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Das Stadtmagazin für lesbische Frauen in Bielefeld |

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Artefakt Frauen machen Kunststücke
Ausgewählte neue CDs, Filme und Bücher im Februar 2012
The Ting Tings „Sounds From Nowheresville“ (Columbia/Sony) Out: 24.2.12 Single: „Hang It Up“
Info: Die coole britische Sängerin Kathie White und Drummer Jules De Martino mit ihrem zweiten Album. Ihr Debut „We Started Nothing“ mit Hits wie „That‘s Not My Name“ oder „Shut Up And Let Me Go“ war 2008 international einer der Senkrechtstarter und wurde mit Auszeichnungen überhäuft. Besonders in ihrer Heimat war der Hype um das Duo riesig. „Ich schreibe lieber Songs, als das ich meine Möpse raushole“, sagte die Musikerin damals selbstbewusst in einem Interview. Jetzt legt sie stilsicher nach. Vor den Ting Tings war Kathie White übrigens Teil der Riot Grrl-Band TKO.
The Cranberries „Roses“ (Vertigo/Universal) Out: 24.2.12 Single: „Tomorrow“ (Out: 10.2.12)
Info: 11 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „Wake Up And Smell The Coffee“ startet die irische Rockband um Frontfrau und Sängerin Dolores O‘Riordan (41) mit einem neuen Album durch. 2003 offiziell aufgelöst - Dolores O‘Riordan versuchte sich in der Zwischenzeit solo - 2009 wiedervereinigt und jetzt das Album mit anschließender Tour im Sommer 2012. Im Sommer 2011 stellten sie erste neue Songs, darunter die hitverdächtige poppige Single „Tomorrow“, bereits live bei ihren ausgewählten Konzerten vor. Dolores O‘Riordan sah dabei wieder toll aus und lässt einmal mehr auch Lesbenherzen höher schlagen. „Wenn die Mädels mich attraktiv finden, finde ich das großartig“, hat Dolores O‘Riordan mal in einem Interview gesagt. Dasselbe gelte aber auch für Jungs.
Soap & Skin „Narrow“ (PIAS/Rough Trade) Out: 10.2.12 Single: „Wonder“ TIPP
Info: Nach ihrem Debut 2009, nun das zweite Album von Anja Plaschg aka Soap & Skin. Die junge österreichische Musikerin, wohnhaft in Wien und Hamburg, überzeugt einmal mehr die internationale Musikszene mit ihrem fragilen elektronischen Soundgebilde. Prädikat weird! Am 5.4.12 wird Anja Plaschg 22 Jahre alt.
Nerina Pallot „Year Of The Wolf“ (Polydor/Universal) Out: 10.2.12 Single: „Put Your Hands Up“
Info: Die britische Singer/Songwriterin und Multiinstrumentalistin mit indischem Background mit ihrem vierten Album. Im Sommer 2011 bereits in Großbritannien veröffentlicht, erscheint es jetzt auch in Deutschland. Daumen hoch! Am 26.4.12 wird sie 37 Jahre alt.
Maribel „Reveries“ (VME/Soulfood) Out: 10.2.12 Single: „Jezebel Jive“
Info: Indie-Retro-Rock der norwegischen Band um Sängerin Rebekka von Markstein und Bassistin Liv Inger Engevik. So betörend süß der Gesang, so düster der Sound.
Ya-Ha „Immer und überall“ (Ya-Ha Music/Soulfood) Out: 3.2.12 Single: „F.C.C.“ + „Herz bleibt stehen“
Info: Deutschsprachige Pop/Rock-Band aus München mit Hip Hop- bis 80s-Einflüssen. Sängerin ist Janna Wonders.
Penelope Houston „On Market Street“ (Glitterhouse/Indigo) Out: seit 27.1.12 Single: „You Reel Me In“
Info: Die wunderbare US-Singer/Songwriterin ist zurück. 53 ist sie im Dezember 2011 geworden. Ihr Album ist ihr siebtes, das erste seit gut acht Jahren. In der Zwischenzeit hat sie u. a. mit ihrer langjährigen (seit 1977) Punkband The Avengers die Bühne gerockt. Ihre Musik brachte sie in ihrer Karriere vom Punk über Neo-Folk und Americana zu Roots und Rock. Dies ist ein bittersüßes Singer/Songwriter-Album über die Liebe.
