Mitte         Gesellschaft und Kultur

 

 

 

 

 

Bielefeld tanzt

One Billion Rising 2014

 

One Billion Rising ist eine weltweite Aktion gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Am 14.2.13 fand sie erstmals statt. Vielfach unterstützt von prominenter Seite. Über 200 Länder, allein rund 130 Städte in Deutschland beteiligten sich an One Billion Rising 2013. Am 19.1.14 erschien eine internationale filmische Dokumentation (s. www.youtube.com/watch?v=C3WrT8HG4wY) des Demonstrationsevents. Auch Bielefeld beteiligte sich 2013 an OBR. Rund 500 Teilnehmer_innen tanzten und demonstrierten auf dem Jahnplatz (s. weird-Video 2013 rechts).

 

In tausenden Städten der Welt sind am 14.2. auch in diesem Jahr wieder 1 Milliarde Frauen aufgerufen, aufzustehen und tanzend zu demonstrieren. In Bielefeld wird es um 17 Uhr eine Tanzaktion auf dem Alten Markt geben. Am 3. und 10.2.14 werden im BellZett in der Sudbrackstr. 36a kostenlose Tanztrainings für Frauen und Mädchen angeboten.

 

Online: https://de-de.facebook.com/

OneBillionRisingBielefeld

 

www.fraze.de

 

 

_Tanztraining für One Billion Rising Bielefeld, BellZett, Bielefeld, 20.15 h, 3.2.14

 

_Tanztraining für One Billion Rising Bielefeld, BellZett, Bielefeld, 20.15 h, 10.2.14

 

 

Hintergrund:

 

One Billion Rising wurde 2013 von der New Yorker Autorin und Künstlerin Eve Ensler initiiert. Eve Ensler ist Autorin des seit 1996 weltweit aufgeführten und nicht ganz unumstrittenen Theaterstücks „Die Vagina Monologe“. 1998 gründete Ensler den V-Day (www.vday.org), einen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen, zu dem jährlich am 14. Februar weltweite Benefizveranstaltungen rund um die „Vagina Monologe“ stattfinden. 2012 waren es über 5800. Am 14.2.13 feierte der V-Day 15-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass entstand 2012 die Kampagne One Billion Rising. 1 Milliarde Frauen sollten weltweit aufstehen, tanzen und demonstrieren und ein Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen einfordern. Mit „Break The Chain“ gab es eine eigene One Billion Rising-Hymne nebst einer eigenen Tanz-Choreographie. Die Zahl von einer Milliarde geht auf eine Statistik zurück, die besagt, dass jede 3. Frau weltweit Opfer von Gewalt wird. Der Tanz steht hier als Ausdruck von Kraft, ein Akt weltweiter Solidarität, eine weltweite Demonstration der Gemeinsamkeit. 2014 wurde aus dem Event One Billion Rising nun die Initiative One Billion Rising For Justice. Motto „Rising For Justice - Rise, Release, Dance!“

 

Online: www.onebillionrising.org

 

 

One Billion Rising Deutschland

 

Die queere Autorin, Lektorin und Aktivistin (Frauenfluchtnetz) Maria Braig, Jahrgang 1957, ist eine der Organisatorinnen von One Billion Rising Osnabrück. Um 17.30 Uhr gibt es in Bielefelds niedersächsischer Nachbarstadt am 14.2.14 eine Tanzdemonstration am Nikolaiort. Schirmfrau in Osnabrück ist 2014 die Musikerin Alin Coen mit ihrem Song A No Is A No. Auf der Website http://onebillionrising2014.de und auf http://onebillionrisingosnabrueck.wordpress.com haben Maria Braig und das Osnabrücker Organisationsteam auch alle bundesweiten Aktionen gesammelt und veröffentlicht. U. a. gibt es hier auch Links zu kritischen Stimmen.

 

Online: http://onebillionrising2014.de

 

 

Kritik

 

Kritische Stimmen zu One Billion Rising und Initiatorin Eve Ensler gibt es viele. U. a. geht es darum, dass Gewalt an Frauen und Mädchen kein persönliches, individuelles Problem ist, so wie es von Eve Ensler scheint‘s transportiert wird, sondern ein strukturelles, und dass auch von Staaten Gewalt an Frauen und Mädchen ausgeht. Ein weiterer Kritikpunkt ist ein scheint‘s fehlendes Bewusstsein für Intersektionalität, das heißt, dass Gewalt an Frauen und Mädchen auch in Zusammenhang mit Klasse, Herkunft, Behinderung, Homo-, Bi-, Trans- und Intergeschlechtlichtkeit zu betrachten ist. Weitere Kritik bekam das „Promo“-One Billion Rising-Video 2013, weil es Geschlechter-, Religions- und rassistische Klischees reproduziert und aus weißer Perspektive einer weißen Eve Ensler gedreht wurde. Eve Ensler hat versucht auf Teile der Kritik zu reagieren. Ihr Äußerungen diesbezüglich werden jedoch von Kritiker_inne weiter als problematisch bewertet.

