Mosaik     Notizen aus der Damenwelt

 

 

 

 

Künstlerisch wertvoll

Bianca Casady & CocoRosie

 

Sie definieren ihren Sound selbst als „Chinese Pop/A Cappella/Drum & Bass“. Andere nennen es Neo-Folk, wieder andere ‚New weird America‘. Die beiden New Yorker Schwestern Bianca und Sierra Casady sind CocoRosie. Sie leben und arbeiten u. a. auch in Frankreich. Und sie machen, was ihnen gefällt, wie es ihnen gefällt. Immer wieder neu. Immer wieder faszinierend. Ein Gesamtkunstwerk. Seit 2003. Die offen lesbische Sängerin Bianca wimmert und wispert und haucht und klagt, atemberaubend, in hohen Sphären. Dazu ausgefallene, nicht minder sphärische Klänge. Zu Beginn ihrer Karriere waren es zunächst nicht selten Kinderspielzeuge, denen die beiden Frauen wundersame Töne entlockten bzw. zu Beatboxes umfunktionierten. Heute mischen sie u. a. digitalen Sound aus modernen Hi-Fi-Studios mit Natur- und Umweltgeräuschen wie derzeit z. B. die von Delphinen und Walen. Menschliche musikalische Inspirationen liegen, laut eigenen Aussagen, momentan bei Cher, Beethoven und Küssen. Ihre Texte sind ebenso sozialkritisch, poetisch, schräg, feministisch. Die neue Single von CocoRosie heißt „God Has A Voice She Speaks Through“ (Touch And Go Records/Soulfood) und ist Mitte Mai erschienen. Mitte Juli 2008 kam ihre neue Single jetzt auch als Limited Edition Picture Disc auf den Markt. Ein durchaus begehrenswertes Objekt. Denn Bianca Casady ist nicht nur Musikerin und Betreiberin ihres eigenen Labels Voodoo Eros, sondern nebenbei auch als bildende Künstlerin sehr kreativ. So ist sie u. a. auch für das Artwork der neuen Single verantwortlich. 2010 wollen CocoRosie ihr nächstes Album fertig haben. Stilistisch soll es an die Single „God Has A Voice …“ anknüpfen, also ein bisschen mehr Dance-Floor-Sound. Noch aktuell ist ihr 2007ner Album „The Adventures Of Ghosthorse And Stillborn“.

 

Online: http://biancacasady.com

www.cocorosieland.com

 

 

 

Offen bei Olympia

Katja Nyberg & Gro Hammerseng

 

Sie sind die Stars der weiblichen Handballszene und der lesbischen Sportwelt. Die Norwegerinnen Katja Nyberg und Gro Hammerseng spielen gemeinsam als Paar in der norwegischen Handballnationalmannschaft und auch in demselben Verein Ikast-Bording Elite Handbold in der dänischen Liga. Sie gehören zu den wenigen erfolgreichen Sportlerinnen, die sich öffentlich outeten und auch öffentlich gemeinsam auftreten. Wo immer die beiden auftauchen, ziehen sie die Fotografen mit ihrem Strahlen magisch an. Grund zur Freude haben die beiden vor allem auch sportlich immer wieder. Das norwegische Frauenhandball-Nationalteam gehört zu den besten Mannschaften Europas und der Welt. Die Damen sind derzeit amtierender Europameister und Vizeweltmeister. Katja Nyberg wurde u. a. bei der WM 2007 als wertvollste Spielerin des Turniers ausgezeichnet. Bei den Olympischen Spielen in Peking, die bekanntlich diesen Monat vom 8.-24.8. stattfinden, haben die Norwegerinnen jetzt also gute Aussichten auf Gold. Zuletzt gab es für das Team bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 eine Bronze-Medaille. Am 9.8.08 hat Norwegen sein erstes Spiel in Gruppe A gegen Gastgeberland China. Das deutsche Handballnationalteam der Damen mit Rekordschützin und Kapitänin Grit Jurack, die früher auch bei Ikast-Bording Elite Handbold spielte, startet ebenfalls am 9.8.08 und zwar in Gruppe B gegen Brasilien.

