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PorYes Award 17.-19.10.15

Feministischer Pornofilmpreis Europa 2015

 

Seit 2009 wird alle zwei Jahre im Oktober in Berlin der PorYes Award verliehen. Initiatorin des einzigen Feministischen Pornofilmpreises in Europa ist die queere Berliner Sexexpertin Dr. Laura Méritt (weird-Interview mit Laura Méritt zu PorYes s. Archiv Ausgabe Nr. 43 Mai 2011) PorYes steht für ein Ja zu Pornos und steht zugleich für Sexpositivismus. PorYes sieht sich selbst als erstes deutsches Label für Pornofilme und als Güte- und Biosiegel für Pornofilme. PorYes heißt Pornos ja, aber nicht sexistisch und kein Mainstream, sondern feministisch, bio, sexpositiv. Die PorYes-Filmemacherinnen* setzen Pornos mit Spaß, Einvernehmen und Vielfalt, ohne Kategorisierung, Wertung und Zensur mit dem Ziel sexuelles Bewusstsein zu schaffen in Szene. Dass das geht, dass es einen Markt dafür gibt und dass es viele internationale Filmemacherinnen* gibt, die nicht nur dieses Genre bedienen, sondern auch eine hohe Qualität bieten, darunter auch viele lesbische und queere Filme und Regisseurinnen*, hat der PorYes Award in den letzten vier Jahren mehr als deutlich gezeigt.

 

Vom 17.10.15, 20 Uhr, wird der Feministische Filmpreis mit der Auszeichnung „Auster“ erneut in den Hackeschen Höfen (Kino) in Berlin in einer öffentlichen Preisverleihung mit anschließender Party verliehen. Nominiert sind in diesem Jahr Jennifer Lyon Bell (NL), eine „Vertreterin des emotionalen Realismus“, die Dänin Goodyn Green (Foto) mit ihren „künstlerischen Ansätzen der Gender-Hinterfragung“ und Gala Vanting (Au) als „Erotic Imaginist und Slow Porn Filmerin“. Mit dabei außerdem einmal mehr Transpornstar Buck Angel (USA) und genderqueer Icon Jiz Lee (USA). Moderatorinnen des Abends sind Laura Méritt und Arte-Moderatorin Janina Rook. Am Sonntag, 18.10.15 gibt es eine öffentliche Panel-Diskussion mit den Filmemacher_innen zum Thema „Körperbilder im pornografischen Kontext und ihr gesellschaftlicher Einfluss“ in der Bildungsinstitution (Veranstaltungsort: Urania in Berlin-Schöneberg, 16 Uhr). Das sex-positive Wochenende endet mit dem StarTalk „Queer Sexualities on screen“ am 19.10.15, wenn in der Humboldt Universität ab 19 Uhr Jiz Lee und Buck Angel mit Dr. Prof. Mari Mikkola und Dr. Laura Méritt diskutieren.

 

Sexpositiver Feminismus, dafür kämpft Laura Méritt als Mitbegründerin der PorYes-Bewegung. Es geht um positive Darstellung von Sexualität, wobei vor allem auch die sexuelle Gesundheit und das Wohlergehen von Frauen, Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit von Sexspielzeug sowie Ästhetik und Ethik im Vordergrund stehen. Laura Méritt führt mit diesem Anspruch seit vielen Jahren ihren Laden Sexclusivitäten in Berlin-Kreuzberg. Im Interview mit weird sagte Laura Méritt zur PorYes-Verleihung 2011: „Heutzutage ist eine sehr hohe Sensibilität für Sexismus und Rassismus zu verzeichnen, auf der anderen Seite eine verstärkte Nachfrage nach anderen, sex-positiven Bildern in der Erotik und der Pornografie. Die Frauenbewegung hat in den letzten 40 Jahren maßgebliche Arbeit geleistet. Die Sexindustrie wurde schon revolutioniert und auch große Produktionen bieten jetzt frauengerechte, aus gesunden Materialien, qualitativ hochwertige Spielzeuge an. Jetzt ist die Pornofilm-Branche dran. Der Bildersturm.“ (Foto: www.poryes.de)

 

Online: www.poryes.de

 

 

 

 

Oktober 2015

Internationaler Coming-out-Tag und Mädchentag

 

Am 11. Oktober ist sowohl Internationaler Coming-out-Tag als auch Internationaler Mädchentag. Der Internationale Coming-out-Tag entwickelte sich aus der LGBTI-Community in den USA und wurde hier 1988 nach einer Großdemonstration am 11.10.1987 für die Rechte von LGBTI mit über 500000 Teilnehmer_innen festgelegt. Es geht um Sichtbarkeit gegen Diskriminierung, Aufklärung, Abbau von Vorurteilen, Klischees und Ängsten und um Empowerment von Menschen, die ihr Coming-out noch vor sich haben.

 

Der Internationale Mädchentag wurde 2008 von Plan International inoffiziell ausgerufen und 2011 von der UNO initiiert mit dem Ziel der Gleichberechtigung, Förderung, Gewalt- und Diskriminierungsbekämpfung.

