Mitte         Gesellschaft und Kultur

 

 

 

 

 

Bielefelds queeres Statement

Ladyshake

 

Queer ist mehr als nur ein anderes Wort für schwul, lesbisch, bi oder transgender. Queer ist eine Lebenseinstellung. Eine Haltung. Eine politische Haltung. Es geht dabei auch darum, Geschlechterdefinitionen und -rollen abzubauen, Gesellschaftsnormen entgegenzutreten. Eigentlich heißt queer aus dem Englischen übersetzt - ähnlich wie weird - so viel wie seltsam oder sonderbar. Katharina und Doro definieren sich selbst als queer. Als queer-feministisch und nennen sich Ladyshake. Die Bezeichnung Lady ist für sie dabei ganz klar queer-feministisch definiert, so wie durch die Ladyfeste international geprägt. Gemeinsam mit anderen Frauen organisieren die jungen Bielefelderinnen seit sechs Jahren queer-feministische Veranstaltungen wie Konzerte, Filmabende, Lesungen oder Partys.

 

Unter dem an „Ladyshave“ angelehnten ironisierten Namen Ladyshake 2002 von acht, neun jungen Ladies gegründet, gab es im April 2003 die Ladyshake-Debut-Party. Nicht einfach bloß eine Party, sondern ein klares erstes queer-feministisches Statement in Bielefeld mit hohem Spaßfaktor, das bald zum Kult wurde. Ladyshake-Veranstaltungen werden immer mit viel Aufwand geplant und umgesetzt. „Wir haben einen großen Anspruch an unsere Veranstaltungen. Wir wollen einen queer-feministischen Anspruch transportieren“, so Katharina. Es geht darum, queer-feministische Frauen und Ladybands zu supporten, als Frauen Präsenz zu zeigen und auch anderen Frauen, Lesben und Queers Raum zu bieten. Geschlechterrollen sollen im günstigen Fall keine Rolle mehr spielen. Machos und Gaffer keine Plattform finden. Anspruchsvolle Musik, vor allem aus der Riot Grrl-Bewegung, gehört zu dem Gesamtkonzept ebenso wie eine üppige Deko und visuelle Inszenierungen jenseits von Parolen, Transparenten und Zeigefingern. „Wir wollen Inhalte, Botschaften transportieren“, so Doro. „Dabei war es immer klar, dass wir nicht regelmäßig jeden Monat Veranstaltungen machen würden. Zum einen dauert die Vorbereitung einer Veranstaltung sehr lange und zum anderen soll das Besondere nicht verloren gehen.“ Außerdem sind alle heutigen Macherinnen mittlerweile in ihren Jobs als Akademikerin, Studentin, Künstlerin o. Ä. zeitlich sehr ausgefüllt. Ein Grund warum es im Mai 2007 die letzte Ladyshake-Party gab. Ob es überhaupt noch mal eine geben wird, daran glauben Katharina und Doro aus der heutigen Sicht eher nicht.

 

Zuletzt gab es im April 2009 dafür aber ein Konzert mit dem Frau-zu-Mann-Transgender Rae Spoon. Er folgte der Einladung von Ladyshake ebenso gerne wie Ladybands wie The Organ, Lesbians On Ecstasy, Rhythm King And Her Friends u.v.a. Dazu gab es Kurzfilme von und mit Nikki Forest, Lesungen von und mit Sarah Diehl und vieles mehr. Am 30.5.09 wird es erstmals eine nicht-queere Ladyshake-Veranstaltung geben. Zu Gast ist die immerhin politischmotivierte Indieband Monochrome mit Sängerin Kate Complikate (s. auch Termine). „Die wollten wir einfach immer schon mal machen“, freut sich Katharina, dass es nun endlich geklappt hat, die deutsche wie Schweizer Band gemeinsam mit der AJZ-Kinogruppe nach Bielefeld zu holen. Homebase der Ladyshake-Veranstaltungen ist von Beginn an das AJZ in Bielefeld gewesen. Hier finden nicht nur alle Veranstaltungen statt, hier organisierten die Ladyshake-Ladies auch Bielefelds erstes und leider auch bislang einziges Ladyfest 2005. Zu dessen einzelnen Veranstaltungen, kam eine queere Szene, mehrere Hundert Frauen und Lesben, aus ganz Deutschland.

