Mitte         Gesellschaft und Kultur

 

 

 

 

 

Einschalten

Kanal 21 mit Beitrag über lesbisches Leben in Bielefeld

 

Das Bielefelder Bürgerfernsehen Kanal 21 muss seinen Sendebetrieb ab dem 1.1.2010 zunächst bis auf Weiteres einstellen. Das gaben die Macher Ende Dezember 2009 auf ihrer Website www.kanal-21.de bekannt. Es geht um von der Landesmedienkommission zuletzt nicht behandelte Lizenzanträge. Ab dem 1.1.2010 ist der offene Fernsehkanal dann nicht mehr wie gewohnt über das bisherige Kabelnetz empfangbar. Das betrifft rund 90000 Haushalte in Bielefeld und Umgebung. Man wolle jedoch alles daran setzen, wieder auf Sendung gehen zu können, so die Macher weiter. Ziel hierfür sei das Frühjahr 2010.

 

Unterdessen geht beim Kanal 21 der Betrieb in Halle 12 in der Meisenstraße 65 weiter. Anfang Januar starten u. a. wieder neue Kurse zu Fernsehtechnik, Gestaltung und Journalismus. Der offene Kanal 21 ist nämlich nicht nur ein nicht kommerzieller Fernsehsender, an dem sich jeder aktiv beteiligen und bei dem jeder seine Beiträge senden kann, sondern er ist zugleich Lernfeld und medienpädagogischer Dienstleister, der allen interessierten Filmemacher_innen Technik, Equipment und Know How zur Verfügung stellt. Was die Ausstrahlung der Beiträge betrifft, sollen fortan einige der regelmäßigen und geplanten Sendungen über das Videoportal im Internet ausgestrahlt werden.

 

So auch der Beitrag über das lesbische Leben in Bielefeld. Der Beitrag entstand in den letzten Wochen in der Reihe „Bielefeld Sozial“. Unter anderem wurde Anfang Dezember 2009 im Frauenkulturzentrum und auf dem Siegfriedplatz ein Interview mit weird-Herausgeberin Christine Stonat gedreht. „In unserem Büro hängt übrigens schon seit längerem eure weird-Postkarte“, so Redakteur Jan beim ersten Gespräch. Der genaue Termine der Sendung ist am 11.1.10 auf http://video.kanal-21.de (www.kanal-21.de). (Foto: TS)

 

 

11.1.10, Bielefeld Sozial: Beitrag über lesbisches Leben in Bielefeld auf www.kanal-21.de: http://video.kanal-21.de

 

 

 

 

Damenelite in Bielefeld

Internationales Frauen-Hallenfußball-Turnier

 

Alle Jahre wieder kommt im Januar die weibliche Fußballelite Deutschlands und Skandinaviens nach Bielefeld. Und zwar in die bescheidene kleine Sporthalle der Realschule Jöllenbeck. Gespielt wird um den Pokal der Sparkasse Bielefeld. Auf Einladung des TUS Jöllenbeck werden in diesem Jahr am 16. und 17.1.2010 die Damen von UEFA-Cup-Siegerin FCR 2001 Duisburg, Sparta Prag, vom dänischen Meister Fortuna Hørring, vom aktuellen Deutschen Meister und Tabellenführer Turbine Potsdam, Zweitligist SV Herford, Brøndby IF, Kristianstad aus Schweden sowie des SC 07 Bad Neuenahr gegeneinander antreten. Erwartet werden auch wieder viele Nationalspielerinnen. Und gefeiert wird traditionell natürlich auch.

 

31. Internationale Frauen-Hallenfußball-Turnier des TUS Jöllenbeck, 16. und 17.1.2010, 14-19 + 11-17 Uhr, Sporthalle der Realschule Jöllenbeck, Bielefeld

 

Online: www.frauenturnier.com

 

 

Ein Kommentar:

 