 

 

 

 

Ohne lesbischen Spielfilm

28. Teddy Award 2014

 

Vom 6. bis 16.2.13 begleitet der Teddy Award die 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin, kurz Berlinale, und widmet sich auch in diesem Jahr den internationalen queeren Filmbeiträgen des Filmfestivals. Die 28. Preisverleihung des Teddy Awards findet am 14.2.14 in der Komischen Oper, Berlin im Rahmen einer großen Gala statt. U. a. mit den Gästen Hedwig & The Angry Inch feat. Sven Ratzke und Schauspielerin Dagmar Manzel, moderiert von Jochen Schropp. Bei der Aftershow-Party treten u. a. Sigrid Grajek als Claire Waldoff und Katharina Lebedew auf.

 

In der Kategorie Bester Spielfilm ist 2014 kein lesbischer Film am Start. Einzig bei den Kurzfilmen gibt es mit dem dänischen 19-minütigen Film „Vetrarmorgun (Winter Morning)“ (2013, Fish & Fish) des Regisseurs Sakaris Stórá um zwei beste Freundinnen (Foto) einen lesbischen Beitrag. Weitere Kategorien bei der Vergabe des Teddy Award sind Bester Dokumentar-/Essayfilm sowie der Spezial Teddy Award für die künstlerische Lebensleistung. Schwerpunktthema 2014 ist „Celebrate Queer Icons!“. Gefeiert werden Schwule, Lesben, Bisexuelle, Trans*, Queers. „Queens, Fairies und DragKings, die closet-queens und die ganz großen Queers. Von Valeska Gert bis Divine, von James Dean bis Barbara Stanwyck, von Sergej M. Eisenstein bis Virginia Woolf erinnern wir an talentierte Queers, die versucht haben, sowohl mit ihrem schillernden Œuvre die Grenzen von Kunst zu erweitern, als auch als Schwule, Lesben, Bisexuelle oder Trans* in der ‚normalen‘ Gesellschaft zu (über)leben“, so die Teddy Award-Veranstalter_innen.

 

Eine Hommage widmet der Teddy Award 2014 der britischen Sängerin Dusty Springfield, die am 16.4.14 75 Jahre alt geworden wäre. Dusty Springfield starb am 2.3.1999 im Alter von 59 Jahren. 1982 heiratete sie ihre Freundin Teda Bracci in Kalifornien. Sie gilt als einer der erfolgreichsten Frauen der Musikwelt und war vielen Mädchen, Frauen und Musikerinnen ein großes Vorbild der 1960er/70er Jahre. U. a. nicht zuletzt auch, weil sie sich 1964 in Südafrika weigerte, vor ‚ethnisch getrenntem‘ Publikum aufzutreten. Alle Filme, Veranstaltungen, Infos und Termine auf der offiziellen Website. Der Sender Arte zeigt eine Aufzeichnung der Preisverleihung am 15.2.13 um 23.30 Uhr. (Foto: Fish & Fish)

 

Online: www.teddyaward.tv

 

 

 

 

800 Stadtgesichter - 800 Jahre Bielefeld

Foto-Treff Bielefeld stellt aus

 

Von Januar bis Dezember 2013 hat der Bielefelder Foto-Treff 800 Bielefelder_innen fotografisch portraitiert. Am 22.2.14, 11 Uhr, wird die umfassende Ausstellung als offizielles Projekt des 800-jährigen Jubiläums der Stadt Bielefeld 2014 eröffnet. „Die Menschen sind es, die Bielefeld gestalten, lebens- und liebenswert machen. Sie wohnen, arbeiten und leben in und mit Bielefeld. Sie prägen die Stadt und tragen dazu bei, wie Bielefeld sich ‚anfühlt‘“, so Ulrike Erdmann-Schwarz, Gründerin des Foto-Treff Bielefeld, zum engagierten Fotoprojekt „Stadtgesichter“. Mit dem weiblichen Teil des Foto-Treffs, Andrea Milberg, Antje Görtler, Barbara Semper, Claudia Böckelmann, Erika Egert, Marion Tiemann, Nicole Siedhoff, Regina Hauke und Ute Bartels, erarbeitete sie u. a. auch im November 2013 die Kein Sexismus- und Gegen Gewalt an Frauen-Ausstellungen im Frauenkulturzentrum Bielefeld (s. Archiv Ausgabe Nr. 73 November 2013 „Mitte“). Die Ausstellung „Stadtgesichter“ ist montags bis samstags von 9 bis 18 Uhr bis zum 31.7.14 im Bielefelder Jugendgästehaus zu sehen. (Foto: Foto-Treff Bielefeld)