Christina Perri „Lovestrong“ (Atlantic/Warner) Out: seit 27.1.12 Single: „Jar Of Hearts“ TIPP
Info: Entspannt-spannendes und ehrliches Debut der 25-jährigen coolen US-Singer/Songwriterin, Pianistin und Gitarristin aus L.A., die mit ihrer ersten Single „Jar Of Hearts“ weltweit für Aufmerksamkeit sorgte.
Pixie Lott „Young, Foolish, Happy“ (Polydor/Universal) Out: seit 27.1.12 Single: „Kiss The Stars“
Info: Die erfolgreiche Londoner Sängerin mit ihrem zweiten Album im gängigen Gaga-Pop-Style. Die erste Single „All About Tonight“ erreichte 2011 auf Anhieb Platz 1 der britischen Charts. Am 12.1.12 wurde Pixie Lott 21 Jahre alt.
Puder „Puder“ (Pussy Empire Recordings/Hoanzl) Out: seit 27.1.12 Single: „Großstadtkonkubinen“
Info: Deutschsprachiger Pop von trashigen 80er-Attituden bis Singer/Songwriter-Ballade von Catharina Boutari aus Hamburg, die jetzt nicht mehr unter ihrem Namen, sondern unter Puder firmiert, aber musikalisch keinen wirklich großen Umbruch wagt.
Madison Violet „The Good In Goodbye“ (India/Rough Trade) Out: seit Oktober 2011
Info: Hinter diesem Namen verbergen sich die beiden offen lesbischen Musikerinnen, Sängerin und Gitarristin Brenley MacEachern und Sängerin und Geigerin Lisa MacIsaac. Das Folk-Duo ist seit über zehn Jahren aktiv und gehört zum Besten der Folkszene Torontos. 2009 fand es nach seinem hoch gelobten dritten Album „No Fool For Trying“ zunehmend auch international Beachtung. Die beiden Musikerinnen überzeugen durch ihr kongeniales Zusammenspiel, ihren wunderbar harmonischen Gesang und ihre musikalische Tiefe von Folk bis Bluegrass. Auf diesem Album unterstützt von einer Band zeigen sie auch ihre zerbrechliche-melancholische Seite. Besonders aber sind die beiden Musikerinnen live zu empfehlen. Im April/Mai 2012 sind Madison Violet mit ihrem Album auf Deutschland-Tour. Mehr zu Madison Violet dann hier auf weird-bielefeld.de!
Catie Curtis „Stretch Limousine On Fire“ (Compass Rec./Sunny Moon Distr.) Out: seit Oktober 2011 Single: „Shadowbird“
Info: Catie Curtis‘ sehr schönes zehntes Album mit zehn neuen Songs. Eingespielt mit zahlreichen Musiker_innen, darunter keine geringeren Gastsängerinnen als Lisa Loeb und Mary Chapin Carpenter! Mehr zu Catie Curtis s. diese aktuelle Ausgabe Nr. 52 Februar 2012 „Mosaik“
SINGLE TIPP
The L Project „It Does Get Better“ (www.TheL-Project.com) (Erhältlich als digitaler Download) Out: 11.2.12
Info: The L Project ist der Zusammenschluss lesbischer britischer Musikerinnen von Horse (weird-Interview s. Archiv Ausgabe Nr. 42 April 2011) bis Mel Sanson (Kenelis weird-Interview s. Archiv Ausgabe Nr. 44 Juni 2011). Ins Leben gerufen von Georgey Payne (Greymatter). Idee, Zweck und Ziel des L Projects: Geld einzuspielen und das Bewusstsein zu fördern, damit homophobes Mobbing und homophobe Gewalt an britischen Schulen gestoppt, den Opfern geholfen und die (potentiellen) Täter aufgeklärt werden können. Mehr zum L Project s. Archiv Ausgabe Nr. 51 Januar 2012 „Mitte“
Fucking Different XXX (Moviemento) Deutschland. Die lesbisch-schwule Indie-Filmreihe, die 2005 in Berlin startete, wird von „Fucking Different New York“ über „… Tel Aviv“ und „… Sao Paulo“ 2011 mit Filmen internationaler Filmemacherinnen fortgesetzt. „Fucking Different XXX“ vereint unter dem Untertitel „queer porn crossover“ verschiedenste Facetten queerer erotischer Kurzfilme von Emilie Jouvet, Manuela Kay, Maria Beatty, Courtney Trouble, Kristian Peterson, Bruce La Bruce, Tood Vero und Jürgen Brüning. Dabei ist es in der „Fucking Different“-Reihe Tradition, dass die lesbischen Regisseurinnen Filme über Schwule machen und umgekehrt. Kinostart: 9.2.12