Homosexualität ist bei dem hochkarätig besetzten Hallenturnier in Bielefeld auch dieses Jahr keine Thema. Weder Spielerinnen noch Ausrichter sprechen sich öffentlich gezielt gegen Homophobie im Fußball aus. DFB-Präsident Theo Zwanziger hat sich in den letzten Jahren immer wieder gegen Homophobie im Fußball stark gemacht und Fußballerinnen und Fußballer zu ihrem öffentlichen Coming-out ermutigt. Letzteres bislang mit nur wenig Erfolg. Zu groß scheint die Angst vor Repressalien. Die Spieler_innen wollen sich nicht outen. Auch aus den eigenen Reihen rät man dringend von einem einzelnen Outing ab. Theo Zwanziger hat das kurz vor Weihnachten 2009 nun auch erkannt, nachdem er mit einzelnen Sportler_innen persönlich geredet hat, wie er sagt, und will zunächst erst mal von weiteren Ermunterungen absehen. Dieses Jahr, 2010 ist die Fußball WM der Herren in Südafrika, 2011 die Frauenfußball WM in Deutschland. Es werden also auch weiterhin wieder viele Schwule und noch mehr Lesben aus allen Ländern der Welt auf den Plätzen stehen und nur ihr sportliches, nicht aber ihr ganzes Gesicht zeigen können. Wir machen weiter, bis es irgendwann einmal ganz selbstverständlich anders ist, wie lang auch immer das dauern mag. Von Christine Stonat

 

 

 

Acht auf einen Streich

L-Kurzfilmnacht im Januar in Bielefeld

 

Die deutschlandweite Lesbenmagazin L-Mag, der Filmverleih Salzgeber und das Cinemaxx setzen auch im dritten Jahr 2010 ihre lesbische Kinoreihe „L-Filmnacht“ fort. Einmal im Monat bringen sie in zahlreichen deutschen Lesbenmetropolen lesbische Kinofilme auf die große Leinwand, oft schon vor der offiziellen Kinopremiere! Ganz großes Kino also! Besonders beliebt beim Publikum aber sind die L-Kurzfilmnächte. Und mit solch einer Nacht startet auch das L-Filmnacht-Programm 2010. Gezeigt werden acht ausgesuchte neue internationale Kurzfilme von witzig bis nachdenklich. Gezeigt werden „How Do I Say This? I'm Gay!“ Ein Film von Michael Bodie und Silas Howard (USA 2007, 5 Minuten); „Tanz ins Glück“. Ein Film von Barbara Seiler (Schweiz 2008, 16 Minuten; z.T. dt. OF/OmU); „Am Ende der Straße (Na koncu ulicy)“. Ein Film von Jenifer Malmqvist (Polen 2007, 14 Minuten; OmU);  „Dyke Dollar“. Ein Film von Laura Terruso (USA 2009, 11 Minuten; OmU); „Easy Tiger“. Ein Film von Alkmini Boura (Schweiz 2008, 12 Minuten; dt. OF); „Buttery Top“- Ein Film von Catherine Crouch (USA 2008, 4 Minuten; OmU) sowie der brandneue Film „Im Sommer sitzen die Alten“ von Beate Kunath (D 2009, 22 Minuten; dt. OF) und der mehrfach preisgekrönte Beitrag „Pitstop“ von Melanie McGraw (USA 2007, 14 Minuten; OmU). Hierin entkommt die 12-jährige Protagonistin Maggie (Shawnna Youngquist, Foto) ihrer verzweifelten Einsamkeit und dem Chaos in ihrer Familie durch den Blick durch den Sucher ihrer billigen Snapshot-Kamera. Als sie beim Familientrip wie immer völlig unbeachtet bei einem Stop vergessen wird, trifft sie auf die ältere June. Durch sie erkennt Maggie zum ersten Mal wie wertvoll sie ist und nicht unsichtbar, wenn sie nur den Mut aufbringt sich mitzuteilen und das auszudrücken, was sie sieht.

 

L-Kurzfilmnacht: 15.1.2010, 20 Uhr, Cinemaxx, Bielefeld

 

 

 

Für Vielfalt - Gegen Gewalt

Lesben und Schwule in NRW

 

Die Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in Nordrhein-Westfalen ausgehend vom Kölner Beratungszentrum für Lesben und Schwule Rubicon (www.rubicon-koeln.de) hat die Aktion „Für Vielfalt - Gegen Gewalt“ ins Leben gerufen. Sie wird gefördert vom Landesministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration. Koordinatorin der Anti-Gewalt-Arbeit in NRW ist Almut Dietrich. Die eigene Website der Initiative www.vielfalt-statt-gewalt.de richtet sich an alle Lesben und Schwule, die eine Diskriminierungs- oder Gewaltsituation erlebt haben. Erkennen, Handeln und sich Hilfe suchen, lautet die Devise. Dazu gibt es Beispiele, Tipps und Adressen. Als Beratungs- und Hilfsangebot für Bielefeld wird die AIDS-Hilfe Bielefeld und die Psychologischen Frauenberatung angeführt (beide s. weird-Adressen).