 

Online:

www.ladyshake.de

www.myspace.com/ladyshake

 

 

 

Mit allen Sinnen

LesbenFrühlingsTreffen Köln 2009

 

Was bestimmt unser privates und politisches lesbisches Leben?“ Dieser Frage und weiteren stellt sich das diesjährige LesbenFrühlingsTreffen, kurz LFT. Mehrere Tausend Lesben aus ganz Europa kommen einmal im Jahr zusammen, um gemeinsam das lesbische Lebensgefühl zu feiern. Vor einem politischen Hintergrund geht es vor allem darum, sich für lesbisches Empowerment und lesbische Netzwerkbildung, gegen Diskriminierung und Homophobie zu engagieren. In der Regel jedes Jahr in einer anderen deutschen Stadt, findet das 35. LFT 2009 nach genau zehn Jahren erneut in Köln statt. Das Motto: „Lesben in R(h)einkultur - Alles im Fluss?“ Neben der Kundgebung in der Kölner Innenstadt gibt es zu Pfingsten (29.5.-1.6.09) u. a. wieder zahlreiche Workshops von Stiefkind-Adoption bis zum Flirtkurs, ein abwechslungsreiches Programm u. a. mit Filmen, Lesungen, Rheinfahrt und Stadtführung (auch in Gebärdensprache) sowie eine kulturelle Abendgestaltung u. a. mit der US-Performancekünstlerin Janice Perry und Partys rund um die Thematik, was uns Lesben bewegt und unsere Sinne berührt. Zu einem der Schwerpunktthemen zählt in diesem Jahr der 1. lesbische Vorsorgetag. Dabei dreht sich alles um Dinge wie Patientinnenverfügungen, lesbisch alt werden und ein selbstbestimmtes lesbisches Leben bis zum Tod. Als besonderes Ziel der der diesjährigen Veranstaltung wollen die Veranstalterinnen die Annerkennung des Lesbisch seins als Asylgrund erreichen.

 

Das Tagesprogramm des LFT 2009 findet in der Humanwissenschaftlichen Fakultät (HWF) der Universität und das Abendprogramm in der Zentralmensa der Uni Köln statt. Das LesbenFrühlingsTreffen ist barrierefrei organisiert.

 

Online: www.lesbenfruehling.de/koeln2009

 

 

 

Warum Frauen doch einparken können

Kein Sexismus an Hochschulen.

Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie an

Uni und FH Bielefeld 2009

 

Jeder von uns ist es irgendwie. Wir alle haben Klischees im Kopf, bewusst oder unbewusst. Und meistens meinen wir es gar nicht so, halten uns selbst für tolerant und offen, um dann doch mit einem dummen Spruch in die Falle zu tappen. „Alte Schwuchtel, blöde Tunte“, lachen wir. „Frauen und Technik!“, hören wir uns sagen. „Typisch Frau, kann nicht einparken, weil sie nicht weiß, was 20 cm sind.“ Sexismus und Homophobie sind überall, begleiten uns den ganzen Tag, im Job, in der Schule, in der Uni. „Die Aktionstage sollen helfen, Homophobie und Sexismus, also die Diskriminierung und Benachteiligung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts, im Alltag zu entlarven und sich damit auseinander und dagegen zur Wehr zu setzen“, so Bielefelder Mitinitiator Stephan Mertens vom Schwulenreferat (SchwuR) der Uni Bielefeld. „Kein Sexismus an Hochschulen“ so der Titel der bundesweiten Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie. 2007 wurden sie ins Leben gerufen.