Audre Lorde - Die Berliner Jahre 1984 - 1992 Film von Dagmar Schultz Deutschland. Zum 20. Todesjahr der preisgekrönten lesbischen Dichterin Audre Lorde veröffentlicht Dagmar Schultz, Macherin des Orlanda-Frauenbuchverlages, den Dokumentarfilm über die New Yorker Schriftstellerin und Aktivistin. Dabei öffnet sie ein eher unbekanntes Kapitel der bedeutenden Künstlerin, die Mitte der 1980er für einige Jahre in Westberlin lebte. Dagmar Schultz kannte Audre Lorde persönlich. Ihr Film zeigt bislang unveröffentlichtes Video- und Audiomaterial sowie aktuelle Interviews, die den bis heute spürbaren Einfluss von Lorde verdeutlichen, aber auch Einblicke in ihr privates Leben und ihr Leben als schwarze Frau gewähren. Am 18.2.12 wäre Audre Lorde 78 Jahre alt geworden. Im November 1992 starb sie auf den Jungferninseln an den Folgen ihrer langjährigen Brustkrebserkrankung. (Mehr zu Aurdre Lorde s. auch Archiv Ausgabe Nr. 17 März 2009). Der Film hat bei der Berlinale 2012 Weltpremiere und läuft hier vom 15.-18.2.12 … und ist Teddy Award verdächtig. Mehr auf www.audrelorde-theberlinyears.com Mehr zum Teddy Award 2012 s. diese Archiv-Ausgabe Nr. 52 Februar 2012 „Mitte“ Weltpremiere: 15.-18.2.12, Berlinale 2012
Glück (Constantin) Drama von Doris Dörrie Deutschland. Berlin - Die junge Prostituierte Kriegflüchtling Irina verliebt sich in den obdachlosen Punk Kalle. Beide sind auf ihre Weise traumatisiert und schaffen es doch irgendwie ein gemeinsames Leben aufzubauen. Ihr fragiles Glück gerät in Gefahr als einer von Irinas Freiern stirbt. Die etwas andere Liebesgeschichte wird erzählt von einem Anwalt (nach einer Kurzgeschichte von Ferdinand von Schirach). In der Rolle der Staatsanwältin sehen wir die offen lesbische Schauspielerin Maren Kroymann (Foto). Mit Alba Rohrwacher, Andrea Sawatzki u. v. a. Kinostart: 23.2.12
Verena Darms „Und dann kamst du“ (Elles) Roman, 288 S., gebunden Out: Februar 2012
Info: Lesbischer Liebesroman - Bankerin Maren bricht vor Erschöpfung zusammen und wird zur Erholung aufs Land verfrachtet. Hier hat es ihr eine der Betreiberinnen des heruntergewirtschafteten Hofes angetan ...
Ann Patchett „Fluss der Wunder“ (Bloomsbury) Roman, 384 S., gebunden Out: 4.2.12
Info: Die junge Studentin Marina soll im brasilianischen Regenwald die eigenwillige Forscherin Dr. Swenson suchen, die geheimnisvolle Untersuchungen zur Fruchtbarkeit der Ureinwohner macht. Die US-Autorin Ann Patchett, Jahrgang 1963, bekannt durch ihr Werk „Bel Canto“, hat mit „Truth & Beauty“ u. a. auch ein Buch über ihre tiefe, schräge Freundschaft und Liebesbeziehung zu Lucy Grealy geschrieben. Die Autorin starb 2002 im Alter von 39 Jahren. Heute lebt Ann Patchett mit ihrem Ehemann in Nashville, wo sie aufgewachsen ist.
Kristina Reiss „Reportage Shanghai: Acht Frauen suchen das Glück“ (Picus) Reportagen, 132 S., gebunden Out: Februar 2012
Info: Die deutsche Autorin, Jahrgang 1977, die als Journalistin in Zürich arbeitet, begleitete acht unterschiedliche Frauen in Chinas Metropole Shanghai - von der Wanderarbeiterin über eine Geschäftsfrau bis zur christlichen Lehrerin, zwischen Tradition und Moderne. Dabei zeichnet sie auch ein Portrait der Megacity inklusive der aktuellen Situation von Frauen, deren Anteil an der chinesischen Bevölkerung durch gezielte Abtreibung von Mädchen aufgrund der Einkindpolitik des Landes immer weiter schwindet.
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Zu L-Themen dieser Ausgabe, die das YouTube-Logo tragen, findet ihr Videofeatures auf weirds YouTube-Kanal PLAYLIST „2/2012 Artefakt …“ |



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