Mosaik     Notizen aus der Damenwelt

 

 

 

 

 

Süß und witzig

US-Schauspielerin Michelle Paradise

 

Schon mit vier Jahren war sie nicht nur süß, sondern auch witzig und unheimlich talentiert. So konnte sie eigenen Angaben zufolge auch immer wieder ihre Mutter mit ihren schauspielerischen Fähigkeiten überzeugen. So z. B., wenn es darum ging ihr glaubhaft weiszumachen, dass nicht sie, sondern ihre zwei Jahre jüngere Schwester, den Hund mit Brokkoli gefüttert habe. Heute ist Michelle Paradise eine erfolgreiche Film- und Theater-Schauspielerin sowie Drehbuchautorin und ist besonders als Komödiantin sehr populär. Sie lebt und arbeitet offen lesbisch in Los Angeles. Paradise ist übrigens ihr richtiger Nachname. „The Ten Rules. A Lesbian Survival Guide“, so heißt ihr erfolgreichstes Regiewerk. Ein mehrfach preisgekrönter lesbischer Kurzfilm von 2002. Aus dem Kurzfilm entstand schließlich die angesagte lesbische Comedyserie „Exes & Ohs“, die im Oktober 2007 beim Sender Logo Premiere hatte. Regie führt keine Geringere als Lee Friedlander. Michelle Paradise übernahm die Hauptrolle von Jennifer Butler, die Episode für Episode auf der Suche nach Miss Right ist. Die Serie wurde in Vancouver, Kanada gedreht, spielt aber in Seattle, USA. Jetzt im Frühjahr 2009 startet in den USA gerade die zweite Staffel der Erfolgsserie, die mit Serien wie „Desperate Housewives“ in den USA bereits um Preise konkurrierte. Ab dem 10.3.09 zeigt der erste deutsche schwule Sender Timm TV die erste Staffel, immer dienstags um 22.15 und 22.45 Uhr.

 

 

 

Oscar

Kate Winslet

 

Wenn es bei Umfragen, unter Frauen und Lesben darum geht, welche Schauspielerinnen ab begehrtesten ist, dann belegt die 33-jährige Britin immer einen der vorderen Plätze. Ihre langjährige Schauspielkarriere konnte sie nun erstmals mit dem begehrtesten Preis der Filmbranche krönen. Im Februar gewann Kate Winslet den Oscar 2009 als beste Schauspielerin in dem Holocaust-Film „Der Vorleser“ von Stephen Daldry  nach dem Bestsellerroman von Bernhard Schlink (1995). Nicole Kidman musste die Rolle der KZ-Wärterin Hanna Schmitz damals wegen ihrer Schwangerschaft absagen. An Kate Winslets Seite, der erst 18-jährige deutsche Nachwuchsstar David Kross. Dabei hasst der Hollywoodstar, so ist zu lesen, vor allem den Gang über den roten Teppich aus Angst hinzufallen, was Dummes zu sagen oder weil man vielleicht einen ihrer Pickel sehen könnte. Bei der Kleiderwahl für solche Anlässe lasse sie es hingegen eher lockerer angehen. „Es ist lustig auszuklügeln, was man tragen wird. Da wirst du zum Mädchen.“ Als Britin habe man nicht die langjährige Erfahrung wie die Amerikanerinnen, die sich schon im Teenageralter für Bälle aufrüschen.

 

 

 

Blaue Flecken

Rosenstolz sagen Tour ab

 

Das Berliner Duo Rosenstolz wurde bei der Echo-Verleihung im Februar 2009 mit dem Ehren-Echo für soziales Engagement ausgezeichnet. Damit würdigten die Verantwortlichen AnNa R. und Peter Plate für ihre Arbeit im Kampf gegen HIV und AIDS. Ihr Video zu ihrer Erfolgssingle „Gib mir Sonne“ von ihrem aktuellen Album „Die Suche geht weiter“ gewann darüber hinaus den Echo für das „Beste Video National“. AnNa R. nahm beide Preise persönlich aber alleine entgegen. Bandkollege Peter Plate musste sich seit Beginn des Jahres vorerst aus dem Geschäft zurückziehen. Wie das Rosenstolz-Büro Anfang Februar 2009 verlauten ließ, sei der Keyboarder und Sänger am Burnout-Syndrom erkrankt und falle für unbestimmte Zeit aus. Damit wurden zugleich alle für den Sommer 2009 geplanten Zusatzkonzerte zu ihrer bisher erfolgreichen „Die Suche geht weiter“-Tour bis auf Weiteres abgesagt, darunter auch ihr Auftritt im Haller Gerry Weber Stadion im August. Die Veröffentlichung ihrer neuen Single „Blaue Flecken“ (Universal) wurde vom 20.3.09 auf den 3.4.09 verschoben. Es sei eine traurige Zeit, aber es werde natürlich weitergehen, so das Büro in seiner Pressemitteilung. (Foto: Mike Auerbach)

 

 

 

Schwarze, Lesbe, Aktivistin

Die Dichterin Audre Lorde

 

Sie wäre in diesem Jahr 75 Jahre alt geworden. Die US-Dichterin und lesbische Aktivistin Audre Lorde wurde am 18. Februar 1934 in New York geboren. Sie hat zwei Kinder aus einer früheren Ehe, bevor sie offen lesbisch lebte. Mit ihren Gedichte, Essays und Artikeln und ihrer jahrelangen Arbeit als Professorin setzte sie sich für die Antikriegs- und Bürgerrechtsbewegung sowie gleichermaßen für die Schwarzen als auch für Frauen und Lesben ein. Sie selbst hat sich mal als „black lesbian feminist mother poet warrior“ bezeichnet. 1984 hatte Audre Lorde eine Gastprofessur in Berlin und engagierte sich auch hier maßgeblich für die afrodeutsche Bewegung, im Besonderen für die Frauen- und Lesbenbewegung. Außerdem wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Universität Osnabrück zu teil. 1992 erlag Audre Lorde nach jahrelangem gesundheitlichem Kampf einem Krebsleiden. Als deutsche Titel noch im Buchhandel erhältlich sind ihre Bücher „Auf Leben und Tod“ und „Die Quelle unserer Macht“ (1994, Orlanda Verlag).

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Ausgabe Nr. 17

März 2009

Ab dem 10.3.09 auch im deutschen Fernsehen: die offen lesbische Schauspielerin Michelle Paradise in der lesbischen Erfolgscomedyserie „Exes & Ohs“.

 

 

Traurig: Rosenstolz-Keyboarder Peter Plate fällt wegen Krankheit auf unbestimmte Zeit aus.

Endlich reif für den Oscar: der britische Star Kate Winslet.

Wäre am18.2.09 75 Jahre alt geworden: die afro-amerikanische lesbische Dichterin und Aktivistin Audre Lorde.

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Update April 2009: Am 24.4.09 erscheint die Rosenstolz DVD/Doppel-CD „Die Suche geht weiter live“ (Universal) von ihrem Konzert in der Münchner Olympiahalle Ende 2008.

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März 2009

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Update 2-2012: Audre Lorde - Die Berlin Jahre. Dokumentation s. Ausgabe Nr. 52 Februar 2012 „Artefakt“

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