 

 

 

Internett

Lindy Zucker kriegt‘s raus

 

Wer ist B.J. Fletcher? B.J. Fletcher ist die lesbische Privatdetektivin, die in der kanadischen Großstadt Toronto kniffligen Fällen und der ein oder anderen Frau auf der Spur ist. Sie ist die Heldin der neuen kanadischen Internetserie „B.J. Fletcher: Private Eye”. Gespielt wird B.J. Fletcher von der offen lesbischen Schauspielerin Lindy Zucker. Die 33-jährige Kanadierin hat ein großes Comedy-Talent und hat bisher vor allem Theater und in Independent-Filmen gespielt. Macherin der neuen lesbischen No-Budget-Produktion aus Toronto ist Regan Latimer. Zucker und sie sind gut befreundet. Außerdem in der Serie: die gebürtige Neufundländerin Dana Puddicombe und Natasha Gordon. Als Vorbilder für die charmante Krimireihe nennt Regan Latimer Serien wie „Magnum“ oder „Murder She Wrote“. Klar also, dass die jeweils etwa acht Minuten langen Episoden natürlich auch jede Menge Spaß versprechen. Die Internetserie wurde von der großen US-Lesben-Website AfterEllen.com jüngst zur besten Webserie gewählt. Am 24. August 2008 haben die Fletcher-Mädels übrigens eine Spendengala in Toronto organisiert, um das Geld für die nächste, zweite Staffel zusammenzubekommen.

 

 

Online: http://bjfletcherprivateeye.com

www.myspace.com/bjfletcherprivateeye

 

 

 

Lesbische Vampire

Tina Scorzafava mit neuem Film

 

Die offen lesbische US-amerikanische Regisseurin Tina Scorzafava hat u. a. bereits einen Emmy gewonnen und war dreimal nominiert. Auszeichnet wurde sie auch für ihren 25-minütigen Film „Gillery‘s Little Secret“ (2005). Im Sommer 2008 stellt die 40-jährige Filmemacherin nun, wenn auch zunächst nur in den USA, ihren neuen Film vor. Der heißt „In Twilight‘s Shadow“. Die Story: Carlisle ist schön und unsterblich. Dafür zahlt sie einen hohen Preis. Zu hoch. Carlisle versucht den Sterblichen zu helfen und ihrem eigenen Dasein zwischen Licht und Dunkelheit zu entkommen und trifft dabei auf die ebenso attraktive Sienna. Ein Kampf beginnt: Unsterblichkeit gegen Sterblichkeit, Mensch gegen Gott. „In Twilight‘s Shadow“ ist ein farbgewaltiger lesbischer Thriller. Science Fiction. Und ein Kurzfilm, denn er ist nur 12 Minuten lang. In den Rollen u. a. Natasha Alam als Carlisle, Nadia Gillespie als Sienna und Eric Lutrell als Vampirin Ryah. Grundlage des Film von Tina Scorzafava war die mystische Kurzgeschichte „Survivor“ geschrieben von der australischen Autorin Jordan Falconer. In einem amerikanischen Interview zu ihrem neuen Film räumte sie ein, dass der Film durchaus eine gute Grundlage für eine Fernsehserie sei. Der Film zeige, dass Action und queere Charaktere sich nicht ausschließen müssten. In ihrer Arbeit als Drehbuchautorin und Regisseurin geht es Scorzafava auch darum, körperlich und emotional anspruchsvolle queere Rollen für Frauen abseits von stereotyper Darstellung zu schreiben. Scorzafava selbst war früher übrigens das erste Mädchen im Bundesstaat North Carolina, das beim US-Jugendfootball-Verein Pop Warner in einem reinen Jungenteam spielte. Mit durchschlagendem Erfolg.

 

Online: www.liquidfilmworks.com/intwilightsshadow.html

www.myspace.com/intwilightdshadow

 

 

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Dreamteam: die beiden offen lesbischen norwegischen Handball-Nationalspielerinnen Katja Nyberg (links) und Gro Hammerseng sind seit einigen Jahren ein Paar und im August gemeinsam bei Olympia 2008 in Peking.

weird

Ausgabe Nr. 10

August 2008

Lässt gerne Blut und andere Körperflüssigkeiten fließen: die lesbische Filmemacherin Tina Scorzafava mit ihrem neuen Kurzfilm „In Twilight‘s Shadow“.

Offen lesbisch und ziemlich weird …: Bianca Casady (links). Zusammen mit Schwester Sierra (rechts) bildet sie das Duo CocoRosie.

Offen lesbisch und im Netz als smarte lesbische Privatdetektivin „B.J. Fletcher“ unterwegs: Schauspielerin Lindy Zucker aus Toronto.

Archiv

Update 23.8.08: Norwegens Handball-Frauen werden ohne eine einzige Niederlage im Turnier Olympiasieger 2008. Sie gewinnen im Endspiel klar gegen Russland.

 

 

Update 2010: Katja Nyberg und Gro Hammerseng haben sich getrennt.

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Ausgabe Nr. 10

August 2008

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