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Weitere Notizen:

 

 

Identität_en - Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Jugendhilfe, das ist der Titel des 6. Fachtags veranstaltet von gerne anders! NRW. Der Fachtag findet am 23.11.18 in der Hechelei, Bielefeld statt. Lesbisch, schwul, bi, pan, trans*, inter*, non-binary, genderqueer, queer, asexuell … Ziel ist es Menschen, die mit Jugendlichen arbeiten, Orientierung und Gelegenheit zu bieten, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Kontext der Identitätsbildung zu diskutieren.

 

Infos + Anmeldung:

https://gerne-anders.de/Veranstaltungen/

fachtag-2018-identitaet_en/

 

 

 

 

 

Geschlecht divers – Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts und seine Bedeutung für Hochschulen und andere öffentliche Einrichtungen. Das ist der Titel, der am 14.11.18 stattfindenden Veranstaltung mit Vortrag und Podiumsdiskussion in der Universität Bielefeld (Raum X-E0-222). Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr. Referentin ist die Bielefelder Rechtsanwältin Katrin Niedenthal, seit Jahren Rechtsanwältin im Prozess um die Dritte Option am Bundesverfassungsgericht. Auf dem Podium sind RyLee Hühne (Fachhochschule Südwestfalen & Mitarbeiter*in der „AG trans*emanzipatorische Hochschulpolitik“), Moritz Prasse (Mitglied der Kampagnengruppe für eine Dritte Option, Leiter des LSBTI-Jugendtreff Track e.V. in Münster), Katrin Niedenthal (Rechtsanwältin) und Anna Efremowa (Universität Bielefeld, Stellv. Gleichstellungsbeauftrage für den studentischen Bereich). Moderation: Prof.in Dr.in Tomke König. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion gibt es ein Beisammensein und einen Austausch im Nordlicht (Uni Bielefeld, X-Gebäude).

 

Anmeldungen bis zum 5.11.18: Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung (IZG), 0521 106-4574, izg@uni-bielefeld.de

 

 

Hintergrund:

Im November 2017 wurde die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes in dem sogenannten „Dritte Options Verfahren“ veröffentlicht (BVerfG, Beschluss vom 10.10.2017, 1 BvR 2019/16). Die Deutsche Bundesregierung hat den vom Ministerium für Inneres, Bau und Heimat erarbeiteten Gesetzesentwurf zur ‚Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben‘ beschlossen und diesen damit im August 2018 in die parlamentarische Beratung gegeben. Die Diskussionsveranstaltung will über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, den aktuellen Gesetzesentwurf und die praktischen Handlungsbedarfe zur Anerkennung der Geschlechtervielfalt informieren und diskutieren.

 

 

 

 

 

Authentisch und gewaltfrei in diskriminierenden Situationen, so heißt die 3-teilige Workshopreihe für lesbische Eltern und andere interessierte Lesben, bei der die Giraffenwerkstatt Bielefeld, Christine Buchmann und Andrea Zingsheim referieren. Veranstaltungsort ist das Frauenkulturzentrum Bielefeld um jeweils 19 Uhr, Die Termine sind der 7.11., 21.11. und 5.12.18.

 

Die Workshops arbeiten mit Bausteinen aus der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Ziel sei „die eigenen Gefühle und Bedürfnisse klar zu erkennen, anzunehmen und authentisch auszudrücken, klares Abgrenzen und Positionieren ohne in einen Gegenangriff zu geraten, möglicherweise sogar in Kontakt mit dem Gegenüber zu kommen und mit mehr Leichtigkeit die Situation meistern.“

BI Queer e.V.

Neuer Name und neue Ausrichtung für Netzwerk lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld

 

Das langjährige Bielefelder „Netzwerk lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld e.V.“ heißt seit Oktober 2018 BI Queer e.V. Damit öffnet sich das Netzwerk allen LGBTIAQ+ Gruppen in Bielefeld und Umgebung. Erster Vorsitzender bleibt Peter Struck von der AIDS-Hilfe Bielefeld. Das Netzwerk unterstützt die Gruppen bei ihrer Arbeit, organisiert Zusammenarbeit und Austausch sowie Fachtage und Veranstaltungen wie z. B. den Bielefelder CSD. Ziel des Netzwerks BI Queer e.V. ist es, die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, inter*, Asexuellen und queeren Menschen und die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu fördern sowie Diskriminierung und Ausgrenzung abzubauen.

