Artefakt      Frauen machen Kunststücke

 

 

 

 

Ausgewählte neue CDs, Filme und Bücher

im  Januar 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

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weird

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CDs

Filme

Bücher

Zu queeren Themen dieser Ausgabe, die das YouTube-Logo tragen, findet ihr Videofeatures auf weirds YouTube-Kanal PLAYLIST „1/2019 Artefakt …“

Über weird | Archiv

Mree

„The Middle“ (Nettwerk Records)

Out: 11.1.19

Single: „The Middle“

 

Info: Die 25-jährige taiwanesisch-bulgarische Indie-Musikerin Marie Hsiao aka Mree aus New Jersey mit ihrer neuen 5-Track-EP. Fragil und wunderschön. Nur sie und ihre Gitarre, viel mehr braucht es nicht.

Phoebe Bridgers

„Stranger In The Alps“ (Dead Oceans/Cargo)

Out: seit 2017

Single: „Motion Sickness“ TIPP

 

Info: Debutalbum der queeren 23-jährigen Indie-Musikerin aus Los Angeles. Fragiler lo-fi Sound mit schmerzvollen, ehrlichen Texten u. a. vom Sterben und Tod, vom Lieben und Vermissen. Das neue Video zu ihrer Debutsingle „Killer“ veröffentlichte sie im Dezember 2018. Ihr neuester Nicht-Album-Song „Christmas Song“ (Dead Oceans/Cargo) erschien am 28.11.18 als Stream und Download.

New Myths

„Give Me Noise“ (Taming Ghosts)

Out: seit 2014

Single: „False Gold“ TIPP

 

Info: Rosie Slater, Marina Ross und Brit Boras sind das Post-Punk-Trio aus New York. 2014 veröffentlichten sie ihr Debutalbum „Give Me Noise“ mit treibenden Indierock-Hymnen. Nichts Neues gibt es seither, aber die drei Musikerinnen waren gerade auf Tour in den USA und ihr Album ist es wert bis heute nachgehört zu werden.

Chvrches

„Hansa Session EP“ (Vertigo/Universal)

Out: 4.1.19

Single: „Graffiti“ TIPP

 

Info: Akustik-EP der Synthie-Pop-Band um Sängerin Lauren Mayberry mit 5 Songs ihres aktuellen Albums „Love Is Dead“. Bezaubernd!

Christina Perri

„Songs For Carmella: Lullabies + Sing-A-Longs“

(Atlantic/WEA)

Out: 18.1.19

Single: „You Mean The Whole Wide World To Me“

 

Info: Dieses Album hat die US-Musikerin aus Philadelphia für ihre Tochter Carmella, die am 17. Januar 2019 ein Jahr alt wird, gemacht. Es ist eine Sammlung von Carmellas liebsten Schlaf- und Mitsingliedern. Wer Christina Perri in den sozialen Netzwerken folgt, weiß, wie süß das ist.

Clara Louise

„Wenn man nichts mehr vermisst“ (47 Music/Rough Trade)

Out: 18.1.19

Single: „Halt mich noch einmal“

 

Info: Die wunderbare 26-jährige deutsche Liedermacherin, die in Österreich lebt, mit neuem vierten Album. Erst 2018 erschien ihr letztes „Die guten Zeiten“. Außerdem erschien im Dezember 2018 ihr erstes Lyrik-Buch „Von verlassenen Träumen und einem leichteren Morgen" (LOUD Media & Awareness GmbH).

 

Rhonda

„You Could Be Home Now“ (Pop-up/Soulfood)

Out: 11.1.19

Single: „I Couldn‘t Say Yes“

 

Info: Die Hamburger Indie-Soul-Band mit Sängerin Milo Milone präsentiert ihr brandneues drittes Album. Paul Weller himself soll Fan der Band sein … Smooth!

 

Rhonda spielen live am 17.1.19, 20.30 Uhr, im Bunker Ulmenwall, Bielefeld.

Maggie Rogers

„Heard It In The Past Life“ (Capitol/Universal)

Out: 18.1.19

Single: „Light On“

 

Info: Die 24-jährige US-Sängerin, Songwriterin und Multiinstrumentalistin mit ihrem dritten Album. Sleater-Kinneys Carrie Brownstein, Sonic Youths Kim Gordon und Patti Smith gehören u. a. zu ihren musikalischen Vorbildern.

Alice Merton

„Mint“ (Paper Plane Rec./Sony)

Out: 18.1.19

Single: „Why So Serious“

 

Info: International bekannt wurde die deutsch-britsche Musikerin mit ihrem Song „No Roots“. Jetzt erscheint endlich ihr Debutalbum mit der Hitsingle und 10 weiteren Songs.

Juliana Hatfield

„weird“ (American Laundromat Rec.)

