Textfeld:                                                          Das Stadtmagazin für lesbische Frauen in Bielefeld

Mitte         Gesellschaft und Kultur

 

 

 

 

Das Geheimnis des Lebens

 

Interview mit Klee-Sängerin

Suzie Kerstgens

CSD Bielefeld 2009 Part I

 

 

weird: Ihr engagiert euch neben vielen sozial-politischen Projekten u. a. immer wieder auch für die schwullesbische Community? Was ist der queere Faktor an Klee?

 

Suzie: Wir sind zwar eine heterosexuelle Band haben aber durch Freunde engen Kontakt zur schwullesbischen Community, und wir freuen uns sehr über die Akzeptanz und die vielen Einladungen, denn uns geht es in unserer Musik vor allem darum, Menschen zu erreichen, die bereit sind ihr Herz zu öffnen. Das erleben wir immer wieder auf schwullesbischen Events und ist für uns Motor zum Engagement.

 

 

weird: Ihr ward gerade zu Konzerten in Russland und in China. Denkt man da bei all den neuen Kultur- und Landeseindrücken auch an Menschrechte wie z. B. u. a. die Situation Homosexueller in den Ländern?

 

Suzie: Selbstverständlich haben wir im Vorfeld lange darüber diskutiert, ob wir in diese Länder, aufgrund der politischen Lage, überhaupt reisen können. Leider ist Homosexualität dort immer noch ein gesellschaftlich stark tabuisiertes Thema. Wir sind als „musikalischer Botschafter“ nach Russland und China gereist, um dort vor Ort die Menschen kennen zu lernen, mit ihnen zu sprechen und unsere Musik zu teilen, in der Hoffnung vielleicht etwas zu bewegen, Mut zu machen und die Menschen unmittelbar zu erreichen. Wir sind selbst immer noch tief bewegt wie viel Liebe und positive Energie uns, bei unseren Konzerten und Gesprächen, entgegengebracht wurde und genau das hat uns bestärkt das Richtige getan zu haben, nämlich gemeinsam etwas zu bewegen. (Unsere Reiseberichte gibt es unter: www.kleemusik.de)

 

 

weird: Als Band mit Sitz in Köln habt ihr - nach eurem Song „2 Fragen“ für die Aktion Mensch – jetzt auch für den Landschaftsverband Rheinland LVR den Song „Wir halten zusammen“ u. a. mit behinderten Menschen eingespielt. Der Titel erschien Mitte Mai 2009. Anlass war der „Tag der Begegnung“ in deiner ehemaligen niederrheinischen Heimatstadt Xanten. Wie war die Arbeit zu dem Song für dich und auch die Präsentation?

 

Suzie: Das waren  ganz besondere Tage für uns. Sowohl die Aufnahmen im Studio mit den Menschen mit und ohne Behinderung, als auch der Auftritt in Xanten im Amphitheater am „Tag der Begegnung“ (das größte integrative Fest Europas), denn wir haben spüren können, wie gemeinsames musizieren jegliche Grenzen überwinden kann. Das Musik als universelle Sprache Barrieren bricht, abbaut und sogar verschwinden lässt. Es war uns ein großes Anliegen den Song „Wir halten zusammen“ mit Hilfe des LVR an alle, die in Xanten vor Ort waren, zu verschenken. Denn wir wissen welche Mühen und Anstrengungen viele unserer Fans mit Handicap auf sich nehmen müssen, um uns live erleben zu können. Freundlicherweise gibt es auch jetzt noch die kostenlose Gelegenheit das Lied unter www.lvr.de/derlvr/aktionen/klee-song.htm herunter zu laden. Außerdem empfehle ich sehr das Video zum Song anzuschauen, um mitzuerleben wie der Tag im Studio war.

 

 

weird: Euer aktuelles Album „Berge versetzen“ ist jetzt ziemlich genau ein Jahr alt. Arbeitet ihr schon an neuem Material und wie könnte das aussehen bzw. sich anhören?

 

Suzie: Die Zeit vergeht viel zu schnell. Ich versuche so oft in schönen Momenten die Zeit anzuhalten oder zurück zu kommen zu dem Zeitempfinden, dass ich früher als Kind hatte. Wo die Tage so wunderbar und die Nächte schier endlos schienen. Es gelingt mir selten und meistens bei unangenehm, langen Fahrten im Tourbus. Aber die Zeit, die wir zwischen Tourneen, Konzerten, Festivals und Autofahrten in diesem Jahr hatten, haben wir zur Vorbereitung eines neuen und damit 5. Klee Albums genutzt. Es werden mit Sicherheit unsere gesammelten Erlebnisse, Eindrücke und Wahnsinnigkeiten des letzten Jahres wieder zu finden sein und nach wie vor wird uns das Geheimnis des Lebens inspirieren.