 

Am 16. Oktober ist zudem der Spirit Day. Dieser kommt aus Kanada und entstand 2010. Menschen tragen Purple (Lila), um ihren Support für die LGBTI-Community und gegen Bullying/Mobbing einzutreten. Die Farbe Lila stammt aus der Regenbogenflagge, wo die Farbe für „Spirit“ (Geist) steht.

 

 

 

 

 

 

Weitere Notizen:

 

 

Am 24.10.15 feiert das Bielefelder Selbstverteidigungs- und Bewegunszentrum für Frauen und Mädchen BellZett sein traditionelles Frauenfest. Von 19.30 bis 22 Uhr ist Standardtanz, danach Party mit Tombola um 0 Uhr zugunsten des Vereins. Neu ist in diesem Jahr die Location in Bielefeld mit der Tanzschule Fricke (Klosterplatz 9). Karten gibt es an der Abendkasse oder im Vorverkauf in der Tanzschule Fricke oder im Buchladen Eulenspiegel. Mehr zum BellZett s. Archiv Ausgabe Nr. 25 November 2009 „Mitte“

 

Online: www.bellzett.de

 

 

Im freitäglichen Offkino-Programm im Filmhaus Bielefeld stehen im Oktober 2015 Frauen im Fokus. Den Start macht am 2.10.15 der lesbische Klassiker „High Art“ (1998) von Lisa Cholodenko. Am 9.10.15 wird der Film „Missverstanden“ von Regisseurin Asia Argento gezeigt.  Mit dem Russ Meyer-Klassiker „Faster, Pussycat! Kill! Kill!“ (1965) am 16.10.15 steht zudem ein Film, wenn auch von einem männlichen Regisseur auf dem Programm, der Frauen erstmals abseits der bis dahin gängigen Rollenbildern auf der Leinwand zeigte. Vorfilm ist der Film „Skate Witches“ über eine Gruppe von Skateboarderinnen von Danny Plotnick. Letzter Film ist „Die Strände von Agnès“ von Regisseurin Agnès Varda. Als Vorfilm wird an dem Abend „The Herstory Of The Female Filmmaker“ von Kelly Gallagher zu sehen sein. Alle Vorstellungen beginnen um 20.30 h.

 

Online: www.offkino.de

 

Update: Am 9.11.15 wurde das Offkino mit dem Kinoprogrammpreis der Film- und Medienstiftung NRW ausgezeichnet.

 

 

30 Jahre Feministischer Frauen*raum Uni Bielefeld. Café Anaconda sucht Ehemalige. Vom 13.-15.11.15 wird es eine Jubiläumsfeier anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Café Anaconda geben. Anlässlich der Veranstaltung sucht das aktuelle Team ehemalige Mitarbeiter_innen: Anaconda-Jubilaeum @ web.de

weird-Interview mit dem Anaconda-Team 2015 s. Archiv Ausgabe Nr. 95 September 2015 „Mitte“

 

Online: http://cafeanaconda.blogsport.de

 

 

Am 13.10. ist der Ada Lovelace Day. Seit 2009 ist er weltweiter Tag zum Gedenken an die Mathematikerin, die als Erfinderin es ersten Computerprogramm der Welt gilt, Ada Lovelace (1815-1852). Das Heinz Nixdorf Museums Forum HNF in Paderborn widmet der Britin und weiteren bedeutenden Frauen der Computergeschichte von September 2015 bis zum 10. Juli 2017 die Sonderausstellung „Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte“ (Mehr s. Archiv-Ausgabe Nr. 95 September 2015 „Mitte“). Am 13.10.15 gibt es zur Feier des Tages freien Eintritt zur Ausstellung und kostenlose Führungen sowie zum Vortrag „Ada Lovelace und Mary Somerville: Frauen in Mathematik und Naturwissenschaft“ (19 Uhr).

 

Online: www.hnf.de

 

 

Begin, so heißt der neue offene Treffpunkt für lesbische, schwule, bisexuelle und trans* Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 26 Jahren. Das Angebot löst das ehemalige Café Farbenfroh-Treffen ab. Neuer Termin ist jetzt immer mittwochs. Die Location bleibt mit dem JZ Kamp in Bielefeld dieselbe. Ebenso die Uhrzeit von 17.30 bis 20 Uhr. Reden, Kennenlernen, Kickern, Billard, Tischtennis, gemeinsam kochen und andere Aktivitäten stehen auf dem wöchentlichen Programm. Der nächste Termin ist nach den Herbstferien am 21.10.15.

 

Online: www.begin-bielefeld.de

Ausgabe Nr. 96

Oktober 2015

Feministischer Pornofilmpreis: Die queere dänische Filmemacher*in Goodyn Green ist für den PorYes Award 2015 nominiert, der am 17.10.15 in den Hackischen Höfen Berlin verliehen wird.

 

Featured auf weirds YouTube Kanal s. Playlist „10/2015 Artefakt …“

 

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Oktober 2015

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