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A queer perspective on women in pop culture

Weitere Notizen im Juni 2021:

 

 

 

Das Internationale Frauen* Film Fest Dortmund | Köln 2021 findet vom 15. bis 20.6.21 digital statt. 70 internationale Filme und ein vielfältiges Rahmenprogramm haben die Macher_innen für die Zeit online zusammengestellt. „Neben dem Fokus <The Connection: Von Pflanzen, Menschen und anderen Tieren>, dem Panorama für aktuelle Dokumentarfilme und der queerfeministischen Sektion <begehrt! filmlust queer> gehen im Internationalen Spielfilmwettbewerb für Regisseurinnen acht aktuelle Beiträge ins Rennen um den Preis von 15.000 Euro“, so die Verantwortlichen. Dazu gibt es eine Filmauswahl für Kinder und Jugendliche und die neue Sektion „Spot on, NRW!“ mit Filmschaffenden aus Nordrhein-Westfalen. In der queeren Sektion „begehrt! filmlust queer“ werden neben Kurzfilmen in diesem Jahr die Filme „Unapologetic“ von Ashley O‘Shay, „Forgotten Roads“ von Nicol Ruiz Benavides, „Gendernauts“ und „Genderation“ von Monia Treut, „Canela“ von Cecilia de Valle sowie „Threshold“ von Coraci Ruiz gezeigt. Spielplan

 

Online: www.frauenfilmfest.com

 

 

 

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Der Monat Juni ist internationaler Pride Month, Awareness- und Aktionsmonat für den Kampf sowie die Rechte und Lebenssituationen von LGBTIQA. Wir erinnern uns und sind dankbar für die, die vor uns aufgestanden sind und sich aktiv und unter Einsatz ihres Lebens gegen Gewalt und LGBTIQA-Diskriminierung zur Wehr gesetzt haben. In New York 1969, was als Grundstein für die heutigen alljährlichen Christopher Street Day- und Pride-Demonstrationen gilt, aber auch davor und danach. Wir sind stolz auf das Erreichte und haben doch noch nicht genug erreicht, müssen Rückentwicklungen hinnehmen und stätig für den Erhalt unserer erkämpften Rechte kämpfen. Wir kämpfen weiter! LGBTIQA-Pride kann dabei nur intersektional sein und offen gegen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Transausschlüsse, Ableismus, Klassismus und jegliche andere Form der Diskriminierung außerhalb wie innerhalb der LGBTIQA-Community handeln.

 

 

 

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Am 17.5.21 veröffentlichte die europäische LGBTI-Organisation ILGA (International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association) ihre Rainbow Europe Map. Diese zeigt den Stand der LGBTIQA-Rechte der verschiedenen europäischen Länder. Sie zeigt auch, dass es europaweit aktuell eine Stagnation gibt, was den Fortschritt für Menschenrechte von LGBTIQ angeht. Das betrifft nicht nur rechtsgeführte Länder wie Polen, in denen 2019 und 2020 u. a. so genannte „LGBT-freie Zonen“ geschaffen wurden. Dass die Stagnation auch auf ein im Vergleich offenes Deutschland zutrifft, zeigt u. a. aktuell leider auch, dass am 19.5.21 im Bundestag gleich mehrere Anträge grundlegende Rechte von LGBTIQA betreffend mit jeweils großer Mehrheit abgelehnt wurden. Darunter ein Antrag auf Stärkung geschlechtlicher Selbstbestimmung, der Schutz von LGBTIQA-Vielfalt in der EU, das Selbstbestimmungsgesetz für trans Personen verbunden mit der Abschaffung des Transsexuellengesetzes, die Aufarbeitung, Entschuldigung und Entschädigung für fremdbestimmte Operationen bei trans und inter Personen sowie die Anerkennung lesbischer Mütter. Fast in allen Fällen geschlossen gegen die Anträge gestimmt haben CDU/CSU, SPD und die NoA fD.

 

Online: www.rainbow-europe.org

 

 

 

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Am 19. Juni 2021 findet Europas größte LGBTIQ Job- und Karrieremesse Sticks And Stones SXS 2021 statt. Pandemie bedingt digital und zwar in der Zeit von 11.30 bis 18.30 Uhr. Die Tickets sind kostenlos.

 

Online: www.sticks-and-stones.com

 

Infos und Tickets:

https://app.proudr.de/events/51772

 

 

 

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Am 9. Juni 2021 findet die digitale Fachtagung „Impulse - für queeres Leben in NRW“ statt. Die Veranstaltung vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen stellt u. a. Ergebnisse der Studie „Impulse 2020 - für queeres Leben in NRW“ vor. Außerdem gibt es verschiedene LGBTIQ-Workshops und einen Science Slam. Die Veranstaltung läuft von 10.30 bis 15 Uhr via Zoom.