 

Klar, dass die Bielefelder Hochschulen, Uni und FH, sich auch engagieren. Vom 4. bis 8. Mai 2009 wird es in Bielefeld in der Uni und FH Kurt-Schumacher-Str. ein umfangreiches Pogramm mit Vorträgen, Lesungen, Filmabenden, Workshops und Party geben. „Im Mittelpunkt der Veranstaltungswoche steht, dass der Kampf gegen Sexismus und Homophobie durch die Verknüpfung von politischen Inhalten und Kultur die angemessene Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erlangt“, so Malin Houben, Gleichstellungsreferentin des AStA der Universität. Die Aktionswoche endet am Freitag, 8.5.09 ab 21.30 Uhr mit einem Konzert der Band Team Plastique (Berlin) und dem lesbischen Duo Scream Club (Berlin/USA) und anschließender „Gender Trouble“-Party (ab ca. 0.30 Uhr) - gegen Lookism und gängige Geschlechterrollen u. a. mit Musik von den Queers and Guitar-DJanes, die sich auch im Weiteren für die Organisation der Aktionstage engagiert haben. Weitere Unterstützer_innen sind die Feministischen Referate der Uni und der FH, das Lesbenreferat der FH, das Uni-Frauencafé Anaconda, die AIDS-Hilfe Bielefeld, die Terre des Femmes-Städtegruppe Bielefeld, der Frauennotruf, der Verein Wildwasser, die Regionalgruppe OWL des LSVD, die Schwulenreferate der Uni und der FH sowie das Frauenkulturzentrum Bielefeld. (Foto: Sarah Diemerling)

 

Online: www.kein-sexismus.asta-bielefeld.de

 

 

Programm:

 

4.5.: _Geschichte feministischer Medienkultur, Vortrag, 18 h, H3

_Was Sie schon immer über Sex wissen wollten … - Szenische Lesung, 20 h, AudiMin

 

5.5.: _Tunten Terror Tag (ganztägig)

_Einstieg in feministische Theorie und Philosophie, Workshop, 16 h, StuPa-Keller (FH)

_Sexualisierte Gewalt und Medien, Vortrag/Workshop, 17 h, Frauencafé Anaconda (U/V2)

_SchwuR-Filmabend, 18 h, SchwuR (C1-170)

 

6.5.: _Streetartworkshop, 12-17 h, T1-176

_Homosexualität und Menschenrechte: ein Iraner in Deutschland. Vortrag, 16 h, H3

_Alt und verrückt gleich dement, Vortrag, 17.30 h, Anaconda

_Persepolis, Film, 20 h, Anaconda

 

7.5.: _Streetartworkshop, 12-17 h, T1-176

_Homophobie und Fußball, Vortrag, 16 h, StuPa-Keller (FH)

_Football Under Cover, Film 18 h, StuPa-Keller (FH)

_Working On It; Film, 20 h, Anaconda

 

8.5.: _Gender Trouble Party, Live: Teamplastic + Scream Club, DJanes von Queers And Guitar, ab 21.30 h, AudiMin

 

 

 

 

30 Jahre schwul-lesbische Kulturtage

Gay In May Osnabrück

 

Es ist die älteste schwul-lesbische Veranstaltungsreihe Deutschlands. 30 Jahre ist es her, als in Osnabrück im Frühjahr 1979 zunächst eine rein schwule Veranstaltung damals noch unter anderem Namen organisiert wurde. Heute finden in Osnabrück einen ganzen Monat lang unterschiedliche schwule und lesbische Veranstaltungen unter dem Namen „Gay In May“ statt. „Schön scharf“ ist das Motto von Gay In May 2009, das vom 29.4. bis zum 29.5.09 in der gesamten Osnabrücker Stadt gefeiert wird. Den Auftakt macht seit 1992 die Verleihung des schwul-lesbischen Rosa Courage-Preises, der in diesem Jahr an Hella von Sinnen (weird-Interview s. Archiv Ausgabe Nr. 18 April 2009) und ihre Lebensgefährtin Cornelia Scheel verliehen wurde. Beide waren persönlich bei der offiziellen Verleihung im Rathaus anwesend. So auch alle anderen Preisträger_innen der vergangenen Jahre. Der Preis wird im Wechsel an einen Mann und eine Frau vergeben für besondere Verdienste für die Community. Erstmals geht er in diesem Jahr an zwei Frauen. „Es gibt keinen vergleichbaren Preis in Deutschland“, ist Matthias Reiser von Gay In May stolz. „Der Preis ist bei den Gewürdigten und in der Stadt inzwischen hochgeschätzt.“ Der Oberbürgermeister persönlich lädt gemeinsam mit Gay In May in den besten Saal ins Rathaus zur Preisverleihung. Die Veranstaltung mit mehreren Hundert Besucher_innen ist öffentlich und der Eintritt frei. Die Tageszeitung Osnabrücks, die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), berichtet in diesem Jahr ausführlich. Auch das ist nicht selbstverständlich und auch darauf ist Gay In May stolz.