 

 

weird: Was kann deiner Meinung nach „Berge versetzen“?

 

Suzie: „Berge versetzen“ ist eine Metapher und zielt geradewegs in die Welt des Gefühls und des Wunderbaren; in eine ins Unendliche gerichtete Sehnsucht nach Veränderung, Fortschritt und Freiheit. Es geht darum,  nicht nur „etwas“, sondern sich selbst zu bewegen. Statt still zu stehen oder still zu halten. Das kann, meiner Meinung, nur durch Liebe geschehen, denn die Liebe gibt die Kraft und den Mut, den der Mensch braucht, um „Berge versetzen“ zu können

 

 

weird: CSD in Bielefeld. Was erwartet ihr, was darf das Publikum erwarten?

 

Suzie: Es verspricht ein Tag in den buntesten Farben und Facetten zu werden, so haben wir Bielefeld wahrscheinlich vorher noch nicht funkeln und feiern gesehen und doch zeigt das diesjährige Motto: „69 – mehr als eine Stellung – Lesben und Schwule kämpfen seit mehr als 40 Jahren gegen Entwürdigung“ die dringende Ernsthaftigkeit, die neben der Freude über das bisher Erreichte, immer noch steht. Genauso facettenreich, frei und funkelnd, ernsthaft, energiegeladen und erotisch wie Bielefeld am CSD erstrahlen wird, werden wir am 15. August zurückstrahlen. Wir freuen uns sehr dieses Jahr Teil des Bielefelder CSD zu sein.

 

 

weird: Was für Musik magst du und legst du auf, wenn du nebenbei als DJ hinterm Mischpult stehst? Wo und wie arbeitest du da?

 

Suzie: Beim Auflegen gibt es bei mir keine Regeln und auch keine Grenzen des guten Geschmacks. Ich lege das auf, was mir selbst Spaß macht. Das ist meist eine abenteuerliche, anachronistische Reise durch sämtliche Genres der Musikgeschichte. Da kann es z. B. schon mal passieren, dass die Beatles vor Britney und New Order nach einem Charleston die Tanzfläche vibrieren lassen.

 

weird: Du hast eine klassische Ausbildung als Tänzerinnen. Bist du noch „im Training“, geht da noch was (grinst)?

 

Suzie: Ich habe vor einigen Jahren aufgehört regelmäßig zu trainieren. Aber ich tanze immer noch für mein Leben gerne.

 

weird: Und wann und wieso kamen deine langen Haare ab (grinst)?

 

Suzie: Ich wollte einfach das Clichée aufbrechen, welches viele Leute mit langen, blonden Haaren im Popbusiness verbinden. Mir reicht es nicht musikalisch auf mein Äußeres reduziert zu werden. Ich probiere gerne viele Dinge aus und spiele mit verschiedenen Stilen. Das entspricht eher meiner Persönlichkeit und ich stehe vor dem Mikrophon als Suzie Kerstgens und nicht als immer länger werdender Schatten eines verstaubten Clichées.

 

 

Interview: Christine Stonat (7/2009)

Fotos: Klee - www.klee-ralley.de

 

 

 

 

69 - Mehr als eine Stellung

CSD Bielefeld 2009 Part II

 

