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Mosaik Notizen aus der Promi_welt

 

 

 

 

 

 

 

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Running for governor: Out US-Schauspielerin und LGBTIQ-Aktivistin Cynthia Nixon kandidiert bei der Gouverneur_innen-Wahl des Bundesstaates New York im November 2018.

 

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For President

Cynthia Nixon

 

Out US-Schauspielerin, LGBTIQ-Aktivistin und Demokratin Cynthia Nixon will Gouverneurin des Bundesstaates New York werden. Das gab sie im März 2018 bekannt. Die Wahlen sind am 6. November 2018. „Ich trete zur Wahl der Gouverneurin an, weil ich diesen Staat liebe, aber ich weiß, dass wir es besser können. Wir brauchen ein New York, dass für uns alle funktioniert - Ein New York für die Vielen, nicht nur für die Wenigen“, so Cynthia Nixon auf ihrer persönlichen Homepage als Kandidatin. Cynthia Nixon wurde am 9.4.1966 in New York geboren. „New York ist mein Zuhause. Ich habe nie woanders gelebt“, sagt Cynthia Nixon. Als Schauspielerin begann sie ihrer Fernseh- und Filmkarriere Ende der 1970er Jahre. Internationalen Ruhm erlang sie durch ihre Rolle als Anwältin Miranda Hobbes in der Erfolgs-US-Serie „Sex And The City“ (1998-2004). Cynthia Nixon ist Grammy-, Emmy- und Tony-Award-Preisträgerin. 2006 erkrankte Cynthia Nixon an Brustkrebs und gilt bis auf Weiteres als geheilt. Seit dem 27.5.2012 ist Cynthia Nixon mit ihrer Lebensgefährtin verheiratet. „Die letzten 17 Jahren bin ich durch diesen Staat gereist, um für bessere Schulen, LGBTQ-Gleichheit und Frauengesundheit, inklusive dem Recht der Selbstbestimmung zu kämpfen“, so Cynthia Nixon auf ihrer Website. „Ich trete zur Wahl der Gouvereurin an, weil ich unseren Staat zurück will. Wir wollen, dass unsere Regierung wieder funktioniert. Wir sind müde was Korruption und Dysfunktion in Albany betrifft, und wir sind müde was Politiker_innen betrifft, die wie Demokrat_innen auftreten aber wie Rupublikaner_innen regieren.“ Mit letzterem ist wohl u. a. auch der amtierende demokratische Gouverneur Cu omo gemeint. (Foto: https://cynthiafornewyork.com)

CouLe Preisträgerin 2018

Dr. Constance Ohms

 

In unserem Streben nach Anerkennung, Gleichberechtigung, nach ‚Normalität‘ übersehen wir leider allzu oft, dass Normalität auch ihre Schattenseiten hat, dass Lesben nicht die besseren Menschen sind, sondern auch gewalttätig, sexistisch, rassistisch oder feindlich gegenüber behinderten Menschen sein können“, so Constance Ohms. Dr. Constance Ohms, Jahrgang 1961, ist Expertin für LGBTIQ-Antidiskriminierungspolitik sowie Gewalt und Aggression in gleich*geschlechtlichen Frauen, trans*, inter*, queeren Beziehungen. Ihr Forschungsansatz ist seit Jahren intersektionell und öffnet sich der Vielfalt von Geschlechtsidentitäten. Am 10.6.18 erhält Constance Ohms in Bochum vor geladenem Publikum den CouLe - Preis für couragierte Lesben NRW 2018 (http://couragierte-lesben-preis.nrw). CouLe ist der erste und einzige deutsche Lesbenpreis. Constance Ohms wurde in München geboren und lebt seit den 1980er Jahren in Frankfurt. Sie studierte Neuere Philologie, Soziologie und Betriebswirtschaft. Ihr Arbeitsbereich heute ist Projektmanagement und Wissensvermittlung. Sie bietet u. a. Fort- und Weiterbildungen u. a. zu „Antidiskriminierung und AGG für Berater*innen in Frauen- und LSBT*IQ Zusammenhängen“. sowie Beratung und Coaching für „cis-lesbische Frauen*, Trans* und genderqueere Menschen“. Im Querverlag erschienen u. a. ihre Bücher „Gewalt gegen Lesben“ (2000), „Macht und Ohnmacht. Gewalt in lesbischen Beziehungen“ (Hg., 2004) und „Spagat in Glück - Lesben und Schwule mit Migrationsbiografie“ (2014). Seit Oktober 2016 leitet Constance Ohms die Fachberatungsstelle gewaltfreileben, die sich an „Lesben, Trans* und queere Menschen richtet, die Gewalt und/oder Diskriminierungen wegen ihrer sexuellen Orientierung und/oder geschlechtlichen Identität erlebt haben.“