 

Damals, zu den Anfängen von Gay In May „haben sich die Zeitungen geweigert zu berichten und auch die Polizei hat die Veranstaltungen nicht gerne gesehen“, weiß Matthias Reiser. Jedoch, nur noch wenige Zeitzeugen von damals erleben heute Gay In May. Einige sind an AIDS gestorben, andere haben mit der Zeit abgeschlossen, denn nicht immer lief es innerhalb der Orgateams einstimmig rund. Matthias Reiser, offen schwul, organisiert seit 2007 zum dritten Mal die schwul-lesbischen Kulturtage. 2007 gründete sich auch der Verein Gay In May als gemeinnütziger Trägerverein für die schwul-lesbischen Kulturtage. Matthias Reiser ist einer von drei schwulen Vorstandsmitgliedern. Im gesamten traditionell ehrenamtlichen Orgateam sind in diesem Jahr drei Männer und drei Frauen, die sich für die Koordination der Veranstaltungen engagieren. Und trotz der seit 30 Jahren ständig wechselnden Organisatoren, die sich immer wieder neu zusammenfinden, um die Kulturtage jedes Jahr neu auf die Beine zu stellen, zeichnet sich die Veranstaltung durch ihre Kontinuität aus. „Das zeigt die Wichtigkeit“, so Matthias. In Deutschland in dieser Art einzigartig.

 

Die schwulen und lesbischen Gruppen, Initiativen, Cafés etc. der Stadt Osnabrück bieten gemeinsam bei Gay In May 2009 einunddreißig schwul-lesbische Veranstaltungen. Das sind zwar knapp zwanzig weniger als 2008, aber dafür nicht weniger abwechslungsreich und besonders. U. a. die Ausstellung von mit dem Konrad-Lutz-Preis ausgezeichneten Bilder HIV-positiver Künstler_innen, die vom 7.5. bis zum 16.6.09 im Forum am Dom zu sehen sein wird. Das Straßenfest „Tummeloase“ vom Café Larimar am 20. und 21.5. in der Hermannstr. Der lesbische Film „Out At The Wedding“ (2007) am 15.5. um 18 und 20.15 Uhr in der Lagerhalle. Die Lesung mit den Autor_innen Corinna Waffender und Jan Stressenreuter am 26.5. um 20 Uhr bei Thalia. Und die große Gay In May Gala mit Carlos Fassanelli und Conny Kanik und ihrer Band 3zwanzig - weird-Interview mit Conny Kanik siehe diese Archiv Ausgabe Seite 1 „Vita“. (Text: Christine Stonat, Foto von Sinnen: www.jasmund-photo.de)

 

Online: www.gayinmay.de

 

 

 

40 Jahre Aufstand

CSD Bielefeld 2009

 

Der Christopher Street Day, CSD, in Bielefeld, findet auch 2009 wieder Mitte August statt und zwar am Samstag, 15.8.09. Nicht der CSD Bielefeld wird aber dieses Jahr 40, sondern, die erste Auflehnung von Schwulen und Lesben in New York, die sich im Juni 1969 erstmals bei einer Polizeirazzia im „Stonewall Inn“ in der Christopher Street gegen Diskriminierung und Unterdrückung durch und gegen die Polizei wehrte. Das zog im Folgenden eine große Welle von Protestmärschen von Lesben und Schwulen in den USA nach sich. Heute folgt man dem auf der ganzen Welt. Der damalig beginnende Kampf wurde zuletzt in dem 2009 Oscar prämierten Hollywood-Film „Milk“ um den schwulen Aktivisten Harvey Milk aufgegriffen, der in diesem Kampf sein Leben ließ.