Out: 18.1.19

Single: „It‘s So Weird“ TIPP

 

Info: Über ein Dutzend Alben und EPs hat die US-Indie-Musikerin Juliana Hatfield (51) seit ihrem Solo-Debut 1992 veröffentlicht. Ihre musikalische Karriere begann die Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin 1987 mit der Band Blake Babies, die sich 2001 auflösten. Mit ihrer Nachfolge-Band Some Girls veröffentlichte sie 2003 und 2006 zwei Alben. Ihr neues Solo-Album ist in Deutschland als Download erhältlich. Sehr melodisch und insgesamt etwas weniger rockig vielleicht, aber sie hat einfach immer noch dieses gewisse „rebellische“ Etwas in ihrer Stimme und in ihrem Sound. Wie kann die weird-Redaktion das Album nicht lieben - it‘s just so weird …! <3

Colette

(Koch Films)

Drama von Wash Westmoreland

USA/GB 2018. Biographischer Spielfilm um die bisexuelle Autorin Sidonie-Gabrielle Colette, die als Colette bekannt wurde. Auch, wenn die Hauptakteurin Keira Knightley selbst heterosexuell ist, Regisseur Wash Westmoreland ist schwul und die Produzentin des Films ist mit Christine Vachon („Carol“) lesbisch. Mit Keira Knightley, Denise Gough, Eleanor Tomlinson, Fiona Shaw u. a.

Kinostart: 3.1.19

Rafiki

(MPM Premium/Salzgeber)

Drama von Wanuri Kahiu

Kenia 2018. Zweiter Spielfilm der bedeutenden kenianischen Regisseurin Wanuri Kahiu. Gesellschaftskritisch, hochpolitisch, lesbisch, feministisch, wegweisend und in wunderschönen Bildern anrührend erzählt. Der Film ist international preisgekrönt und schreibt zugleich Geschichte, denn er ist der erste kenianische Spielfilm, der 2018 bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. In Kenia wurde der international preisgekrönte Film wegen „homosexueller Propaganda“ verboten. Im September 2018 wurde das Verbot richterlich zeitweilig aufgehoben. Der Film kann damit in Kenia aufgeführt werden, was wichtig ist, um die Kriterien für eine mögliche Oscar Nominierung 2019 zu erfüllen. „Rafiki“ ist Swahili und heißt „Freundin“. Der gleichnamige Film handelt von den beiden jungen Frauen Kena (Sam Mugatsie) und Ziki (Sheila Munyiva), die sich in einem Straßencafé in Nairobi kennen lernen und verlieben. Ihre beiden Väter sind Politiker und treten gerade in den lokalen Wahlen gegeneinander an. Ihre Familien sind fest verwurzelt in religiösen und heteronormativen Traditionen, die politische Situation für Lesben ist gefährlich im Land.

Mit Samantha Mugatsia und Sheila Munyiva (Foto) u. a. Mehr zur Regisseurin und den Protagonistinnen s. Archiv Ausgabe Nr. 132 Dezember 2018 „Mosaik“

Kinostart: 31.1.19 TIPP

Mary Lambert

„Shame Is An Ocean I Swim Across“

(Feiwel & Friends)

Gedichtband, 176 S., Englisch, gebunden

Out: seit Oktober 2018

 

Info: Out US-Musikerin Mary Lambert (29) erzählt in ihrem Buch offen von ihren schmerzvollen Erlebnissen aus ihrem Leben wie sexuelle Gewalt, Fat Shaming, LGBTIQ-Feindlichkeit, Mental Illness. Ihre Texte folgen dabei keinem gängigen Gedichtschema, sondern fließen wie Gedanken.

 

Laura Beck

„Herzflimmern“

(elles)

Roman, 240 S., broschiert

Out: seit 4.12.18

 

Info: Lesbischer Liebesroman mit Happy End-Garantie. Architektin Ina ist immer busy. Gerade muss sie sich jedoch von einer Herz-OP erholen. Auf dem Weg der Besserung lernt die abweisende Reitstallbesitzerin Cornell kennen ...

Louise Distras

„Street Revolution“

Out: 11.1.19

Single: „Street Revolution“

 

Info: Neue EP der britischen out Punk-Singer/Songwriterin und Gitarristin Louise Distras. Prädikat weird!

Judith Schalansky

„Verzeichnis einiger Verluste“

(Suhrkamp)

Prosaband, 252 S., gebunden

Out: seit Oktober 2018 TIPP

 

Info: Die Autorin (Jahrg. 1980) des Romans „Der Hals der Giraffe“ um eine Lehrerin und ihre Beziehung zu ihrer Schülerin, besticht durch ihrer Erzählkunst. In ihrem neuen Buch geht es um „Verlorenes“ sowie verwischte Spuren und Leerstellen der Fantasie, die Verlorenes hinterlässt. Neben anderem auch die Werke und Lebensgeschichte Sapphos. Oder Greta Garbo, die Judith Schalansky durch Manhattan streifen lässt, mit der Frage, wann sie wohl gestorben sein mag.

