Mitte         Gesellschaft und Kultur

 

 

 

 

 

Kreativ-Wettbewerb

CSD Bielefeld 2011 schreibt Wettbewerb für Plakate und Flyer aus

 

Für den Christopher Street Day in Bielefeld 2011 schreibt das Organisatorenteam erstmals einen Kreativ-Wettbewerb aus. Egal ob Studierende, Profis oder Hobbydesigner, alle Interessierten jeder Altersgruppe aus ganz OWL sind aufgerufen sich an dem Wettbewerb zu beteiligen und so die lesbisch-schwule Community der Region zu unterstützten. Gesucht wird ein Plakatmotiv, das das Motto 2011 „geoutet“ aufgreift und plakativ umsetzt. „Das Siegerplakat wird offizielles ‚Aushängeschild‘ des CSD Bielefeld 2011“, so die Verantwortlichen. Das Siegermotiv findet sich auf allen Werbemitteln der Veranstaltung von Flyern bis Website wieder. Die Siegerin oder der Sieger wird von einer fachkundigen prominenten Bielefelder Jury ermittelt und im Rahmen einer Feier im Bielefelder Rathaus gekürt. Die besten Einsendungen werden zudem als Ausstellung gezeigt. Wettbewerbsbeginn ist Anfang Dezember 2010. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2011. Alle Informationen und Teilnahmebedingungen gibt es ab Dezember auf der CSD Bielefeld Website www.csd-bielefeld.de. Der CSD Bielefeld 2011 findet am 16. Juli statt.

 

Info:

Der Christopher Street Day, kurz CSD, geht auf die Auflehnung von Schwulen und Lesben in New York zurück, die sich im Juni 1969 erstmals bei einer damals üblichen Polizeirazzia im „Stonewall Inn“ in der Christopher Street gegen Diskriminierung und Unterdrückung durch und gegen die Polizei wehrte. Dies zog eine große Welle von Protestmärschen von Lesben und Schwulen in den USA nach sich. Später folgte ihnen Europa und die ganze Welt in Form von Christopher Street Days und Pride Paraden. In Bielefeld findet 2011 der 17. Christopher Street Day statt.

 

Online: www.csd-bielefeld.de

 

 

 

25 Jahre

AIDS-Hilfe Bielefeld

 

Mitarbeiter der Drogenberatung Bielefeld, der Pro Familie und einige schwule Männer gründeten 1985 die AIDS-Hilfe Bielefeld e.V. In den Anfangsjahren spielten vor allem der Abbau von Ängsten und der Kampf gegen Zwangsmaßnahmen und Diskriminierung eine große Rolle. Heute, 25 Jahre später, blickt man auf ein Vierteljahrhundert unermüdliches Engagement für Menschen mit HIV und AIDS, für Prävention, für Selbsthilfe, für Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Wandel der Zeit. Ebenso groß und immer auf der Höhe der Zeit ist das Engagement der Bielefelder AIDS-Hilfe auch für die schwule und lesbische Community. Neben Partys und weiteren Veranstaltungen organisiert die AIDS-Hilfe Bielefeld als Mitglied des Netwerkes lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld e.V. seit einigen Jahren den Bielefelder CSD mit. Das Netzwerk setzt sich in besonderem Maße für die politischen Belange von Lesben und Schwulen in der Stadt ein. Vorsitzender ist AIDS-Hilfe-Geschäftsführer Peter Struck.

 

Zum Welt-AIDS-Tag am 1.12.10 finden nicht nur die Jugendfilmtage in Bielefeld statt, die AIDS-Hilfe Bielefeld informiert tagsüber auch in der Innenstadt an einem Infostand. Abends ab 19 Uhr lädt sie dann gemeinsam mit der Initiative Homosexuelle und Kirche (HuK) und der Klinik Mara zum ökumenischen Gottesdienst in die Süster-Kirche.

 

Am 17.12.10, 11 Uhr, lädt die AIDS-Hilfe dann zur 25-Jahr-Feier in das neue Haus der Tierpension der AIDS-Hilfe ein. Das neue Gebäude in der Spenger Str. 109 soll im Rahmen der Feierlichkeiten zugleich öffentlich eingeweiht werden. Das Grußwort wird Bielefelds erster offen schwuler Oberbürgermeister Pit Clausen sprechen. Prof. Dr. Andreas Zick von der Universität Bielefeld referiert zum Thema „Stigmatisierung von Menschen mit HIV und AIDS und Schritte zum Abbau von Diskriminierung. Die Jubiläumsfeier wird von einer Ausstellung zur Geschichte der AIDS-Hilfe Bielefeld begleitet. (Foto: Christine Stonat)

 

Online: www.aidshilfe-bielefeld.de

 

 

 

Schlachter-Tango

Jüdisch-schwule Bielefelder Geschichte

Theaterpremiere

 

Mit dem Doku-Drama „Schlachter-Tango“ zeigt das Theaterlabor Tor 6 im Dezember ein Stück persönliche Geschichte Bielefelder Homosexualität in und nach dem zweiten Weltkrieg. Das Stück befasst sich mit der wahren Geschichte des Bielefelders Ludwig Meyer. Das Theatersolo mit Michael Grunert feiert am 9.12.10 um 20 Uhr Premiere.