 

Bielefeld greift in diesem Jahr den Jahrestag in seinem Motto auf. „69 - mehr als eine Stellung. Lesben und Schwule kämpfen seit 40 Jahren gegen Entwürdigung“,  so der lange Titel des Bielefelder CSD 2009, der kaum auf ein Transparent passt, aber aussagekräftiger nicht sein könnte. Der CSD ist und bleibt bei allem Spaß und aller Party eine politische Veranstaltung. Die Vorbereitungen für den 15. Bielefelder CSD laufen derzeit auf Hochtouren. Programm und Ablauf stehen. Das Orga-Team aus Vertreter_innen verschiedener lesbischer und schwuler Gruppen der Stadt sorgen im vierten Jahr gemeinsam für einen reibungslosen Ablauf. Musikalischer Act ist neben der Frauenband Fortezza eine bekannte deutsche Band. Das ist aber noch eine Überraschung. Und sogar die CDU hat in diesem Jahr zugesagt einen Vertreter auf die Polittalkbühne zu entsenden. Das war zuletzt im letzten Wahlkampf der Fall. Jetzt ist wieder Wahlkampf und alle Parteien sind auf Einschmeichelkurs. 2009 leider nicht dabei, die LesBenitas, die lesbische Bielefelder Trommelgruppe, die seit Jahren traditionell die Parade anführt.

 

Dafür gibt es nach dem großen Erfolg im letzten Jahr wieder zwei offizielle CSD-Partys am Abend, eine im Forum und eine im Ostbahnhof mit den Queers & Guitar DJanes. Ein kostenloser Shuttlebus pendelt zwischen 0 und 4 Uhr zwischen den Partys. Die Parade startet wieder gegen 14 Uhr an der Altstädter Nicolaikirche und wird sich ihren Weg durch die Innenstadt zum Siegfriedplatz bahnen, wo wie gehabt, das große Straßenfest stattfindet. Im Vorfeld wird es am Freitag, 14.8.09 einen Gottesdienst in der Neustädter Marienkirche geben. Ebenso im Vorfeld ist für Dienstag und Mittwoch ein zweitägiges Filmprogramm im Bielefelder Filmhaus mit lesbisch-schwulen Filmen und kultigen Bielefelder Archivbildern sowie zum 50. Geburtstag der US-Schönheit eine lesbische Barbie-Ausstellung von Julia Bader u. a. geplant.

 

Letzte Wagen- oder Fußgruppenanmeldungen für den Bielefelder CSD 2009 sind noch den ganzen Mai über möglich. Interessierte Leute mit Ideen oder Lust, am CSD-Tag vor Ort mitzuhelfen, können sich auch noch später melden. Am 25.5.09 findet das nächste Bielefelder CSD-Treffen statt. (Text + Foto: Christine Stonat)

 

CSD Bielefeld online: www.csd-bielefeld.de

CSD Bielefeld Kontakt: 0521/133388

 

CSD Bielefeld 2008 bei weird s. Ausgabe Nr. 10

 

 

 

 

 

Weitere Notizen:

 

 

Am 17.5. ist der Internationale Tag gegen Homophobie. Dieser geht auf den 17.5.1990 zurück als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von ihrer Liste psychischer Krankheiten strich. Zahlreiche Aktionen sind auch in Deutschland geplant. Online: www.tag-gegen-homophobie.de

 

Vom 28.5. bis 3.6.09 finden die Schwulen Filmtage Bielefeld statt. Eine Woche lang werden für alle Interessierten im Bielefelder Lichtwerk ca. sieben verschiedene vorwiegend neuere Filme mit schwuler Thematik oder Ästhetik gezeigt, darunter der oscarprämierte Film „Milk“ und „An Englishman in New York“. Online: www.schwur.net

 

Die Doktorandin der Sozialpsychologie Sarah Niemeier führt ihm Rahmen ihrer Doktorarbeit an der Uni Bielefeld eine Studie durch, an der sich hetero- und homosexuelle Menschen anonym durch die Beantwortung einer Online-Umfrage beteiligen können. Es werden vor allem noch homosexuelle Teilnehmer_innen gesucht, die den Fragebogen noch im Mai 2009 beantworten (Dauer: ca. 30 Min.) In diesem ersten Teil der Studie über die Lebenseinstellung verschiedener Personengruppen und einem weiteren zweiten experimentellen sollen mögliche Zusammenhänge zur Entstehung von Vorurteilen und (Selbst-)Stigmatierung erforscht werden. Online-Umfrage:

ww3.unipark.de/uc/AE05_Sozialpsychologie/fe8d/

 