 

Online: www.vielfalt-statt-gewalt.de

 

 

 

 

 

Weitere Notizen:

 

Vom 22. bis 29.1.2010 finden die „Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie an Hochschulen“ in Bielefeld statt. U. a. mit der Ausstellung „queer.durch.plastik“ (s. Archiv Ausgabe Nr. 22 August 2009) im UniQ. Einem Vortrag von Julia Bader „Heteronormativität aufbrechen. Mainstream - Queer Cinema - New Queer Cinema“ am 28.1.10, 18 Uhr im Hörsaal 8 der Universität. Der Gender Trouble Party mit dem One-Woman-Projekt Stockholm, der queeren Frauenband Billy Rubin und den Queers And Guitar DJanes am 27.1.10 im Audi-Min. Und mit weiteren Veranstaltungen. Alle Infos unter www.asta-bielefeld.de

 

Die Magnus Party, Bielefelds mit 16 Jahren älteste und größte lesbisch-schwule Party (s. Archiv Ausgabe Nr. 12 Oktober 2008), wurde zum Jahreswechsel 2010 von den Machern von Gaypeople übernommen. Von Partys bis zum Magazin sind die schwulen Jungs seit Jahren in der Szene von Osnabrück bis Hannover aktiv. Ändern soll sich in Bielefeld ganz bewusst nicht viel, so Mircooh von Gaypeople. Die Party findet wie gehabt immer am 1. Samstag im Monat ab 22.30 Uhr in der Hechelei statt. Die Schlager-„Nacht des Grauens“ übernimmt weiterhin der frühere Veranstalter. Ansonsten sorgen neue DJs wie Kenny B. oder Frau Hoppe ab sofort für die gepflegte Partymusik von Charts bis 80er Pop. www.magnusparty.de

 

Die Out Music Awards 2009 wurden im Dezember 2009 in den USA an offen lesbische, schwule und bisexuelle Künstler_innen, Filme etc. vergeben. Eine der Preisträgerinnen in der Kategorie bester Popsong ist die bisexuelle Musikerin Athena Reich mit ihrem Song „Love Is Love“, einem Plädoyer für die Liebe, egal welchem Geschlecht sie zu Teil wird - Liebe ist Liebe. Auch der lesbische Film „Hannah Free“ mit Sharon Gless (s. diese Archiv Ausgabe Nr. 27 Januar 2010), ebenfalls ein Plädoyer an die Liebe, bekam eine Auszeichnung.

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weird

Ausgabe Nr. 27

Januar 2010

Der preisgekrönte amerikanische Kurzfilm „Pitstop“ (Shawnna Youngquist als Maggie, Foto) bei der L-Kurzfilmnacht am 15. Januar 2010 im Cinemaxx Bielefeld.

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Weltklasse 2010: Unter diesem Motto steht das 31. Internationale Frauen-Hallenfußball-Turnier des TUS Jöllenbeck am 16. und 17.1.2010 in der Sporthalle der Realschule Jöllenbeck

Kämpft gegen Gewalt an Lesben und Schwulen in NRW: das Projekt „Für Vielfalt - Gegen Gewalt“.

Kameramann Siggi beim Dreh für den Beitrag über lesbisches Leben in Bielefeld: Das Bielefelder Bürgerfernsehen Kanal 21 geht zwar ab dem 1.1.2010 erst mal vom Netz, doch einige der regelmäßigen Sendungen werden bis auf Weiteres weiter über das Videoportal http://video.kanal-21.de von Kanal 21 ausgestrahlt. So auch der Beitrag über Lesbisch sein in Bielefeld. Dieser läuft am 11.1.10 in der Sendereihe „Bielefeld Sozial“ und ist ab dann auch weiterhin im Videoportal. Also einschalten!

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Ausgabe Nr. 27

Januar 2010

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