Ausgabe Nr. 133

Januar 2019

Here To Be Heard: The Story Of The Slits

(Filmokratie)

Musikdokumentation von William E. Badgley

GB 2018. Die britische all-female Punkband The Slits ist legendär und gehört zu den Pionier_innen der Punkmusik. Am 20. Oktober 2010 starb die deutsche The Slits-Sängerin und Frontfrau Ariane Forster aka Ari Up im Alter von 48 Jahren in Los Angeles. Als sie die Band 1976 gemeinsam mit Drummerin Paloma Romero alias Palmolive gründete, war Ari Up gerade mal 14 Jahre alt. Nina Hagen holte The Slits, nachdem sie sie in London gesehen hatte, 1978 als Support ihrer Hagen-Band nach Deutschland. Ari Up arbeitete mit Tourmanagerin und Freundin Jennifer Shagawat an einem Film über die Band. Diese Dokumentation ist eine Vollendung dessen, was Ari Up zu Lebzeiten nicht mehr geschafft hat durch Jennifer Shagawat und den befreundeten Regisseur William E. Badgley. Der Film zeigt die Geschichte der Band von der Gründung bis 2010, ihre Gründerinnen und ihrer Mitmusikerinnen Kate Corris, Suzi „Gutzy“ Webb, Viv Albertine und Tessa Pollitt.

Kinostart: 8.11.18 TIPP

 

Bielefeld Premiere: 18.1.19, Filmhaus, Bielefeld, 20.30 Uhr

Planningtorock

„Powerhouse“ (PIAS/DFA/Rough Trade)

Out: seit 9.11.18

Single: „Beulah Loves Dancing“

 

Info: Queer, genderqueer britisch Musiker_in Jam Rostron aka Planningtorock mit dem vierten Studioalbum. Der Sound: Synthie-Pop, 90s House, R&B. Die Lyrics: Songs wie u. a. „Transome“ oder „Non Binary Femme“ handeln von eigenen Erfahrungen und der Suche nach der eigenen Identität.

Sharon van Etten

„Remind Me Tomorrow“ (Jagjaguwar/Cargo)

Out: 18.1.19

Single: „Come Back Kid“ TIPP

 

Info: Die Indie-Sängerin, Songschreiberin und Multiinstrumentalistin aus New York mit ihrem fünften Album. Einmal mehr spannender, feiner Indiepop! Am 26.2.19 wird Sharon van Etten 38 Jahre alt.

Addi McDaniel

„After The News“ (Sylvan Songs)

Out: 25.1.19

Single: „Are You Serious“

 

Info: Irgendwo zwischen Jazz, Pop, Blues und Indie gilt die US-Musikerin als eine aufregenden neuen Songwriter_innen New Yorks. Ihre erste Single „Are You Serious“ ist eine Coverversion von Andrew Birds gleichnamigem Song. Ihr neues Album ist in Deutschland als Download erhältlich.

 

Gwennyn

„New Andro“ (Coop-Breizh/Timezone)

Out: 25.1.19

Single: „New Andro“

 

Info: Dieses Best Of-Album der französischen Liedermacherin ist eine Zusammenfassung von 10 Jahren Bühnenpräsenz und 6 Alben. Ihre Songs sind auf Bretonisch, Französisch und Englisch. Neben Lieblingssongs ihrer Fans und persönlichen Favoriten gibt es auch einige neue und unveröffentlichte Songs.

Ina Forsman

„Been Meaning To Tell You“ (Ruf Rec./in-akustik)

Out: 25.1.19

Single: „All Good“

 

Info: Die finnische Sängerin und Songwriterin (Jahrg. 1994) got the Blues. Blues, Jazz, Pop, Folk, Latin mit lyrischen wie kritischen Texten und Inhalten. Auf ihrem zweiten Solo-Album handeln u. a. die beiden aufeinanderfolgenden Songs „Whatcha Gonna Do“ und „Why You Gotta Be That Way“ von sexueller Übergriffigkeit eines Mannes auf eine Frau. „Er sieht ein wunderschönes Mädchen“, so Ina Forsman zu ihren Songs, „versucht ihre Aufmerksamkeit zu bekommen und endet damit, irgendeine fucked-up Entscheidung zu treffen. Der zweite Song erzählt die Geschichte aus der Sicht des Mädchens: Sie will einfach nur ihr Ding weitermachen, aber der Typ geht nicht weg.