69 – mehr als eine Stellung – Lesben und Schwule kämpfen seit 40 Jahren gegen Entwürdigung“. Bielefeld feiert den Christopher Street Day und mit ihm auch dessen 40-jährigen Jahrestag (Mehr zu 40 Jahre Christopher Street Day s. auch Archiv Ausgabe Nr. 19 Mai 2009). Gut ein Dutzend Wagen, darunter als lesbische Vertreterinnen auch weird, das Underground und Queers And Guitar, und diverse Fußgruppen werden bei der Parade am Samstag, den 15.8.2009 ab 14 Uhr von der Altstädter Nicolaikirche durch die Innenstadt zum Siegfriedplatz ziehen, um für die Rechte von Lesben und Schwulen zu demonstrieren. Das Orga-Team des CSD hat es dabei für alle TeilnehmerInnen zur „Pflicht“ gemacht, ein politisches Statement auf ihren Wagen und Plakaten zu transportieren. Rund 25 Stände wird es dann im Anschluss ab 15 bis 21 Uhr beim großen Straßenfest auf dem Siegfriedplatz geben. Musikalischer Topact ist in diesem Jahr die Band Klee (Interview mit Sängerin Suzie Kerstgens s. o.) Vorab spielt Fortezza, die All-Female-Band mit der lesbischen Gitarristin Katrin Remmert (s. auch „Termine“). Politisch geht es aber auch hier zunächst auf der Bühne zu, hat sich doch für den obligatorischen PolitikerInnen-Talk erstmals seit dem letzten Wahljahr auch wieder ein Vertreter der CDU zu Gesprächen auf der CSD-Bühne bereit erklärt. Mal sehen, was die zu sagen haben. U. a. hatte das CSD-Team auch in diesem Jahr angestrebt, dass zum CSD in Bielefeld vor dem Rathaus die Regenbogenflagge als Zeichen für die Anerkennung von Lesben und Schwulen und deren Rechte gehisst wird. Die CDU-Stadtväter unter der Leitung von Bielefelds Oberbürgermeister Eberhard David lehnen das jedoch nach dem letzten Stand ganz klar ab. In anderen Städten inzwischen eine Selbstverständlichkeit bleibt Bielefeld also auch 2009 eine der Ausnahmen. Nach der kurzen Rückfrage, was denn der Christopher Street Day (CSD) überhaupt sei, teilte das Presseamt der Stadt Bielefeld weird gegenüber Ende Juli 2009 telefonisch mit, dass man das Hissen von Flaggen auch weiterhin ausschließlich zu Staatsanlässen u. Ä. beibehalten wolle.

 

Online: www.csd-bielefeld.de

Fotos und mehr ab dem 16.8.09 bei weird (s. Inhaltsverzeichnis)

 

 

CSD Programm 2009, Samstag, 15.8.

 

ab 14 CSD-Parade von der Altstädter Nicolaikirche durch die Innenstadt zum Siegfriedplatz

ab 15 Uhr Bühnenprogramm, Talk-Show und viele Stände auf dem Siegfriedplatz

Begrüßung und Ansprache des Netzwerks lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld e.V.

15:20 Uhr Best of Herzenslust – Präventions-Team der AIDS-Hilfe Bielefeld e.V.

15:35 Uhr Talkshow mit PolitikerInnen

16:20 Uhr Fortezza, All-Female-Akustikrock

17.15 Uhr Klee, Deutsch-Pop aus Köln

23.00 Uhr Party im Forum

23.00 Uhr Party im Ostbahnhof

24.00 Uhr – 04.00 Uhr Shuttle zwischen Ostbahnhof und Forum

 

 

 

Bielefeld hat seine Tage

weird erstmals mit eigenem Wagen

 

CSD Bielefeld 2009 Part III

 

Für weird ist es der zweite CSD. Letztes Jahr noch an Bord der netten Ladies von Queers And Guitar wird weird in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Wagen in der Parade und auch auf dem Siegfriedplatz vertreten sein. Einem kleinen Wagen zwar, aber immerhin … Das weird-Motto: „Lesbische Kulturberichterstattung und Kultur für Sichtbarkeit, Toleranz und Akzeptanz auf dem Weg zur völligen Gleichstellung“. Watch out! Es lohnt sich! Denn auf dem CSD Bielefeld am 15.8.09 gibt weird nicht nur „Süßes“, sondern u. a. auch den Startschuss zum Vorverkauf für die ersten lesbischen Kulturtage Bielefelds! Das einzigartige Event „Bielefeld hat seine Tage“ mit der lesbischen Kabarettistin Petra Förster und der lesbischen Autorin Mirjam Müntefering findet am 25. + 26. November 2009 im Zweischlingen, Bielefeld statt. Anlass ist das zweijährige Jubiläum von weird.

 

Online: www.bielefeld-hat-seine-tage.de

 

 

 

queer.durch.plastik

Lesbische Barbies vor der Kamera

 

CSD Bielefeld 2009 Part IV

 

Im Rahmen der ersten lesbischen Bielefelder CSD-Kulturwoche vor der CSD-Parade findet vom 11. bis 13.8.09 eine Fotoausstellung statt. Titel der Ausstellung „queer. durch.plastik“, ein Fotoprojekt, bei dem Barbies homosexuell in Szene gesetzt wurden. Zu den 12 Fotografien wurden die Macherinnen Hannah (21) und Julia (27) durch die Beschäftigung mit queer-theoretischen Ansätzen im Rahmen ihres erziehungswissenschaftlichen Studiums an der Bielefelder Universität inspiriert. Die kleine Barbiepuppe feiert 2009 ihren 50-jährigen Geburtstag und gilt als DAS heterosexualisierte weltweite Schönheitsideal. Sie sieht immer gut aus, ist immer jung, schlank, gut gekleidet und auch ein bisschen steif … Die Ausstellung „queer.durch.plastik“ sehen Hannah und Julia als Angriff auf die heteronormative Gesellschaft. Mit der Barbie als Objekt, das hier nicht dem erwarteten Partner Ken, sondern einer anderen Barbie zugeordnet wird, wird die Barbie als Repräsentantin der Heterosexualität „ent-heterosexualisiert“. Auch werden lesbische Stereotypen durch Aussehen, Kleidung, Körper durchbrochen. Die Ausstellungseröffnung „queer.durch.plastik“ ist zugleich die Eröffnung der CSD-Kulturwoche am 11.8.09 um 17.30 Uhr im Filmhaus Bielefeld. Vom 11.-13.8.09 sind die Fotos und begleitenden Texte jeweils in der Zeit von 18 bis 23 Uhr im Foyer des Filmhauses zu sehen.