 

Online: www.foto-treff-bielefeld.de

 

 

 

 

Weitere Notizen:

 

 

Die Olympischen Winterspiele 2014 finden vom 7. bis 23.2.14 im russischen Sotschi statt. Weltweit demonstrieren Prominente und LGBTI Menschen im Vorfeld und zu den Spielen gegen das neue menschenrechtswidrige Gesetz, das nicht-heterosexuelle Handlungen und deren „Propaganda“ in Russland unter Strafe stellt. Der deutsche Lesben- und Schwulenverband LSVD hat einen Freiheitsappell für Sotschi formuliert, den zahlreiche Prominente bereits unterzeichneten. Mehr s. Archiv Ausgabe Nr. 75 Januar 2014 „Mitte“

 

Online: www.lsvd-blog.de/?p=6603

 

 

 

Love Is Not For Propaganda so heißt ein Protestsong gegen das russische Anti-LGBTI-Gesetz featuring Sängerin und Trans*-Aktivistin Romy Haag (Foto) gemeinsam mit den Musiker_innen Wilhelmine Schneider, Shon Abram und Stefan Kuschner. Am 31.1.14 wurde der Song veröffentlicht und ist hier zu hören: https://soundcloud.com/rainbow-flame Hinter der Aktion steht die Berliner Aktivist_innengruppe Enough Is Enough, die bereits im August 2013 zur Demonstration aufgerufen hatte. Ab dem 7.2.14 17 Uhr wird es auf Initiative der LGBTI-Aktivist_innen während der Olympischen Winterspiele in Berlin am Potsdamer Platz einen Dauerprotest bis zum Ende der Spiele am 23.2.14 geben. Der Song ist die Hymne der Protesttage. Auch in weiteren deutschen Städten wird es Demonstrationen während der Olympischen Winterspiele 2014 geben.

 

Online: www.rainbow-flame.com

 

 

 

Noch bis zum 28.2.14 findet die Fotoaktion „anders und gleich(gültig)?!“ statt. Initiiert von der NRW-Kampagne „anders und gleich. Nur Respekt Wirkt“ soll vor dem Hintergrund der Olympischen Winterspiele in Sotschi (7.-23.2.14) „gesellschaftliche Vielfalt auf persönliche Weise sichtbar gemacht und damit Solidarität gezeigt werden“. Teilnehmen können alle ab 18 Jahren. In jeder Woche werden die jeweiligen Wochengewinner_innen auf der Kampagnenwebsite mit ihren Fotos präsentiert. Fotoeinsendungen an

info @andersundgleich-nrw.de

 

Online: www.andersundgleich.de

 

 

 

Am 3.2.14 findet in Bielefeld die Ideenwerkstatt statt. Hier soll das seit über 10 Jahren in Bielefeld bestehende Kommunale Handlungsprogramm mit Vertreter_innen der Stadt zur Gleichstellung von LGBTI in Bielefeld erweitert und erneuert werden. Das Arbeitstreffen wird veranstaltet vom Netzwerk lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld und ist offen für alle, die Ideen, Vorschläge, Wünsche für das Handlungsprogramm aktiv einbringen möchten. Ort: AIDS-Hilfe (Ehlentruper Weg 45a), Bielefeld. 19 Uhr.

 

Online: www.csd-bielefeld.de

 

 

 

Am 28.2.14, 19.30 Uhr, eröffnet die Ausstellung 30 Jahre FraZe. Wie alles begann. Teil 1. Das Frauenkulturzentrum Bielefeld feiert 2014 30-jähriges Jubiläum . In der Ausstellung werden die „ersten Schritte des FraZe“ gezeigt anhand von Fotos, Dokumenten und Interviews mit Frauen, die in verschiedenen Zeiten des FraZe dort aktiv waren. „Es gibt viel Schönes, Spannendes, auch Skurriles - und einige Überraschungen!“, versprechen die derzeit aktiven Frauen. 30 Jahre Frauenkulturzentrum heißt auch 30 Jahre Feminismus und Lesbengeschichte in Bielefeld. Mehr zum 30-jährigen Jubiläum des Fraze s. Archiv Ausgabe Nr. 75 Januar 2014 „Mitte“