 

Das nächste Vorbereitungstreffen des Netzwerks für den CSD Bielefeld 2019 ist am 12.11.18 um 19 Uhr in der AIDS-Hilfe Bielefeld (Ehlentruper Weg 45a). Das Motto 2019 steht bereits fest und lautet: „Aufruhr! - 50 Jahre Stonewall / 25 Jahre CSD Bielefeld“. Das Vorbereitungstreffen ist offen für alle Interessierten, die den CSD Bielefeld mit gestalten wollen. (Foto: weird/TS)

 

Online: www.csd-bielefeld.de

Das Netzwerk lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld, das u. a. den CSD Bielefeld veranstaltet, heißt jetzt BI Queer und unterstützt und ist offen für alle LGBTIAQ+ Gruppen in Bielefeld und Umgebung.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

25. November - 26.11.18 Reclaim The Night Bielefeld

 

Ein Jahr ist es her als sich mit #MeToo von den USA aus eine weltweite Frauenbewegung und Solidarität im Kampf gegen sexualisierte Übergriffe und Gewalt an Frauen und Mädchen formierte. Frauen verschafften sich Gehör, erzählten in den sozialen Medien und darüber hinaus ihre schmerzvollen Geschichten. Erst berühmte Frauen, bald andere betroffene Frauen. Das erfordert viel Mut und Kraft. Denn nach dem bereits erfahrenen Schmerz wartet nach einem Öffentlichmachen für viele Frauen die nächste Gewalt in Form von Beleidigungen, Shitstorms bis zu Todesdrohungen. Der Hashtag #MeToo wird bereits seit 2006 von der bis heute engagierten Schwarzen US-Frauenrechts-Aktivistin Tarana Burke genutzt.

 

In Deutschland hat jede 3. Frau seit ihrem 15. Lebensjahr mindestens einmal sexualisierte Gewalt durch einen cis Mann erleben müssen. 60 % der Frauen wurden schon einmal sexuell belästigt. Und rund die Hälfte aller betroffenen Frauen haben nach der Tat mit niemandem darüber gesprochen. Aus derselben Angst zeigen auch viele Betroffene die Täter nicht an. Aus Angst vor den Tätern, aber auch aus Angst vor erniedrigenden Prozeduren bei Polizei und Ärzt_innen. Aus Angst, dass ihnen nicht geglaubt wird, was sich Tag für Tag bis heute immer wieder neu bewahrheitet.

 

Während die Solidarität und das Bewusstsein für sexualisierte Übergriffe und Gewalt an Frauen und Mädchen steigt, formieren sich mächtige rechte weiße heterosexuelle cis Männer im Kampf das Patriarchat zu erhalten und weiter auszubauen und Frauen in ihren Rechten weiter zu beschneiden. Frauen werden vor laufenden Kameras und in den sozialen Medien von Regierungsmächtigen öffentlich der Falschanschuldigung bezichtigt, diffamiert und ausgelacht, beschimpft, beleidigt, bedroht. So auch vor wenigen Wochen. Solange ist es her, dass in den USA ein weißer heterosexueller cis Mann, der versucht hat 1982 die Psychologieprofessorin Dr. Christine Blasey Ford zu vergewaltigen, nicht verurteilt, sondern in den Obersten Gerichtshof befördert wurde. Mit der Unterstützung eines fas chistischen Präsidenten, der es für legitim hält Frauen sexualisierte Gewalt anzutun. Und der es für legitim hält trans* Menschen das Recht auf ihr Frausein, trans* sein, non-binär sein und ihre Existenz abzusprechen.

 

Im Januar 2019 sind es zwei Jahre her, dass in den USA und aus Solidarität in allen Teilen der Welt Hunderttausende Frauen beim Women‘s March auf die Straße gingen, um Widerstand gegen Tr ump und rechts zu leisten und für ihre Rechte zu kämpfen. Der Kampf geht weiter. Jeden Tag. Am 25.11. ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Ein Gedenk- und Aktionstag. In Bielefeld gibt es traditionell eine Frauendemo unter dem Motto bzw. im Rahmen der „Reclaim The Night“-Demos (Wir erobern uns die Straße zurück). 2018 findet die Demo in Bielefeld am 26.(!) November statt. Startpunkt ist das Alte Rathaus um 19 Uhr. Der Demonstrationszug führt über den Bielefelder Weihnachtsmarkt in der Innenstadt bis zum Frauenkulturzentrum Bielefeld (Meller Str. 2), wo es im Anschluss Getränke und Essen zum Aufwärmen gibt. #MeToo #BelieveWomen #Resist

 

 

 

_Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen, 25.11.