 

Online: www.queerdurchplastik.org (ab 11.8.09!)

 

 

CSD-Kulturwoche

CSD Bielefeld 2009 Part V

 

Vom 11. bis 13.8.09 findet in Bielefeld die erste CSD-Kulturwoche statt. Neben der oben erwähnten Ausstellung steht am 13.8.09 ein „Lesbischer Filmabend“ auf dem Programm. Gezeigt werden die Filme „All Over Me“ (Drama, 1997, Alex & Sylvia Sichel) und „Before Stonewall“ (Doku, 1985, Greta Schiller, mit Rita Mae Brown), und das ab 19 Uhr im alten Lichtwerk-Kino im Bielefelder Filmhaus. Die Musik zu dem amerikanischen Low-Budget-Riot Grrl-Film „All Over Me“ mit Alison Folland und Tara Subkoff (Foto) in den Hauptrollen stammt von Acts wie Sleater Kinney oder Ani DeFranco. Der offen lesbische L-Word-Star Leisha Hailey hat zudem eine Nebenrolle. Leisha Hailey veröffentlicht Ende August 2009 ihr erstes Album „Common Reaction“ mit ihrer Band Uh Huh Her endlich auch in Deutschland. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe!

 

 

CSD-Kulturwoche, Filmhaus, Bielefeld, 11.-13.8.09:

 

_Eröffnung der CSD-Kulturwoche mit queer.durch.plastik, Ausstellungseröffnung (11.-13.8. 18-23 h). Außerdem Lesung + Filmausschnitte aus „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, …“ (Dr. David Reuben/Woody Allen) und dem Film „Tunten lügen nicht“ (Rosa von Praunheim), Filmhaus, Bielefeld, ab 17.30 h, 11.8.

 

_Schwuler Filmabend: „Rosa Winkel? ...“ + „Nicht der Homosexuelle ist pervers …“ (Rosa von Praunheim) + Diskussion mit Detlev Stoffel, Filmhaus, Bielefeld, 19 h, 12.8.

 

_Lesbischer Filmabend: „All Over Me“ + „Before Stonewall“, Filmhaus, Bielefeld, 19 h, 13.8.

 

 

_Offizieller CSD Gottesdienst 2009 mit Pfarrer Menzel, Neustädter Marienkirche, Bielefeld, 19 h, 14.8.

 

 

 

 

 

Weitere Notizen:

 

Vom 23.8. bis 10.9.09 findet in Finnland die Frauenfußball Europameisterschaft 2009 statt. Titelverteidiger Deutschland startet am 24.8. in der Gruppe B gegen Norwegen in das Turnier. Weitere Gruppengegner sind Island und Frankreich. Alle Spiele werden live oder als Aufzeichnung im Fernsehen bei Eurosport gezeigt. Die Spiele der deutschen Damen außerdem live bei ARD bzw. ZDF. Mehr zur deutschen Nationalspielerin Inka Grings, die aus Anlass der EM wieder ins deutsche Team zurückgeholt wurde s. auch Archiv Ausgabe Nr. 18 April 2009

 

Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) setzt sich für ein volles Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ein. In einer von ihr veranlassten und Ende Juli 2009 vorgelegten Studie belegt sie, dass Kinder aus Regenbogenfamilien mit zwei lesbischen Müttern bzw. zwei schwulen Vätern und ähnlichen Konstrukten keinerlei Nachteile gegenüber Kindern aus heterosexuellen Familien zu Teil werden. Die Zeitung „Welt“ kommt da zu einem anderen Schluss: Ein Kommentar von Robin Alexander zu diesem Thema vom 23. Juli 2009 brachte Lesben und Schwule auf den Plan (www.welt.de/politik/deutschland/article4177844/Homo-Paar-kann-Mutter-und-Vater-nicht-ersetzen.html). Zu einem sachlichen Artikel zu diesem Thema vom 7. Juni 2009 startete die Zeitung „Welt“ zuvor eine Online-Umfrage für oder gegen das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Bisher beteiligten sich über 14000 Menschen. Das Ergebnis sofern: 50/50.