 

Online: www.lsbtiq.mohr-live.de

 

 

 

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Noch bis zum 18. Juni 2021 kann online für die Britischen LGBT Awards 2021 abgestimmt werden. In verschiedenen Kategorien von Musik bis Influencer sowie einer eigenen Business-Rubrik stehen jeweils 10 britische prominente LGBTIQA Persönlichkeiten HIER zur Wahl. Darunter Lizzo, Kim Petras, Demi Lovato, Cara Delevingne, Jojo Siwa, Rina Sawayama, Jameela Jamil, Elliot Page, Sam Smith, Gillian Anderson, Willow Smith u.v.a.

 

Online: www.britishlgbtawards.com

Ausgezeichnet: Die offen lesbische Olympia-Zweite, Ex-Degenfechterin Imke Duplitzer, erhält am 19.6.21 von der LAG Lesben in NRW den CouLe Preis 2021 für „Couragierte Lesben in Deutschland“. Die Preisverleihung findet online von 15 bis 17 Uhr statt.

https://couragierte-lesben-preis.nrw

 

Featured auf weirds YouTube Kanal s. Playlist „6/2021 Artefakt …“

Imke Duplitzer

CouLe Preis 2021

 

Die LAG Lesben in NRW vergibt nach Corona bedingter Pause 2020 den CouLe Preis für „Couragierte Lesben in Deutschland“ 2021 am 19.6.21 online. Preisträgerin 2021 ist die ehemalige Degenfechterin Imke Duplitzer. Sportlich war Imke Duplitzer viele Jahre als Ausnahmedegenfechterin international erfolgreich u. a. mit Silber- und Bronzeplätzen bei Olympia und Weltmeisterschaften, als dreifache Europameisterin und mehrfache Deutsche Meisterin. Bereits während ihrer sportlichen Karriere war sie offen lesbisch. „Im Leistungssport als Lesbe sichtbar zu sein und gleichzeitig Homophobie und Sexismus von Sportverbänden öffentlich anzuprangern, erfordert Mut und Courage“, so die Jury, die den Preis seit 2009 jährlich vergibt, seit 2017 mit dem Namen CouLe. Preisträgerin 2021, Imke Duplitzer, die heute als Psychologin und Degentrainerin arbeitet, kritisiert auch nach ihrer sportlichen Karriere Verbände und Organisator_innen großer internationaler Events für ihre Diskriminierung von LGBTQ-Sportler_innen wie u. a. diskriminierende oder kriminalisierende Normierungsvorschriften oder unterlasse Maßnahmen beim Thema Mobbing  Ihre Kritik am Sexismus im Leistungssport trifft u. a. die Vermarktung von hauptsächlich heterosexuellen cis männlichen Sportlern. Frauen verdienen darüber hinaus auch im Profisport deutlich weniger Geld als ihre männlichen Kollegen.

 

Imke Duplitzer wurde in Karlsruhe geboren und wird am 28.7.21 46 Jahre alt. Die Preisverleihung am 19.6.21 findet online statt von 15 bis 17 Uhr.

 

Online: https://couragierte-lesben-preis.nrw

Jubiläum: Die US-Organisation Keshet setzt sich seit 25 Jahren für die Gleichstellung von LGBTQ Menschen in allen Bereichen des jüdischen Lebens ein und fördert hierbei vor allem die Situation von jungen LGBTQ Jüd_innen.

 

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Keshet

25 Jahre für LGBTQ equality in Jewish life

 

Die jüdische US-Organisation Keshet feiert 2021 25-jähriges Jubiläum. 1996 als kleine Gruppe Ehrenamtlicher in Bosten gegründet, ist Keshet heute eine US-weit agierende Organisation mit weiteren Büros in New York und der Bay Area. Keshet ist bis heute die einzige Organisation, die sich für die Gleichstellung von LGBTQ Jüd_innen in allen Bereichen des jüdischen Lebens engagiert. „Keshet stellt sich ein zukünftige Welt vor, in der alle LGBTQ Jüd_innen und unsere Familien mit völliger Gleichstellung, Gerechtigkeit und Würde leben“, so die Organisation. Dieses Ziel könne erreicht werden, indem sie „die jüdischen Gemeinden stärken und jüdischen Organisationen die Fähigkeiten und das Wissen vermitteln, das sie benötigen, um sicherzustellen, dass sich alle LGBTQ Jüd_innen willkommen fühlen.“ Keshet kreiert u. a. Räume, in denen sich vor allem auch alle queeren jüdischen Jugendlichen gesehen und wertgeschätzt fühlen, und setzt sich US-weit für LGBTQ-Rechte ein.

 

Am 27.6.21 beginnt die alljährliche 21-tägige jüdische Trauerperiode auch Die drei Wochen und 9. Aw bzw. Zeit der Bedrängnis genannt.

 

Online: www.keshetonline.org

 

 

Buchtipp: Levi Israel Ufferfilge „Nicht ohne meine Kippa“ (Klett-Cotta, April 2021) über den Alltag und Antisemitismuserfahrungen eines jungen jüdischen Mannes in Deutschland - u. a. auch mit einigen Schilderungen die Situation von LGBTIQIA Jüd_innen betreffend. Levi Israel Ufferfilge kommt aus Minden und lebt aktuell in Berlin.

Ausgabe Nr. 159

Juni 2021

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