 

_Reclaim The Night, Frauendemonstration, Altes Rathaus - Innenstadt - Frauenkulturzentrum, Bielefeld, Start: 19 Uhr, 26.11.18

weird‘s eleven

11 Jahre weird-bielefeld.de

 

weird wird elf. Ein großer Coup. Im Alleingang der Herausgeberin Christine Stonat entstand auf weird-bielefeld.de vor 11 Jahren Bielefelds erstes Stadtmagazin für Lesben. Am 1. November 2007 erschien die Ausgabe Nr. 1. Heute definiert und positioniert sich weird ganz klar als queer. weird setzt damit als popkulturelles Medium nicht nur ein kulturelles Zeichen, sondern auch ein klares politisches. Und ein persönliches der Herausgeberin. Das Label „queer“ passt zu uns. Mehr als jedes andere. Dass queer im ursprünglichen Sinne die gleiche Bedeutung hat wie weird, nämlich sonderbar, eigenartig, darüber haben wir bei der Namensfindung damals nicht einmal nachgedacht. Aber es trifft sich gut. Der Name weird stammt vielmehr von dem gleichnamigen Song der ehemaligen Bielefelder Alternative Rock-Band Teutrine, die Ende der 1990er aktiv war. „Be weird, be different, be yourself, be independent, be just you / Be weird, be shy, be angry, be afraid, but just stay you.“ Starke Refrainzeilen in einem starken Song mit wunderbarer Melodie. Das hat uns nie losgelassen. Happy birthday weird! Zum 11-jährigen Jubiläum gibt es das beliebte weird-Shirt jetzt in einer 2018 edition. Be weird!

 

Online: www.weird-bielefeld.de

11 Jahre weird: Am 1. November 2007 erschien die erste Ausgabe des Bielefelder Online-Magazins weird auf www.weird-bielefeld.de. 130 mehr sind es heute. Popkultur, queer, feministisch, lesbisch.

 

Ein großes Danke für die langjährige Unterstützung an alle Leser_innen, Künstler_innen, Freund_innen, Medienpartner_innen und Supporter_innen. Stay weird!

Ausgabe Nr. 131

November 2018

11 Jahre weird

 November 2007  -  November 2018

 Foto: weird Postkarte mit rotem weird Schriftzug. Steckt in pinkfarbenen Erikablüten.

weird

Shirt

2018

edition

Die US-Singer/Songwriterin und Gitarristin Lynzy Lab (Foto: Lynzy Lab/Videostill) schrieb den Song „A Scary Time“ Anfang Oktober 2018. Ein pointierter Song gegen sexualisierte Übergriffe und Gewalt an Frauen und patriarchale Strukturen. Der Song ging innerhalb weniger Tage im Internet um die ganze Welt. Hier gibt es ihn auf YouTube nachzuhören https://www.youtube.com/watch?v=N34hehRgw9g

 

Lynzy Lab singt darin im Refrain ironisch, dass es derzeit wirklich beängstigende Zeiten für Männer seien und schildert in den nächsten Liedzeilen all das, was Frauen und Mädchen in ihrem alltäglichen Leben an Angst und Restriktionen durchmachen, weil sie auf der Straße, im Job oder zu Hause Gefahr laufen Opfer von (sexualisierter) Gewalt und Übergriffen durch cis Männer zu werden.

 

Auslöser für den Song war die Gerichtsverhandlung gegen den US-Juristen und Tru mp-Vertrauten Bre tt Kav anaugh Ende September 2018 wegen versuchter Vergewaltigung an der Psychologin Prof. Dr. Christine Blasey Ford. Ihr wurde nicht geglaubt. Weiße cis Männer propagierten stattdessen, dass sie in Angst lebten, jederzeit von einer Frau falsch bezichtigt zu werden. #BelieveWomen #MeToo #Resist

 

 

 

_Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen, 25.11.

 

_Reclaim The Night, Frauendemonstration, Altes Rathaus - Innenstadt - Frauenkulturzentrum, Bielefeld, Start: 19 Uhr, 26.11.18