 

Online: www.fraze.de

 

 

 

800 Jahre Bielefeld. 800 Jahre Frauengeschichte in Bielefeld. Dieser widmet sich im Jahr des Stadtjubiläums 2014 die Website unglaublich weiblich! Unter dem Punkt „MEHR WISSEN“ finden sich zum Teil umfassende Portraits und Informationen 200 Bielefelder Frauen - weitere sind im Laufe des Jahres geplant.

 

Online: www.unglaublich-weiblich.de

www.bielefeld800.de/frauen

 

 

Ebenfalls Bielefeld von der „weiblichen Seite“ präsentieren zwei Bielefelder Projektgruppen 800 Jahre Bielefeld. Die Ausstellung Collage à femme I ist vom 6.2. bis 10.4.14 in der VHS Bielefeld zu sehen. Eröffnung ist am 6.2.14 um 19.30 Uhr u. a. mit Musik vom Leineweberchor. „Diese weibliche Retrospektive weist Licht und Schatten auf. Der Blick auf die weibliche Seite der Stadt lohnt, Frauenthemen sind historisch und aktuell und machen Lust auf weitere Schatzsuche zu gehen“, so die Macherinnen in ihrer Ankündigung. In „eigenwilligen Portraitcollagen von Frauen aus der Bielefelder Stadtgeschichte“ werden „Querdenkerinnen aus der Zeit von 1826 – 2006 von elf Laienkünstlerinnen namens Künstlerische Damenwahl in Szene gesetzt.“

 

In einer zweiten Ausstellung Collage à femme II, die vom 13.2. bis 17.4.14 im Bezirksamt Brackwede zu sehen sein wird, gehen „feminine“ Illustrationen, Installationen und Skulpturen mit dem „Ausstellungsort eine Verbindung ein“. Ausstellungseröffnung ist am 13.2.14 um 18.30 Uhr.

 

Der Eintritt ist frei.

 

Online: www.bielefeld800.de/node/262

www.bielefeld800.de/frauen

 

 

 

Die 21. Infobörse Frau & Beruf 2014 am 15.2. in der VHS Bielefeld fällt aus. Das teilte die Stadt Bielefeld auf ihrer Website am im Januar 2014 mit. Grund sind organisatorische Probleme. Die nächste Infobörse soll im Februar 2015 stattfinden.

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Als Hymne zum gut zweiwöchigen Winterolympiade in Sotschi-Protest (7.-23.2.14) am Potsdamer Platz, Berlin nahm Sängerin und Trans*-Aktivistin Romy Haag (Foto) den Song „Love Is Not For Propaganda“ auf. Initiator_innen der Aktion sind die Berliner Aktivist_innen Enough Is Enough.

28. Teddy Award: Der lesbische dänische Kurzfilm „Vetrarmorgun (Winter Morning)“ konkurriert bei der Preisverleihung des internationalen queeren Filmpreises um den Titel des Besten Kurzfilmes. Ein lesbischer Spielfilmbeitrag ist 2014 nicht im Programm der 64. Berlinale (6.-16.2.14). Der Teddy Award wird am 14.2.14 in der Komischen Oper verliehen.

Ausgabe Nr. 76

Februar 2014

One Billion Rising Bielefeld 14.2.14 17 Uhr Alter Markt. Tanzdemonstration gegen Gewalt an Frauen. 2013 fand One Billion Rising das erste Mal statt. Das weird-Video oben zeigt wie‘s in Bielefeld war.

Weibliche Perspektiven: Zum 800-jährigen Stadtjubiläum Bielefeld finden die beiden Ausstellungen „Collage à femme I + II“ statt. Beide Kunstausstellungen, bei den Bielefelder Frauen, ihre Biographien und Frauenperspektiven von Laienkünstlerinnen in Szene gesetzt werden, werden im Februar 2014 eröffnet und sind bis in den April in der VHS bzw. im Bezirksamt Brackwede zu sehen.

 

800 Bielefelder Stadtgesichter: Die Ausstellung „Stadtgesichter“ des Foto-Treff Bielefeld ist offizielles Projekt von 800 Jahre Bielefeld. Sie wird am 22.2.14 um 11 Uhr im Jugendgästehaus Bielefeld eröffnet und ist dort bis Ende Juli 2014 zu sehen.

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