 

Ludwig Meyer ist Sohn eines Bielefelder Schlachters, wohnhaft in der Kreuzstraße, er ist Jude und homosexuell. Am 17.10.1936 wird er von der Gestapo verhaftet. Damit ist er einer von insgesamt 283 Männern, die im Rahmen der „Sonderaktion gegen Homosexuelle in Bielefeld“ im Polizeigefängnis in der Turnerstraße in Schutzhaft genommen werden. Nach mehreren Prozessen kommt Ludwig M. 1938 ins Konzentrationslager, zunächst nach Buchenwald, dann nach Auschwitz und schließlich nach Mauthausen, dem schlimmsten von allen wie man sagt. Doch er überlebt auch das und kommt nach Ende des 2. Weltkrieges 1945 frei. In seiner Heimatstadt Bielefeld sind seine Eltern tot und seine Verwandten deportiert. Als KZ-Häftling bekommt er zwar finanzielle Unterstützung - jedoch nur so lange bis seine Homosexualität ihn am 22.12.1948 erneut für fünf Wochen ins Gefängnis bringt. Homosexualität wird in Deutschland auch nach dem Krieg polizeilich und strafrechtlich verfolgt. Erst 1956 wird Ludwig M. als jüdischer KZ-Häftling rehabilitiert. Am Rande der Legalität, eröffnet er das erste Schwulenlokal in Hannover. Später zieht er nach Hamburg, wo er 1975 mit 71 Jahren in seiner Wohnung ermordet wird.

 

„In einprägsamen Bildern, mit dokumentarischen Texten, aber auch in Liedern und Gedichten, die den Zeitgeist jener Jahre widerspiegeln, entsteht in dem neuen Solo von Michael Grunert das Bild eines Mannes, der sich seine Identität und Menschenwürde nicht nehmen lässt“, so das Theaterlabor zur Premiere des „Schlachter-Tango“ am 9.12.10. Weitere Vorstellungen am 10. und 11.12.10. (Foto: Tom Dombrowski)

 

 

 

 

 

Weitere Notizen:

 

 

Mit einer Spendenaktion macht der Mädchentreff Bielefeld in der Vorweihnachtszeit auf sich aufmerksam. Verkauft werden vom Mädchentreff gestaltete Zollstöcke sowie immerwährende Mädchenkalender. Noch bis zum 17.12.10 werde jede Spendeneinnahme aus dieser Aktion von der Bethe-Stiftung verdoppelt, so der Mädchentreff. Das Geld kommt dem Projekt „Einfach schön - Prävention von Essstörungen“ zugute. www.maedchentreff-bielefeld.de

 

 

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25 Jahre AIDS-Hilfe Bielefeld: Am 17.12.10 lädt die AIDS-Hilfe Bielefeld zur Jubiläumsfeier in das neue Haus ihres Sozialprojektes Tierpension in der Spenger Str. 109 ein. Gast ist u. a. Bielefelds offen schwuler Oberbürgermeister Pit Clausen. Das Foto zeigt Pit Clausen (links) gemeinsam mit Peter Struck, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Bielefeld, beim Bielefelder CSD 2010.

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Am 16. Juli 2011 findet in Bielefeld der 17. Christopher Street Day statt. Das Motto lautet: geoutet. Für das Plakatmotiv des CSD schreibt das Organisationsteam ab Dezember einen Kreativ-Wettbewerb aus. Der/die Sieger/in wird von einer fachkundigen prominenten Jury ermittelt und im Rahmen einer Feier gekürt. Einsendeschluss ist der 28.2.11.

Ausgabe Nr. 38

Dezember 2010

„Schlacher-Tango“: Das Solo von Michael Grunert, ein Doku-Drama über das Leben des schwulen Bielefelder Juden Ludwig Meyer, feiert am 9.12.10 Premiere im Bielefelder Theaterlabor. Weitere Vorstellungen am 10. und 11.12.10.

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Ausgabe Nr. 38

Dezember 2010

Archiv

Update 2/2011: Am 24., 26. + 27.2.11 wird im Anschluss an das Theaterstück „Schlachter-Tango“ der Film „Rosa Winkel? Das ist doch schon lange vorbei“ von 1975/76 gezeigt. Ein Film von Peter Recht, Christiane Schmerl und Detlef Stoeffel darüber, wie sich Diskriminierung von Schwulen und Lesben in Deutschland in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg und der Nazizeit, als Homosexuelle in Konzentrationslagern mit einem Rosa Dreieck gekennzeichnet wurden, fortsetzte.

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