. Deshalb drückten wir Steffi bei ihrem Auftritt wieder erst die Daumen, um diese dann auf die Telefontasten zu drücken. Beim Pro7-Gesangswettbewerb „SSDSDSSWEMUGABRTLAD“ entscheiden, wir wollen es mal glauben, allein die Zuschauerstimmen per Telefonanruf. Demnach hat die Sängerin bereits einen großen Fankreis oder sie hat durch ihre Gänsehaut-Auftritte ganz viele neue, vermutlich weibliche, Fans dazu gewonnen. Denn sie ist wieder eine Runde weiter. Die nächste Ausscheidung findet am Mittwoch, 5. Dezember im Rahmen der TV Total-Show um 23.15 Uhr auf Pro7 statt. Das Finale ist am 10. Januar. (Foto: TV Total/Pro7)
Melanie C … und die Rückkehr der Spice Girls
Noch in diesem Jahr, als sie im Frühling ihr aktuelles Album „This Time“ veröffentlichte, hatte Sängerin Melanie C gesagt, dass es definitiv kein Zurück für die Spice Girls geben wird. Jetzt kehren sie doch zurück. Und es ist ein Riesenmedienspektakel mit einer Riesen-PR-Maschine. Die Mädels zicken sich sogar öffentlich in Blogs an, um das Geschäft voranzutreiben. Von den fünf englischen Sängerinnen ist „Sporty Spice“ Melanie C solo mit Abstand am besten im Geschäft. Die Sängerin, über die immer wieder spekuliert wird, ob sie nun lesbisch ist oder nicht, hat nach dem Ende der Girls eine beachtliche Solokarriere mit vielen großen Hits hingelegt. Sie braucht das Girlband-Comeback eigentlich so überhaupt gar nicht. Das sagt sie auch selbst. Dennoch zieht sie brav mit. Bei den anderen, z. B. bei Viktoria Beckham, sieht das schon anders aus. Ihre Karriere kam nie so richtig an den Start. Mit den Spice Girls kann sie nun für kurze Zeit auf die Bühne zurückkehren und mal wieder erleben, wie schön Erfolg sein kann. Allein in London soll das erste Konzert binnen weniger Sekunden ausverkauft gewesen sein, weshalb über ein Dutzend Zusatztermine für die englische Hauptstadt angesetzt wurden. Die Tickets gab es nur übers Internet. Hierzulande geben die Spice Girls am 20.12.07 ihr einziges Deutschlandkonzert in der Kölnarena. Kein neues Album, nur ein „Best Of“ und eine Welttournee. Im Februar ist der Spuk vorbei. Denn das Comeback der Spice Girls ist zugleich das offiziell endgültige Ende der Spice Girls. Bis zum nächsten Comeback … (Foto: Colin Charles/Creative Commons)
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Preisverdächtig: Ulrike Folkerts bekam nach dem Bundesverdienstkreuz nun den Courage-Preis 2007. |
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Madonna lacht. Sie darf den kleinen David aus Malawi rechtmäßig adoptieren. |
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Arbeiten gut zusammen: Angelina Maccarone (Foto) und Maren Kroymann. |
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Seit fünf Jahren verliebt: Anne Will (Foto) und Miriam Meckel. Selten hat ein öffentliches Coming-out soviel positive Presse bekommen.
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Rock on! Trotz Kritik weiter: Sängerin Steffi aus Schweinfurt. |
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Ausgabe Nr. 2 Dezember 2007 |
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Auch ohne die Spice Girls erfolgreich: Melanie C hat in ihrer Solo-Karriere weltweit bisher knapp 5 Millionen Alben verkauft. |
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Ziemlich gut drauf … und ein bisschen weird: Mirja Boes in Bielefeld.
Noch mehr von Mirja Boes am 12.12.07, 20 h in der Kulturwerkstatt, Paderborn. |
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Update 6.12.: Steffi ist zusammen mit den drei anderen KandidatInnnen Stefanie, Gregor und Mario im Finale von „SSDS…“ Am 10.1.08 geht es dort um einen Plattenvertrag. Bis dahin nehmen alle vier vor ab schon mal eine Single auf.
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Ausgabe Nr. 2 Dezember 2007 |
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