 

Online: https://constance-ohms.de

Ausgezeichnet: LGBTIQ-Antidiskriminierungs- und -Gewaltexpertin Dr. Constance Ohms erhält am 10.6.18 in Bochum den Preis für couragierte Lesben „CoulLe“.

 

Ausgabe Nr. 128

Juni, Juli, August

2018

Change is here: Die bisexuelle US-Schülerin und Aktivistin Emma González wurde nach dem Massenattentat an ihrer Highschool in Florida im Februar 2018 zur Leitfigur einer ganzen Generation und Friedensbewegung.

 

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Making A Change

Emma González

 

Erst im Mai 2018 gab es das letzte Mass-Shooting an einer Schule in Texas, bei dem 10 Menschen von einem weißen, rechten jungen Mann getötet wurden. „Change is here, and we make it together“, so die Worte auf Emma González‘ Twitter-Profil - sie sind aktueller denn je. Deshalb hier noch einmal unser Feature vom April 2018:

 

Die offen bisexuelle US-Schülerin und Aktivistin Emma González wurde zur Leitfigur einer ganzen Generation und zur Hoffnung einer ganzen Nation. Als Überlebende wurde sie nach dem Attentat am 14.2.18 an ihrer Marjory Stoneman Douglas High School (MSD) in Parkland, Florida zur Sprecherin zunächst der Schule, später beim US-weiten March For Our Lives am 24. März 2018 zur Sprecherin einer ganzen Bewegung. Weltweit gab es an diesem Tag Solidaritätsdemonstrationen. Emma González (Jahrgang 1999) wurde zum Gesicht und zur Stimme einer Generation und einer ganzen Nation, die nicht länger tatenlos zusehen will, wie zumeist rechte weiße männliche junge Täter wieder und wieder Schüler_innen mit Schusswaffen an Schulen töten. Ihr Protest richtet sich gegen die NRA, die Waffen-Lobby und ihren starken politischen Einfluss, am Ende auch gegen die Präsidentschaft von Donald Tr ump. Strengere Schusswaffengesetze sind nur eine Forderung. Immer wieder machten sie und andere Schüler_innen deutlich, dass sie die nächste Generation sind und es für all sie nur noch wenige Jahre dauert bis sie wählen dürfen. Und was sie dann wählen werden, ist wohl eindeutig. „Change is here, and we make it together“. Damit führt Emma González eine der größten (Friedens)Bewegungen unserer Zeit an. Mit ihrer Rede bei der Hauptveranstaltung des March For Our Lives in Washington, DC bewegte und vereinte Emma González Millionen Menschen weltweit. U. a. auch, weil sie volle 6 Minuten und 20 Sekunden unter Tränen schwieg, nachdem sie die Namen der 17 getöteten Schüler_innen verlesen hatte. So lange hat das Attentat an der Schule gedauert, bei dem 15 weitere Menschen verletzt wurden. Die US-weiten Demonstrationen, bei denen über 1 Millionen Schüler_innen, Leherer_innen zum Teil mit prominenter Unterstützung auf die Straße gingen, wurden von der Organisation Never Again MSD organisiert. Gegründet wurde Never Again MSD von Emma González und Mitschüler_innen nach dem Anschlag auf ihre Schule. (Foto: Wik ipedia/gemeinfrei)

 

Online: https://twitter.com/emma4change