Das Bielefelder Frauenkulturzentrum feiert 2009 sein 25-jähriges Bestehen. Am 16.5. gibt es eine große Jubiläumsparty in Kooperation mit Bielefelds Frauendisco Underground, die an diesem Tag geschlossen hat. Weitere Veranstaltungen zum 25-Jährigen sollen übers Jahr verteilt folgen. Im Juni ist ein Tag der offenen Tür geplant. Online: www.fraze.de

 

Münster zeigt wieder Flagge. Bielefelds Nachbarstadt Münster meldet sich 2009 nach langer Abstinenz zurück in den CSD-Sommer. 1972 die erste deutsche Stadt, die die aus den USA kommende Protestwelle von Lesben und Schwulen hierzulande etablierte, konnte man in den letzten langen Jahren keinen CSD in Münster auf die Beine stellen. 2009 ist Münster nun sogar eine der ersten Städte, die den diesjährigen CSD-Sommer eröffnet. Zwar wird es keine Parade geben, dafür aber von 10 bis 17 Uhr zahlreiche Stände und ein großes Straßenfest am Aasee sowie eine Party ab 22 h im KCM (Am Hawerkamp). Termin ist der 16.5.09. Online: www.csd-muenster.de

 

Das DIN-A-Queer-Party-Team aus Münster sucht Nachwuchs-DJ(ane)s für seine multisexuellen Alternativepartys. Die finden an jedem 4. Freitag in ungeraden Monaten ab 22.30 Uhr im Triptychon in Münster statt. Im Mai 2009 macht das den 22.! Online: www.din-a-queer.de

 

Am 7.6.09 gibt der Bielefelder Lesbenchor Just Different ein Konzert in der Neuen Schmiede, Bielefeld, erstmals für ein gemischtes Publikum. Der Vorverkauf beginnt am 9.5.09. Karten gibt es im Buchladen Eulenspiegel, Kinderbuchladen Kronenklauer und in der Neuen Schmiede. Schnell zugreifen, denn die Konzerte des Chores sind selten und immer sehr bald ausverkauft. Mehr zu Just Different s. auch Ausgabe Nr. 13

 

Seite 4

weird

Ausgabe Nr. 19

Mai 2009

Come as you are: die Ladys von Ladyshake veranstalten seit 2003 queere Konzerte und mehr im Bielefelder AJZ. Am 30.5.09 ist die Band Monochrome auf Einladung der Damen zu Gast.

Schön war‘s: der Bielefelder CSD 2008, hier das Straßenfest auf dem Siegfriedplatz bei bestem Sonnenschein, war auf der ganzen Linie ein voller Erfolg.

Die Performancekünstlerin Janice Perry aus den USA beim 35. LesbenFrühlingsTreffen 2009 vom 29.5. bis 1.6. in Köln.

Foto: Sarah Diemerling

Drag King- und Queen-Auftritt bei der Gender Trouble-Party 2008 im AudiMin der Universität Bielefeld: Hier die queere Australierin Rei (mehr s. Archiv Ausgabe Nr. 14). 2009 finden die Aktionstage „Kein Sexismus an Hochschulen“ vom 4. bis 8.5. statt.

Hella von Sinnen, Foto: www.jasmund-photo.de

Hella von Sinnen erhielt den Rosa Courage-Preis 2009 gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin Cornelia Scheel am 29.4.09 in Osnabrück. Auftakt der schwul-lesbischen Kulturtage Gay In May 2009 (29.4.-29.5.09) weird-Interview mit Hella von Sinnen s. Archiv Ausgabe Nr. 18 April 2009

Archiv

Ihr befindet euch im Archivbereich:

 

Ausgabe Nr. 19

Mai 2009

gayPARSHIP.com - Finde die Liebe Deines Lebens

Anzeige

weird

RSS News Feed

weird

YouTube-Kanal

weird

auf Facebook

Share |

Anzeigen

gayPARSHIP.com - Finde die Liebe Deines Lebens
Share |
Singlebörse neu.de - Hier fängt es an...

  zurückblättern                                                     vorblättern 

© 2007-2017 weird

Über weird | Archiv