 

Auf das Sozialprojekt Tierpension der Bielefelder AIDS-Hilfe in Bielefeld-Jöllenbeck wurde am 9. Juli 2009 in der Nacht ein Brandanschlag verübt. Eines der gerade renovierten Häuser wurde dadurch derart beschädigt, dass es voraussichtlich abgerissen werden muss. Tiere und Menschen kamen nicht zu schaden. Bereits am ersten Standort der Tierpension in Oldentrup wurde am 7. Juli 2007 ein Brandanschlag verübt. Die Tierpension ist bei den AnwohnerInnen sehr umstritten. Immer wieder kam es zu Protesten und Klagen vor Gericht wegen Lärmbelästigung.

 

 

 

 

 

 

 

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weird

Ausgabe Nr. 22

August 2009

Die Band Klee aus Köln hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu einer der wichtigsten und engagiertesten Deutschpop-Bands des Landes hoch gespielt. Unter dem Namen Ralley vor über zehn Jahren und mit zwei Alben zu dritt gestartet, markierte ein schwerer Unfall mit dem Tourbus nur wenige Jahre später einen wichtigen Wendepunkt in ihrem Leben, einen Neuanfang. Musikalisch begann der 2002 mit neuem Namen: Klee. Die beiden Gründungsmitglieder Tom Deininger (Gitarre) und Sten Servaes (Schlagzeug) waren nach langer Rekonvaleszenzzeit wieder körperlich fit und zwei neue Mitglieder, Stefan Götzer und Daniel Klingen, verstärkten die Band. Vier Alben haben die fünf MusikerInnen um Sängerin und Frontfrau Suzie Kerstgens (Fotos oben) seitdem veröffentlicht. Ihr letztes mit dem Titel „Berge versetzen“ erschien 2008. Suzie wurde 1971 am Niederrhein geboren. Heute lebt sie in Köln. Sie machte ein Ballett- und Tanzausbildung und studierte Philosophie und Germanistik. Sie engagiert sich darüber hinaus seit Jahren für viele soziale Projekte, hat mit anderen Künstlern von Erdmöbel bis Tom Liwa zusammen Songs gemacht und wirft von Zeit zu Zeit in Köln auch mal die ein oder andere CD in den Player und lässt die anderen tanzen ...

 

 

Live:

15.8.09, 17.15 h, Siegfriedplatz, Bielefeld (CSD 2009)

 

Online:

www.kleemusik.de

www.klee-ralley.de

 

 

Das Wahrzeichen der Stadt, der Bielefelder Leineweber, trägt mit Stolz zum CSD Bielefeld alljährlich die Regenbogenflagge. Allerdings nur „auf dem Papier“. Die Bielefelder Stadtväter scheuen sich weiterhin nach Vorbild anderer Städte zum CSD die Regenbogenflagge vor dem Rathaus zu hissen.

queer.durch.plastik: die gleichnamige Fotoausstellung im Rahmen der CSD-Kulturwoche vom 11. bis 13.8.09 im Filmhaus Bielefeld setzt Barbies lesbisch in Szene.

Bielefeld hat seine Tage. Die lesbischen Kulturtage für alle Kulturinteressierten

Mit Petra Förster (Kabarett) und Mirjam Müntefering (Lesung). 25.+26. November 2009, 20 Uhr, Zweischlingen, Bielefeld.

Lesbische Kulturberichterstattung und Kultur für Sichtbarkeit, Toleranz und Akzeptanz auf dem Weg zur völligen Gleichstellung: weird - Das Stadtmagazin für lesbische Frauen in Bielefeld eröffnet am 15.8.09 auf dem Bielefelder CSD den Vorverkauf für die ersten lesbischen Kulturtage für alle Kulturinteressierten „Bielefeld hat seine Tage“ am 25.+26.11.09 im Zweischlingen.

Sweet fifteen und beste Freundinnen: Claude (Allison Folland, links) und Ellen (Tara Subkoff) in New York. Doch dann kommt die Liebe … Das Riot Grrl-Drama von den Sichel-Schwestern läuft am 13.8.09 beim Lesbischen Filmabend der CSD-Kulturwoche 2009 im Bielefelder Filmhaus. Alison Folland, Gerüchte sagen, sie sei auch im wirklichen Leben lesbisch, wird am 10.8.09 31 Jahre alt.

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